Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals

Chrysokoll (??) vom Skarn Sparnberg, Thüringen

(1/2) > >>

sulzbacher:
Hallo Sammlerkollegen,

mich würde mal Eure Meinung zu einem Stück interessieren:

Eigenfund aus den 1990er Jahren vom Skarn Sparnberg b. Hirschberg; Bildbreite ca. 4 cm

Trotz der meiner Meinung nach etwas ungewöhnlichen olivschwarzen Farbe würde ich diese traubigen Krusten als Chrysokoll ansprechen.

Was meint Ihr?

Danke schon mal im Voraus und Glück Auf

Hans-Jürgen

oliverOliver:
hallo Hans-Jügen,
hast du auch ein etwas größeres Foto, bei dem man ein wenig in die Details hineinzoomen könnte?
Chrysokoll bin ich vorerst mal ein wenig skeptisch ...
lg + ga
oliver

felsenmammut:
Glück Auf!

Der Chrysokoll von Sparnberg zeigt eigentlich das Chrysokoll-übliche Farbspektrum von grünblau bis dunkeltürkis und ist sehr oft (ich will nicht behaupten immer, da ich nicht jedes Chrysokollstück von Sparnberg gesehen habe) in granatreichem Skarnmaterial enthalten. Ich will zu dem angefragten Stück nichts behaupten, aber mal leise den Verdacht äußern auf Variscit/Wavellit und damit die Vermutung auf Geotopverseuchung durch anthropogen verschleptes Belegmaterial. Variscit/Wavellit gibt es an etlichen Fundstellen im Thüringisch-Fränkisch-Vogtländisches Schiefergebirge. Es könnte auch ein anderes, gerne kollomorph ausgebildetes Mineral sein. Dann wird man aber mit der Ferndiagnose an die Grenzen stoßen. Was ist die Ritzhärte von dem fraglichen Material? Ist Fluoreszenz zu beobachten? Wie sehen die Bruchflächen aus? Erkennt man radialstrahliges Wachstum oder nur splittrigen Bruch. Ist die Bruchfläche matt oder glänzend?

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

sulzbacher:
Hallo Oliver und Max,

erstmal herzlichen Dank für Eure Meinungen; rein von der Optik wäre Variscit schon ein heißer Kandidat gewesen.
Soweit ich mich erinnern kann - der Fund ist vom Mai 1994 - sollte das Stück aber aus dem Anstehenden stammen und nicht von einer
Entsorgungshalde.
Die Kugeln können mit der Nadelspitze zerdrückt werden, also geh ich von einer Härte eher Richtung 3 als 4 aus. Eine Fluoreszenz ist nicht feststellbar.
Der Aufbau ist definitiv nicht radialstrahlig wie beim Wavellit. Ein Teil der größeren Kugeln scheinen innen hohl zu sein. Der Aufbau scheint auch nicht konzentrisch , sondern eine gleichmäßige Fläche zu sein.
Anbei noch Bilder von Details und der Rückseite (vielleicht hilft die Rückseite ja weiter, die glänzenden graugrünen Punkte auf dem 2. Bild könnten undeutlich ausgebildete Granate sein).
Also am sinnvollsten mal feststellen, ob Cu oder AL enthalten ist ?
Danke und schönen Sonntag
Glückauf
Hans-Jürgen

heli:
Hallo,

was es auch immer ist, nach den Detailfotos kann man zumindest Chrysokoll eindeutig ausschließen.

Grüße

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln