Hallo zusammen,
Manfred, besten Dank!
Schreibt Conrad Blömeke auch etwas von den Bildungsbedingungen? Das Stück, welches ich in Wittichen gefunden habe, ist irgend wie für mich nicht ganz nachvollziehbar. Gefunden habe ich es in dem Bereich auf der Sophiahalde, wo einstmals wohl die Erzlese stattgefunden hat. Jetzt habe ich aber nur ein einziges Bröckelchen von dem Mulmzeug gefunden. Interessant ist, dass es viele Quarzkristalle enthält, aber fast keine derben Quarzsplitter, wie man sie beim Zerschlagen von Gestein erwarten würde. Die Quarzkristalle scheinen mir keine Doppelender zu sein, haben sich also wohl nicht aus dem Mulm gebildet. Eine richtige Matrix konnte ich aber auch nicht ausmachen. Die Kristalle liegen alle wirr in dem Mulm eingebettet. Deutlich sieht man Schrumpfungsrisse. Da diese teilweise mit Silberlocken gefüllt sind, sind diese wohl schon älter. Die ganze Stufe ist besetzt/durchsetzt mit Akanthit und Silberlocken. Erst hatte ich vermutet, dass es sich dabei um Bearbeitungsrückstände der Erzlese/-aufbereitung gehandelt haben könnte. Aber warum findet sich dann nicht mehr davon? Warum hat es so viele Quarzkristalle und keine derben Quarzbrösel inkludiert? Woher kommt das reichliche Silber in dem Mulm, welche den Akanthit und das Silber ged. bilden lassen? Eine leicht erhöhte Radioaktivität lässt darüber hinaus auf fein verteilte Pechblende schließen, sicher für die Grube Sophia nicht ganz überraschend.
Was könnte das also sein? Hat jemand dazu eine Idee?
Ich hänge mal noch auf die Schnelle mit dem Handy durchs Mikroskop geknipste Bildchen an, um den Sachverhalt besser zu erkennen. Bitte entschuldigt die schlechte Qualität.
Die Stufe wurde direkt über dem Haldengrund ausgegraben und blieb für mich ein Einzelfund. Hat dort jemand schon ähnliches gefunden?
Würde mich freuen, wenn jemand weiterhelfen kann.
Danke und Gruß,
Markus