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Autor Thema: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral  (Gelesen 3092 mal)

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Offline zampano

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Hallo Kollegen! ;-)

Beim Durchschauen und Säubern meiner alten Funde von der Grube Clemenslust bei Kasbach/Neuwied ist mir eine Stufe aufgefallen mit kleinen, honig- bis dunkelorangegelben Nadeln und auch Aggregaten. Kannte sowas bisher nicht von dort und auch kein Mineral der aktuellen Bestandsliste entspricht auch nur ungefähr dem, was ich da sehe.
Es sind neben den Nadeln auch pastillenänhliche, etwas dunklere Aggregate zu sehen.
Habe mal zwei Bilder angefügt, einmal ist die Bildbreite 3.5 mm, das Detailfoto hat 2 mm Breite.

Hat irgendjemand eine Ahnung, was das sein könnte?

Danke schon mal für die Hilfe und Glückauf!
Nino 

Offline Rockhounder

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #1 am: 01 Apr 22, 12:12 »
Hallo,

sieht nach einem Eisenphosphat aus. Vielleicht Kakoxen?  Andere Phosphate sind ja von dort auch gelistet.

Gruß Norbert

Offline zampano

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #2 am: 01 Apr 22, 12:38 »
Hm, viele Phosphate sehe ich nicht in der Mineralliste... ;-)
Oder hast du neuere Informationen.
Kakoxen würde sehr gut hinkommen, mich aber auch sehr wundern.

Offline Rockhounder

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #3 am: 01 Apr 22, 13:08 »
Ich kenne auch nur die Liste bei uns im Lex und bei Mindat. Da wird halt Chalkosiderit und Corkit genannt, sowie ein paar Arsenate.

Offline guefz

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #4 am: 01 Apr 22, 17:51 »
Könnten das auch Ausblühungen sein, die bei der Lagerung entstanden sind?

Offline zampano

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #5 am: 01 Apr 22, 17:59 »
Danach sieht es nicht aus. Habe auch kein anderes Stück aus dem Lot, das Ausblühungen hätte.
Solche kenne ich auch nicht.

Finde es schon ziemlich interessant, zumal die etwas dunkleren und nicht haarförmigen Aggregate.
Selbst für Kakoxen sind die Nadeln zu gebogen. Seltsam, seltsam.

Offline limestone

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #6 am: 01 Apr 22, 18:08 »
Hallo,
für mich sieht das auch nach Kakoxen aus, allerdings kaputtgereinigt.
Glück Auf
Ralf

Offline guefz

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #7 am: 01 Apr 22, 18:09 »
Wenn du Lust hast, mitsamt dem Stück zu mir nach Köln zu kommen, können wir mal den Laser draufschauen lassen. Das sieht ja nach zwei verschiedenen Mineralen aus.

Günter

Offline ruebezahl

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #8 am: 01 Apr 22, 18:19 »
Glück auf,

Tsumcorit in 2 Generationen?

MfG
ruebezahl

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #9 am: 02 Apr 22, 21:12 »
> für mich sieht das auch nach Kakoxen aus, allerdings kaputtgereinigt.

Für mich auch.

Offline ruebezahl

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #10 am: 02 Apr 22, 21:40 »
Glück auf,

Kakoxen hatte ich auch spontan im Sinn. Aber ist denn Kakoxen von Clemenslust bekannt? Hier im Atlas ist er für dort nicht angegeben. Für die Oxidationszone eines Pb-Zn-Erzgangs erscheint mir Kakoxen auch etwas ungewöhnlich. Ich vermute nach wie vor Tsumcorit, der kommt visuell ebenso in Frage und ist für Clemenslust auch im Atlas hier angegeben.

Wenn es kein dort entsorgtes Fremdmaterial ist.

Aber vielleicht kann Günter in Köln mehr herausfinden.

MfG
ruebezahl
« Letzte Änderung: 02 Apr 22, 21:54 von ruebezahl »

Offline Mineraliensammlermh

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #11 am: 09 Apr 22, 20:32 »
Kakoxen würde ich auch tendieren, Aber von dort und dann in einemrelatv guten Zustand? Vielleicht Fremdmaterial?

Offline Josef 84,55

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #12 am: 10 Apr 22, 09:18 »
Hallo,

falls die Paragenese reich an Arsenmineralien ist, könnte es auch Karibibit sein.
Sind bekannte Begleitminerale auf dem Stück?

Grüße, Josef

Online Geomaxx

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #13 am: 10 Apr 22, 09:38 »
Hi,
hmm...Fremdmaterial: Nur weil etwas noch nicht beschrieben ist ?
Mal ehrlich: Wer fährt schon extra in das mehr als beschauliche Kretzhaus, latscht den Kilometer zu den Halden, um dort seinen Rucksack mit aus Tsumeb mitgebrachten Tsumcoriten zu entleeren?
Der GEOMAXX ist hierfür definitiv zu faul...

Offline Miner-Alien

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Re: Clemenslust bei Neuwied - völlig unbekanntes Mineral
« Antwort #14 am: 10 Apr 22, 12:20 »
Hallo zusammen,
also ich habe da schon recht häufig gesammelt und Fremdmaterial liegt da immer mal rum.
Vom Gestein her passt das nicht zu Clemenslust,alle Erze und Sekundärmineralien sitzen auf und in Quarz.
Was auf der Halde an Gestein noch vorkommt ist Schiefer.

Grüsse,Peter

 

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[erledigte Bestimmungen / completed determinations] Re: Koslenz ??? / FO nicht zuordenbar von Bruno80090 07 Feb 26, 18:29