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Autor Thema: Bestimmung des Gesteins mit goldähnlichen Ablagerungen  (Gelesen 828 mal)

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Jorge Schultz

  • Gast
Hallo,
ich habe in meiner Kindheit diesen Stein gefunden, und ihn nun durch Zufall in einer Kiste wiederentdeckt. Der Fundort müsste rund um meinen Heimatort gewesen sein. Dieser befindet sich im nördlichen Schleswig- Holstein, zwischen Husum und Schleswig. Vielleicht kann jemand ja dieses Gestein bestimmen.

1. Ist der Stein homogen oder inhomogen?

Zu sehen sind zum einen grau- schwarzes Gestein, welches teilweise glänzt. Das weiße Gestein, welches Stellenweise auch glänzt, würde ich als Salz ähnlich beschreiben. Außerdem gibt es auf der Außenseite sowie an den Bruchkanten im inneren des Gesteins punktuelle Ablagerungen die goldähnlich aussehen.

2. Blasen

Hat der Stein kleine Blasen? Welche Form haben die Blasen? Hat der Stein Poren? Oder gleichmäßige Risse?

3. Wechselwirkung mit Magneten

Eine deutliche magnetische Anziehung mit einem Magneten konnte ich nicht feststellen.

4. geschätzte Dichte = Masse/Verdrängung

-

5. Das Erscheinungsbild

An einigen Stellen ist ein grau- schwarzes, weißes sowie goldenes Schillern zu erkennen.


6. Oberfläche anders als Inneres?

Innen wie außen gleiches Erscheinungsbild.

7. Sind Kristallite erkennbar?

Wie sehen die aus? Möglichst gute Beschreibung Farbe, Ränder, Farbverläufe!

8. "Härte"

Vor Jahren ist der Stein in der mitte durch drücken mit den Fingern zerbrochen, wie groß der Kraftaufwand war weiß ich nicht mehr.

9. Größe in etwa, besonders bei den Fotos die geschätzte Bildbreite.

7cm x 3cm

10. Spaltbarkeit - Schieferig?

-

Offline oliverOliver

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Re: Bestimmung des Gesteins mit goldähnlichen Ablagerungen
« Antwort #1 am: 09 May 22, 22:10 »
hallo Jorge,
das "Goldähnliche" wird wohl Pyrit sein - aber nachdem auf den Fotos die Kristallformen nicht zu erkennen sind, ist das auch nur geraten (wenn auch von der Farbe her sehr wahrscheinlich).
Das Gestein würde ich - auf allgemeinster Ebene - mal als Metamorphit ansprechen. Eventuell auch als "Gneis im weitesten Sinn" - ob die dunklen Anteile jetzt ein dunkler Glimmer ("Biotit") oder ein Amphibol sind, ist leider auch nicht zu erkennen.
lg+ga
oliver

Offline Tycho88

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Re: Bestimmung des Gesteins mit goldähnlichen Ablagerungen
« Antwort #2 am: 10 May 22, 20:04 »
Hallo Jorge

ich vermute das das schillernde eher Glimmer als Pyrit ist. Dafür musst du das Ganze mit einer Lupe betrachten.. ist es eher geschichtet ? Kannst du es mit einer Nadel ankratzen/abblättern  => dann ist es Glimmer

Der Dunkle Anteil genauso.. lässt sich da irgendwas abkratzen/Abblättern => dann ist es dunkler Glimmer (Biotit), wenn nicht eher Amphibol oder Pyroxen. Amphibol halte ich für wahrscheinlicher.


Weiße Stellen : könnte Feldspat oder Quarz sein. Dafür müsste man sich die Flächen anschauen.
Evtl sind da auch 2unterschiedliche weiße Flächen ?? Eins schneeweiß und das andere eher Grau ??? Dann würde wohl das gräulichere für Quarz sprechen und das weiße für Feldspat.


In welche Richtung geht das Gestein ?? Es könnte  Tiefengestein oder Metamorphit sein

Tiefengestein/Magmatit
diese unterteilen sich in Plutonte und Vulkanite. Letzteres ist es definitiv nicht. Wenn ein Plutonit ist, würde ich sagen das es ein Quarz Diorit (umgangsprachlich Salz-Pfeffer Gestein) wäre.

Metamorphit
Gestein was unter 5km nochmals verändert wird und sich Neubildet/umwandelt. Ich meine im ersten Bild eine gewisse Bewegungsrichtung zu erkennen, was für Metamorphe Gesteine spricht. Dann wäre Gneis richtig. Die frage ist da Quarz drin oder nicht (wenn kein Quarz/Quarzarm,dann ist es ein Para- Gneis) ist Feldspat und Quarz dabei dann ist es eher ein Orthogneis.

Evtl helfen dir diese Seiten um dein Gestein zu vergleichen:

https://strandsteine.de/bestimmungsschluessel.htm

https://www.kristallin.de/

Grüße von der Küste, Chris

 

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