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Aventurin-Quarz (Goldfluss)
loismin:
Hallo Klaus.
Nun dann sollte man den Namen Aventurin beim natürlichen Stein nicht mehr verwenden , wenn das so ist !
Lois
oliverOliver:
--- Zitat ---Als Mineraliensammler erwartet man das Primat der Natur
--- Ende Zitat ---
sehe ich auch so - aber wenn die Erstbenennung für das Kunstprodukt erfolgte, muss ich Lois vollinhaltlich zustimmen .......
felsenmammut:
Glück Auf!
Wenn eine Namensfindung auf ein synthetisches Produkt zurückgeht und später auch auf natürlich vorkommende Stoffe (Minerale) übertragen wird, so kann es sehr wohl sinnvoll sein, die Benamung fortzuführen. Andernfalls müssten zahlreiche chemische Elemente, die zuerst in der Synthese dargestellt und davon ausgehend benamt wurden, und erst später auch als reine Elementphasen in der Natur entdeckt wurden und damit Mineralstatus erhielten, mit anderen Namen belegt werden. Es ist naheliegend, dass die Grenze zwischen natürlichem Stoff und künstlichem Produkt bei der Übertragung von ursprünglich für Syntheseprodukte eingeführte Namen verwässtert, wenn die gleiche Bezeichnung nun auch für natürliche Stoffe verwendet wird. Insofern sollte man nicht auf echt und unecht achten, sondern mehr auf synthetischen und natürlichen Ursprung hinweisen. Voraussetzung für die Übertragung von Namen ist freilich eine Übereinstimmung in wesentlichen Merkmalen. Da die Formulierung "wesentliche Merkmale" recht unscharf ist, bleibt es den Gemeinschaften, die diese Begriffe in ihrem jeweiligen Kontext verwenden, vorbehalten, über Definitionen und Abgrenzungen zu befinden.
Es gibt Minerale, deren synthetisches Pentant bereits bekannt war, zum Beispiel Wolframcarbid. Der später auch in natürlichen Quellen nachgewiesenen, identischen Substanz, gab man den Namen Qusongit.
Mit freudnlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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