Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals
Enhydro-Wasser in Quarzen und Achaten
giantcrystal:
Das Durchsickern des Gesteines geschieht natürlich kontinuierlich - mit gelegentlich sich ändernden Chemismus, daher die Bänderung. Und die Fällung von Kieselsäure erfolgt als Gallerte = Kieselgel, das zunächst zu 95 % aus Wasser besteht und erst viel später aushärtet. Meines Wissens hat man solche mit noch gelartiger Substanz erfüllte Gasblasen auch schon gefunden - sind natürlich schwierig in einer Sammlung zu dokumentieren
Glück Auf
Thomas
Krizu:
??? Aber warum fällt die Gallerte aus ???
??? warum klappert die Druse nicht ???
Mfg
Frank
giantcrystal:
Jetzt kann ich es mir einfach machen und sagen "wechselnde eh- PH Bedingugen aufgrund des örtlichen Chemismus"
Das ist sicherlich richtig, aber etwad nichtssagend. Meiner Meinung nach ist das wesentliche der Hohlraum an sich. Ein Mineral kann in aller Regel nur dann frei auskristallisieren, oder etwas allgemeiner formuliert : sich bilden, wenn ein freier Raum vorliegt. Das kann eine Schmelze sein, das kann eine weiche, leicht verdrängbare Masse sein (z.B. Pyrit in Mergel oder Tonschiefer), oder das kann wie im Falle der Achatbildung und vieler anderer Mineralien ein Gashohlraum sein.
Allein schon beim Übertritt der Kieselsäure - Lösung vom Gestein in den Hohlraum kommt es vermutlich zu einer Druckabfall in der Lösung und - voila - die Kieselsäure beginnt aus der Lösung - vorerst in Form eines Geles - auszufallen.
Ist nur ein Erklärungsansatz - keiner war dabei - erscheint mir aber recht plausibel, das es so oder so ähnlich war
Glück Auf
Thomas
Krizu:
--- Zitat von: giantcrystal am 11 Nov 05, 20:03 ---Jetzt kann ich es mir einfach machen und sagen "wechselnde eh- PH Bedingugen aufgrund des örtlichen Chemismus"
--- Ende Zitat ---
Damit lass ich Dich nicht durch 8)
--- Zitat ---Ein Mineral kann in aller Regel nur dann frei auskristallisieren, oder etwas allgemeiner formuliert : sich bilden, wenn ein freier Raum vorliegt. Das kann eine Schmelze sein, das kann eine weiche, leicht verdrängbare Masse sein (z.B. Pyrit in Mergel oder Tonschiefer), oder das kann wie im Falle der Achatbildung und vieler anderer Mineralien ein Gashohlraum sein.
--- Ende Zitat ---
ES FEHLT DIE TREIBENDE KRAFT ZUR ÜBERSÄTTIGUNG! 8) ;D
--- Zitat ---Allein schon beim Übertritt der Kieselsäure - Lösung vom Gestein in den Hohlraum kommt es vermutlich zu einer Druckabfall in der Lösung und - voila - die Kieselsäure beginnt aus der Lösung - vorerst in Form eines Geles - auszufallen.
--- Ende Zitat ---
Nein, Aufgrund der Hydrostatik. Wie soll ein Hohlkörper im Gleichgewicht mit der Umgebung - hast Du durch die Sickerfähigkeit gefordert - einen neidrigen Druck haben? Ein "kleiner grüner Massevernichter" ( (c) by meinem Pyhsiklehrer) ist nicht der Grund. Es wird so lange Wasser einsickern, bis der Druck gleich ist. Solange darf was ausfällen. Dann fliesst aber die Sole so durch... bzw. löst das kolloidale SiO2 wegen der grossen Oberfläche bevorzugt raus!
Um bei deinem Kalk-Beispiel zu bleiben:
Kalksinter entsteht erst, wenn das CO2-HCO3-Gleichgewicht des Wassers durch Luft gestört wird.
Du hast keine Luft. Luft diffundiert leichter als Wasser !!! Aber warum gibt es Gasblasen in Kristallen?
Du hast mein Wachstumsmodell zerstört ;) Aber deins hat auch Lücken - meiner Meinung nach!
MfG
Frank
("Die Natur schafft Sachen, an die wir gar nicht erst denken sollten" - Ein Kristallzüchter über Granate)
Navigation
[0] Themen-Index
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln