Mineralien / Minerals / Minerales > Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals

Enhydro-Wasser in Quarzen und Achaten

<< < (6/7) > >>

Krizu:
Hallo,

ich gebe Dir recht: Die Zeit ist ein Faktor und die Quarzsynthese ist nicht gleich der natürlichen Bildung!

Jetzt kommt das ABER:  8)
- Wieso gigt es dann Hochtemperaturquarze, wenn es kalt in der Lösung zu geht?
- Warum kann eine aggressive Lösung keinen runden Hohlraum fressen? Gerade der hat die minimale Oberfläche!
- Bei geringen Temperaturen liegt die Löslichkeit von Quarz im Bereich von vielleicht 100mg/l. Dann könnte ohne Stoffaustausch (Nährlösung) mit der Umgebung nicht mehr als 0.001% des Hohlraums gefüllt werden.

 ???

MfG

Frank
(geologischer Laie!)

giantcrystal:
@ Krizu :

- Hochtemperaturquarze gibt es selbstverständlich in der Natur. In hochhydrothermalen Systemen, aber meines Wissens nicht in Achatdrusen.

-  Natürlich könnte eine solch agressive Lösung einen runden Hohlraum fressen. Aber es ist zu vermuten, das dieser Hohlraum eher länglich geformt ist, etwa so wie Kolke im verkarsteten Kalkstein (die ja auch durch agressive Wässer entstanden sin). Die Achatmandeln sind aber eben genau das : rund bis mandelförmig

- die dritte Frage / Schlußfolgerung verstehe ich nicht ganz. 100 mg/l = 0,1 g/l ist ja schon ganz schön viel Kieselsäure, die sich in Lösung befinden. Für meinen Geschmack würde ich die Löslichkeit von Quarz in sagen wir 80 Grad warmen Wasser um einiges niedriger ansetzen, aber bleiben wir ruhig bei dieser Zahl.

Das hieße also, das in einem Kubikmeter = 1000 Liter davon 100 g reine Kieselsäure enthalten sind. Das reicht locker, um eine kleine Achatdruse komplett auszufüllen ! Bei den angenommenen langen Zeiträumen und weiträumig durch das Gestein migrierenden Lösungen also gar kein Problem, sehr viel kolloidale Kieselsäure = späterer Achat abzuscheiden.

Glück Auf

Thomas

Krizu:
Hallo,

der Silikatanteil liegt im Allgemeinen bei neutralen Lösungen um einen Faktor 10 tiefer, kann aber in basischen Lösungen stark ansteigen.

Im Kalk hast Du eine Vorzugsrichtung und einen reinen Abtrag. Das Wasser sucht sich auch den Weg der Risse/Schichtung. Das ist meines Erachtens in Basalten so nicht gegeben. Anders herum: sind Gasblasen nicht oftmals länglich  ;) durch die Strömung bzw. das Aufsteigen?

Aber jetzt die Gretchenfrage:
Wie kommen 1000l Wasser durch eine kleine Achatdruse  :o Warum wird dann nicht jeder kleine Hohlraum bei großflächiger Druchströmung mit Achat/Qaurz/Chalcedon ausgekleidet?
ok, du kannst argumentieren 1000l Wasser in 100.000 Jahren sind 10ml/Jahr. Dann muessten die aufwachsenden Schichten aber sehr durchlässig sein. ODer mit anderen Worten: die Kleine Druse ist binnen 5 JAhren trocken.

MfG

Frank
(der sich von den hohen Temperaturen verabschiedet hat  8) )

giantcrystal:
Das Wasser sickert fröhlich so vor sich hin  :D

Nein im Ernst : Über lange Zeiträume (ich reite vielleicht ein wenig sehr darauf herum, aber dieser Aspekt wird leider immer viel zu sehr vernachlässigt !) hinweg ist das alles kein Problem. Und für Flüssigkeiten dichte Gesteine gibt es über längere Zeiträume nicht. Da gibt es Schichtung, Klüftung, Spannungsrisse, Schrumpfungsrisse, Poren und alle möglichen sonstigen Wegsamkeiten. Wäre dies nicht so, hätten wir keine Mineralbildungen...

... und wären als Mineraliensammler arbeitslos :P

Glück Auf

Thomas

Krizu:
Ok,

aus Unwissenheit nehme ich mal deine 100.000 Jahre als i.O. an.

Jetzt habe ich eine gesättigte Lösung, die fröhlich mit mm/a durch das "homogene" Gestein sickert. Sie trifft auf einen Hohlraum und denkt sich: Klasse, den fülle ich mit meinem Ballast aus.  Schwupps, die Wämde sind mit einer dichten aber dünnen Schicht Achat belegt. Jetzt kommt 10.000 Jahre später wieder so eine Lösung dumm des wegs vorbei. Ups - dichter Achat:
- da sicker ich doch mal weiter?
- ich diffundier ich doch mal durch den Achat um dann innen eine neue Schicht abzulagern?
Aber warum sollte ich denn jetzt ausfällen? Drinnen ist es wie draussen?

Klingt zwar kindisch - ist aber genau mein Problem. Wenn ich darüber nachdenke, ist ein möglicher Weg eine spätere Kompaktierung des Achats (Verlust des "Zwickelwassers" der Nanoteilchen). Dann waere das Durchflussproblem gelöst  Aber was zeichnet den Hohlraum gegenüber dem Flusskanal 1mm daneben aus?

Mfg

Frank
(vielleicht nervig - aber hoch interessiert!)

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln