Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Artefakte - Fundstücke / artifact - findings / artefactes - objeto hallado
Bitte um Bestimmung
Gordon 108:
Ich lass mich da nicht so schnell unterkriegen.
Ich/ wir bekommen das raus. ;)
Kupperdroll:
Hallo,
Bleib mal am Ball ! Ist sehr spannend !
Gordon 108:
Also ich habe vorhin eine Mail aus Halle bekommen.
Es meldet sich demnächst die Expertin für Altsteinzeit bei mir. Sie ist der Annahme es ist ein Werkzeug.
Bis her hat sie allerdings auch nur die Bilder gesehen.
Vielleicht bietet es sich an und ich gondel da mal rüber.
Quarzsammler:
Ich bin zwar kein Experte, habe aber mal für die untere Denkmalschutzbehörde gearbeitet. Auf einer Grabung haben wir auch Feuersteingeräte gefunden (im Bild von links nach rechts: Kern, Flake, Klinge) ;D. Die lagen in den "braunen Flecken" auf der Grabungsfläche, die früher einmal zu Lagergruben gehört haben könnten (für Getreide o.Ä.). Trotz des doch recht fortgeschrittenen Alter (~2000 v.Chr.), sind sie noch äußerst scharfkantig. Allerdings handelt es sich hier um Bodenfunde ;). Dein Exemplar müsste einen kleinen Transportweg hinter sich haben oder durch die Sedimentfracht der Elbe ordentlich geschliffen worden sein. Bei einem Stück anthropogenen Ursprungs kann man eine Ventralfläche, welche vom Kern gelöst wurde, von einer Dorsalfläche, die die ehemalige Außenseite des Kerns darstellte, unterscheiden. Indizien für eine Bearbeitung sind sog. Wallner-Linien auf der Ventralfläche bzw. Dorsalfläche von zuvor abgeschlagenen Flakes (im Detailbild blau markiert). Diese entstehen beim Abschlagen durch Bruchausbreitung. Am Auftreffpunkt eines Schlages sollte ein Bulbus (ähnlich einem Nabel) erkennbar sein. Typisch wären auch Dorsal-Grate (rot markiert) der vorherhigen Abschläge. Ich habe auch einige Museumsstücke als Vergleich angehängt.
Nach den Bildern zu urteilen ist die anthropogene Bearbeitung hier vielleicht weniger wahrscheinlich. Aber ich bin ebenfalls gespannt auf die Fachmeinung.
Viele Grüße
Gordon 108:
Es kann tatsächlich sein, dass der Stein eine weitere Strecke hinter sich hat. Nach dem Winter haben wir natürlicherweise immer erstmal ordentlich Wasser, aber wenn das weg ist, kann man Glück haben.
Mehrere Kilometer oberhalb meiner Fundstelle, befindet sich allerdings eine künstlicher Wasserfall ( eine Art Damm aus Beton). Keine Ahnung ob es von so "weit" oben kommt oder nicht.
Als ich den Stein entdeckte, dachte ich mit keiner Silbe an ein steinaltes Werkzeug, ich geh an sich eher auf Mineralien und Gesteine.
Als ich den Stein in der Hand hielt, dachte ich mir: irgendwie voll ergonomisch wie ein Playstation- Controller ( mal flapsig gesagt).
Betrachtung der Kanten, sowas kannte ich aus Dokus ;D
......und nun warten wir es ab. Danke für eure Teilnahme
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