Gesteine / Rocks / Rocas > Deutschland / Germany
Kann mir jemand sagen was das ist?
Jessy1408:
Sehr schön :-X ;)
Jessy1408:
Wie finde ich jetzt raus was das genau ist?
Gibt s da bestimmte 'Tests' die ich selber durchführen kann?
Über entsprechende '' links'' wäre ich dankbar. :)
Eckard:
Hallo Jessica,
hallo Forum,
Rhyolith und Maasei schließe ich aus. Was es wirklich ist, das kann ich nicht sagen. Nur soviel: Hier (ca. 20 km nördlich von Hannover) fand 2019 ich in einer Kiesgrube einen ähnlichen Stein. Er ist etwa 40x40x25 mm groß, wiegt 160 g. Seine 'Außenhaut' ist ebenso schwarz und unterschiedlich dick. Sein 'Innenleben' ähnelt sehr stark dem des oben gezeigten Steines.
Bisher haben alle die, die diesen Stein als Original oder als Foto sahen, keine Bestimmung abgegeben. Nur Schulterzucken. Das reicht aber nicht.
Meine Meinung: Es ist ein Lydit, dafür spricht absolut sein Äußeres. (Lydite liegen hier reichlich. Nebenbei: Sie sind m. E. auch die angenehmsten Handschmeichler.) Das Innere könnten Reste von Radiolarien sein. Erkennen und unterscheiden kann man keine Einzelheiten, auch nicht mit einer 10fach vergrößernden Lupe, die Masse ist zu fein und zu dicht, da kann nur ein gutes Mikroskop helfen.
Hat vielleicht doch noch jemand einen guten Rat?
Besten Gruß
Eckard
oliverOliver:
hallo Eckard,
möglicherweise hab ich hier eine Wissenslücke - aber alle (echten) Lydite (also metamorphen Radiolarite), die ich kenne, sind dunkel (dunkelgrau, schwarz, schwarzgrün, etc.), maximal durch verwitterung etwas "ausgebleicht" - lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Ich würde hier jedenfalls keinen Lydit vermuten ....
ga
oli
Eckard:
Hallo Oli,
Du hast völlig recht mit Deinen Farbnennungen. Hier sind die meisten Lydite schwarz und oft mit mehr oder weniger dicken weißen Quarzbändern. Sie sind meistens kantig, aber ich fand auch andere Formen. In der Regel sind es keine sehr großen Steine, aber einer hat doch das stattliche Gewicht von 740 Gramm.
Der Stein von Jessica ist ja ebenfalls schwarz, und wäre er nicht durch irgend einen äußeren Einfluss gebrochen, dann wüssten wir gar nichts über sein Inneres. So ist es auch bei meinem Stein. Wären diese beiden Steine nicht beschädigt, dann hätte ich zweifellos auf Lydit getippt. Bei diesen beiden jedoch macht mir noch das Innere Probleme.
Ich bin kein Geologe und kann nur das sagen, was ich aus der Literatur gelernt habe. Und - ich lerne gerne noch hinzu.
Dir auch einen schönen Abend
Eckard
PS: Mitunter liest man noch die Bezeichnung 'Kieselschiefer'. Die sollte man sich wohl tunlichst verkneifen, denn sie ist (nicht nur) m. E. falsch. Von Schiefer keine Spur.
PPS: Rhyolith ist doch eher ein porphyrähnliches Gestein. Oder irre ich mich da?
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