Glück Auf!
Auch wenn man es auf dem Bild so nicht erkennen kann, aber bei der engen, weißen Bänderung handelt sich wohl um für die Fundstelle typische Quarzbänderung. Die Quarzbänderungen sind weit verbreitet und mineralogisch dem makrokristallinen Quarz zuzuordnen. Die Ausbildung der Quarze ist sehr gleichmäßig innerhalb eines Bandes und varientreich wenn man verschiedene Bänder miteinander vergleicht. Die Dicken der einzelnen Bänder variiert ebenfalls deutlich - nicht so sehr innerhalb eines Bandes (in einem Handstück oder Großstufe), aber definitiv, wenn man verschiedene Bänder miteinander vergleicht. Eine einzelne weiße Lage kann so schmal sein, dass man sie unter dem Mikroskop gerade noch erkennt oder aber mehr als 1 cm betragen. Über größere Entfernungen (km) stellt man aber oft deutliche Unterschiede in der Dicke der selben Bänder fest. Farblich sind die Bänder auch nicht zwangsweise auf weiß beschränkt. Eine visuelle Ähnlichkeit mit Achatbänderung ist häufig gegeben, aber es bleibt ein makrokristalliner Quarz. Man merkt es auch beim Schleifen und Polieren, dass sich die Quarzbänderung sehr ähnlich verhält wie der umgebende (ebenfalls) makrokristalline Quarz. Auch bei losem Schleifmittel schleift man nahezu kein Relief und beim Polieren kommt die Politur gleichmäßig. Chalcedon hat noch einen spürbar höheren Schleifwiderstand, der sich bei hastigem Schleifen in einem deutlichen Relief äußert und beim Polieren nehmen makrokristalliner Quarz und mikrokristalliner Quarz die Politur unterschiedlich schnell an. Die Beobachtung mag subjektiv sein und stark vom Schleif- und Polierverfahren abhängen, so dass wahrscheinlich nicht jeder diesen Aussagen zustimmt.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut