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Autor Thema: Psaronius/Kieseltorf — Fossile Strukturen in SiO2 Gestein (Achat, Amethyst)  (Gelesen 3196 mal)

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Offline jlies

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Hallo Leute,

ich bin unsicher, an welcher Stelle die Frage am besten aufgehoben ist, deshalb stelle ich sie mal hier:

Ich habe in der Kiesgrube Otterwisch einen Stein gefunden (9x6x6cm), der scheinbar fossile Strukturen hat. Auffallend ist, daß diese nur in lila farbenen Teilen des Steins auftauchen, die von der Farbe und Quarzqualität her an mikrokristallinen Amethyst erinnern.

Hat jemand sowas schon mal gesehen und weiß, was das ist bzw. wie man es ansprechen würde. Und wenn Fossilien: was ist da drin?

Danke für eure Hilfe und vieöe Grüße!
Jörn
« Letzte Änderung: 27 Jul 22, 15:00 von jlies »

Offline jlies

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Noch zwei Bilder.

Online Klaus Schäfer

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Hallo Jörn,

Ich habe dir mal ein Bild von einem Psaronius angehängt. Der zeigt ebenfalls kleine Sternchen.
Deutschland/Sachsen/Chemnitz/Hilbersdorf
Psaronius/Kieseltorf — Fossile Strukturen in SiO2 Gestein (Achat, Amethyst)


Gruß von Klaus

Online Klaus Schäfer

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Hallo Jörn,

Hier ist noch einer mit Sternchen

Deutschland/Sachsen/Chemnitz/Hilbersdorf
Psaronius/Kieseltorf — Fossile Strukturen in SiO2 Gestein (Achat, Amethyst)


Bis bald, Klaus

Offline oliverOliver

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hallo Jörn,
gratuliere zu dem Fund - sieht ja recht spektakulär aus!  :D
ga
oliver

Offline jlies

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Hallo Klaus, hallo Oliver,

danke für die beiden Bilder und die Einschätzung .. da habe ich ja mal was richtig tolles gefunden, so wie es aussieht! :)

Bevor ich euch mit weiteren Fragen löchere lese ich mich erst mal ein.

Dank und Grüße!
Jörn

Offline Sargentodoxa

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Hallo Jörn
Wie schon vermutet, ist dies eine Verkieselung mit Luftwurzeln des permischen Baumfarns Psaronius sp. Ganz deutlich zeigt Bild 2AFFE9E5 eine äußere LuWu mit sternförmigen Leitbündel. Ob das ganze Gebilde ein Stück des Psaronius-Wurzelmantel ist oder ein pflanzenführender Silizit (Kieseltorf) mit weiteren Überraschungen kann man erst nach einer Bearbeitung sagen! Siehe auch bei STEINKERN --> Button Karbon und Perm --> Psaronius Kieselholz mit Strukturerhaltung aus Kiesgrube Nordsachsen. Die wahre Schönheit und die eindeutige Bestimmung offenbarte das Stück auch erst nach der Bearbeitung. Werner aus der Lausitz

Offline jlies

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Hallo Werner,
wie immer danke für deine Einschätzung!
Ich habe das Stück mit einer Lupe schon recht genau studiert und habe den Eindruck, daß es sich viel wilder und unstrukturierter gibt als (auch die äußeren) Luftwurzeln von Psaronius. Es wirkt an vielen Stellen so, als ob fremde und untypische Strukturen mit eingebunden sind. Deshalb ist das Stichwort Kieseltorf sicher interessant.
Ich werde das Stück auf jeden Fall (1x auf)schneiden und polieren lassen. Hast du dafür einen Tipp, wie man den Schnitt legen sollte, oder würdest du einfach auf möglichst viel Oberfläche gehen? Ich kann z.b. in dem Stück überhaupt keine Richtung erkennen.
Danke und viele Grüße,
Jörn.

P.S. bei dem ganzen Zuspruch für das Stück im Steinkern sollte ich mein Stück dort wohl auch nochmal vorstellen. Ganz schön mühsam manchmal mit den beiden Foren .. :).
« Letzte Änderung: 27 Jul 22, 14:47 von jlies »

Offline jlies

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Hier mal noch ein paar etwas bessere Bilder unter Wasser …

Offline jlies

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Und noch ein paar.

Offline oliverOliver

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Ich werde das Stück auf jeden Fall (1x auf)schneiden und polieren lassen. Hast du dafür einen Tipp, wie man den Schnitt legen sollte, oder würdest du einfach auf möglichst viel Oberfläche gehen?

Schwierige Frage. Ohne einer Antwort von Werner vorgreifen zu wollen - wenn man das Stück nicht selbst in der Hand hat, ist da eine Entscheidung nicht leicht (und selbst dann oft nicht).
Ich würde jedenfalls versuchen, den Schnitt so zu legen, dass keine der an der Oberfläche sichtbaren Fossilstrukturen zerstört wird. Wenn aber keine Orientierungs-Richtung erkennbar ist, ist es sowieso immer ein "Glücksspiel". Ansonsten, wie du schreibst, versuchen, eine möglichst große Schnittfläche zu erzielen - da ist dann die Chance größer, im Schnittbild charakteristische Strukturen zu erkennen.
Ich würde jedenfalls empfehlen, das Stück bei jemandem schneiden zu lassen, der Erfahrung mit Pflanzenfossilien hat - und unabhängig davon, die mögliche Schnittebene zuvor in natura - also anhand des Fundstücks - mit erfahrenen Sammlern zu diskutieren. Nur nichts überstürzen, sondern am besten erst mal unterschiedliche Meinungen einholen.
ga
oliver

Offline jlies

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das sind drei super tips — danke dir!

einem selbst fällt es ja, besonders am anfang, doch sehr schwer einzuschätzen, wie „wertvoll“ das stück wirklich ist und wie man am besten an die sache rangehen sollte.

LG jörn

Offline jlies

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heute ist das stück endlich vom schleifer gekommen, und obwohl es kein typisches bild von psaronius ist bin ich glücklich, ist es doch mein erstes stück dieser art und ein völliger zufallsfund, der mir einen schönen einstieg in die welt der verkieselten pflanzen beschert hat!

Offline oliverOliver

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Zitat
und obwohl es kein typisches bild von psaronius ist

warum nicht? ich finde, das ist doch ein schönes Beispiel für einen äußeren Luwu-Mantel von Psaronius!

Offline jlies

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Zitat
und obwohl es kein typisches bild von psaronius ist

warum nicht? ich finde, das ist doch ein schönes Beispiel für einen äußeren Luwu-Mantel von Psaronius!

findest du? für das, was ich bisher sah wirkt dieses hier noch chaotischer/durchmengter/unstrukturierter, als die äußeren luftwurzeln eh schon sind. aber ich denke, du wirst mehr von den dingern gesehen haben als ich! ;)

 

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