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Autor Thema: Kleine "schnelle/starke" ALGE-Steinsäge; Erfahrungen und Sägeblätter?  (Gelesen 1817 mal)

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Offline isbjoern

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Hallo zusammen,
auf meiner mittlerweile recht erfolgreichen Mission, mich dieses Jahr fürs Sägen und Schleifen auszurüsten, ist mir aus einem Nachlass nun noch sehr günstig eine kleinere Zweitsäge zugelaufen (weil ein Großteil meiner Stücke eher klein sind, fand ich die Idee ganz gut für die kleinen Stücke nicht immer die große Säge bzw. das große Blatt zu nutzen).

Nun hat sich herausgestellt, dass es eine etwas exotische Version der kleine ALGE-Säge mit starkem Motor (1.7 kW) und Direktantrieb (3000 rpm!) ist -- siehe Fotos (noch im Originalzustand). Ein sehr ähnliches Exemplar wurde hier gezeigt, der User scheint aber nicht mehr aktiv zu sein:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?topic=30034.0

Vermutlich hat sich ALGE ja etwas dabei gedacht, aber wozu wurde die Säge so gebaut (es gab vom Hersteller offenbar zu gleichen Zeit eine ähnliche Maschine mit Riemenantrieb)? Und: was nimmt man hier am besten für Sägeblätter -- montiert war in der Säge ein mechanisch gebundenes Blatt (250 mm / 1 mm stark), aber die sind ja eigentlich für solche Drehzahlen nicht gedacht. Passend scheint mir so etwas wie die Agate Cutter Blätter aus den USA, aber das wäre eine sehr teure Variante.

Und schließlich: gibt es hier einen ALGE-Nutzer, der Erfahrungen mit der komischen Klemme hat? Das ist ja ein schönes Stück Handwerkskunst, scheint mir aber recht unpraktisch...
Vermutlich eignet sich das Gerät am besten zum händischen Trennen kleiner Stücke bzw. Trimmen, was ganz gut zu meine Überlegungen passt.
Aber vielleicht gibt es hier ja konkrete Erfahrungen mit diesen Maschinenvarianten.

Viele Grüße

- Björn



Offline jürgen lange

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Hallo Björn, aus meiner Fliesenschneider/Kreissägezeit (für meinen Hausbau) will ich Dir noch einen Tipp in die Diskussion werfen: Man kann Passstücke basteln (lassen), wenn der Innendurchmesser Deiner Sägeblätter nicht zum Durchmesser der Aufnahme an Deiner Säge passt.  Das geht in beide Richtungen: entweder einen Ring zur Auffüllung der Differenz oder eine Passung an der Aufnahme drehen lassen. Vielleicht hilft das für Deine Betrachtung. Lasse es in Materialien machen, die nicht korrodieren.

Glück Auf Jürgen Lange

Offline jlies

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hallo björn,
steinschleifmaschinen.at liefert die entsprechenden adapter zu einem kleinen aufpreis auch mit. man kauft eine scheibe und gibt seinen durchmesser dabei an. dann kommt die scheibe mit adapter (eine stahlscheibe, die in die schleifscheibe eingepresst ist) — funktioniert auf meiner fliesenschneidmaschine wunderbar. nur beim ein- und ausbau der scheibe ist es etwas kniffliger als üblich, weil der atapter sich auch von der scheibe trennen läßt; er läßt sich aber auch einfach wieder einpressen.
beste grüße!
jörn

Offline isbjoern

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Hallo zusammen,

vielen Dank für die ersten Rückmeldungen, aber bevor die Diskussion eine unbeabsichtigte Richtung nimmt: das war gar nicht meine Frage (vielleicht habe ich mich undeutlich oder zu kompliziert ausgedrückt..).

Die Sägeblattaufnahme ist hier eben auf der Motorwelle und nicht auf einer Extra-Welle mit Riemenantrieb. Den Lochdurchmesser habe ich noch nicht nachgeschaut, es dürfte aber eines der gängigen Maße sein (und zumindest bei den teuren Mineralienblättern kann man ja auch Spezial-Bohrungen bestellen oder eben Adapter verwenden). Meine eigentlichen Fragen:

- Kennt jemand den ursprünglichen Zweck dieser Maschinenvariante oder hat eigene Erfahrungen mit diesem Gerät (ALGE muss das ja extra so gebaut haben und vermutlich nicht nur, weil es einfacher ist -- ich vermute, dass es eben in Richtung händisches Trennen geht, auch wegen der extrem stabilen Blattführung zulasten der Schnitttiefe)

- hat jemand einen Tipp für passende relativ dünne (ca. 1-1.4 mm) Blätter für so hohe Drehzahlen? Die von mir genannten amerikanischen Blätter gibt es bei den Österreichern, allerdings sind sie extrem teuer. Vielleicht könnten sich Blätter für Feinsteinzeug eignen, da finde ich aber nur dickere. Und ich habe eben Hemmungen, die normalen Blätter weit oberhalb der Spezifikation zu nutzen (mechanisch gebundene sind vielleicht nicht so gefährlich wie gesinterte, werden aber wahrscheinlich zu wenig gekühlt).

- Und schließlich würden mich noch praktische Erfahrungen mit der lustigen Steinklemme von anderen ALGE-Sägenbetreibern interessieren (d. h. ist das mit etwas Übung praktikabel, benutzt das jemand). Mit der Klemme wird nämlich der Stein gegen das Blatt geschwenkt und nicht geschoben, wie das sonst bei ähnlichen kleinen Modellen gemacht wird. Allerdings in einer etwas fummeligen Art und Weise.
Die gängigere riemenangetriebene Sägen-Version hat exakt die gleiche Klemme, die müsste also etwas verbreiteter sein.

Viele Grüße und Entschuldigung für die von mir gestiftete Verwirrung!

- Björn

Offline Thomas Schönwälder

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Hallo Björn,

ich kann die Fa. Vollstädt Diamant empfehlen. Sie sind Hersteller von Diamantwerkzeugen und ich habe bisher immer eine gute Beratung und die passende Trennscheibe bekommen (Korngröße, Konzentration, Adapterringe ...). Es sind auch Scheiben auf Lager, die nicht in Ihrer Liste stehen und sie können Dir auch mit der Schnitt- oder Arbeitsgeschwindigkeit für ihre Scheiben Auskunft geben. Persönlich benutze ich die bronzegebunden Trennscheiben.

Viele Grüße
Thomas



Offline isbjoern

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Hallo Thomas,

vielen Dank für den Tipp, der ist sicher gut und das werde ich auch machen. Die Firma wurde hier ja bereits mehrfach empfohlen. Ich habe mich bisher noch etwas von der Webseite abschrecken lassen, die sich eher an die professionelle Kundschaft richtet.

Viele Grüße

- Björn

Offline isbjoern

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Hallo zusammen,

zwischenzeitlich konnte ich vom Verkäufer der Säge noch eine Kurzanleitung erhalten und die Fa. Otto Eigner hat freundlicherweise noch einen Originalkatalog des Maschinenherstellers ALGE konsultieren können, dadurch hat sich die Frage nach den "richtigen" Sägeblättern geklärt.

Vom Hersteller werden für diese Säge normale mechanisch gebundene Sägeblätter empfohlen, und zwar soll die hohe Drehzahl für den Einsatz dünner Blätter (0.5 mm, alternativ auch 0.75 mm) besonders geeignet sein. Die Aufnahme bei diesem Modell "S-1" ist übrigens 30 mm.

Viele Grüße

- Björn

 

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