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Silberne Steine aus Wald der (Vor-)Eifel

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Icebreaker93:
Hallo

seit meiner Kindheit, erste Erinnerungen daran setzen vor ca 23 Jahren ein, kenne ich diese stark silber glänzenden Steine aus der (Vor-)Eifel. Nun war ich kürzlich wieder aus nostalgischen Gründen in der Gegend und konnte ein paar kleine Steine mitnehmen und säubern. Diese Steine sind teilweise fest im felsigen Waldboden verwoben mit anderen Gesteinen. Da ich den schönen Wald aber nicht plündern oder abbauen will, habe ich nur ein paar sehr kleine, ohnehin schon lose Brösel eingesammelt, da mich seit meiner frühen Kindheit interessiert worum es sich handelt. Für mich war der Waldweg immer eine Art silbern gepflasterter Weg.. das hatte als Kind schon fast etwas Märchenhaftes.

Es ist klar, dass es nichts wertvolles sein wird, aber mich würde interessieren, was lokal außer den üblichen Edelmetallen so schön glänzt. Man beachte auch die teilweise dunkelbläulichen oder grünen Farbgebungen, die fleckenweise vorhanden sind.

Weiß jemand von euch was das ist? Oder wie man dies herausfinden kann? Ich habe ein zwei "normale" Steine eingesammelt, damit man sehen kann, was dort sonst noch vorzufinden ist. Der etwas rundliche fast schwarze Stein hat eine Art harzfarbenden Kern. Sowas finde ich auch immer sehr spannend. Leider habe ich nicht viel Ahnung von der Materie aber irgendwo muss man ja anfangen :)

Anbei ein von mir erstelltes Video, da der Glanz dort besser sichtbar wird.

https://youtu.be/0h5jS-w5nEM



Vielen Dank :)

Icebreaker93:
Sie wirken nicht magnetisch, allerdings habe ich nur sehr schwache Küchenmagneten zum testen. Aber selbst Krümel mit wenigen Millimeter Durchmesser werden nicht angezogen.

guefz:
Hallo,

auf den ersten Blick sieht das nach Restbeständen aus der Metallverhüttung aus, die zum Wegebau verwendet wurden. Wenn du den Fundort etwas genauer angeben kannst, kann man das mit bereits bekannten Funden anderer Sammler abgleichen und vielleicht etwas genauere Angaben machen.

Günter

Icebreaker93:
Das klingt spannend! Der genaue Fundort ist Langerwehe im Kreis Düren im Waldgebiet, das zu Schloss Merode führt.

Günter Blaß:
Hallo Dennis,
das sind wohl Schlacken vom Elektrowerk Weisweiler. Sie enthalten oft noch Zuschlagstoffe für die Stahlherstellung (Ferromangan, Ferromolybdän, Ferrochrom u.a.). Die Schlacken wurden sehr häufig zur Befestigung von Waldwegen im Staatsforst Wenau verwendet.

In meiner Kindheit wurden mit den noch rotglühenden Schlacken auch kleinere, aufgelassenen Kalksteinbrüche in der weiteren Umgebung (Hastenrath, Werth, Stolberg) verfüllt.
Die Atzenau bei Hamich besteht auch hauptsächlich aus Schlacken des Elektrowerks Weisweiler (Elektrometallurgie Weisweiler).

Gruß aus Eschweiler St. Jöris
Günter Blaß

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