Hallo,
Chrysokoll lässt sich sowohl in Säuren als auch in Laugen/Ammoniak lösen/zersetzen.
Lit: Duthaler & Weiss, "Mineralien reinigen und aufbewahren", Christian Weise Verlag
Es sind ja nicht alle Silikate gleich stabil. Wenn "stabile" Metallkomplexe gebildet werden,
welche die Metalle dem Gleichgewicht entziehen, können manche Silikate aufgeschlossen werden
(so machen es die Pflanzen ja an den Wurzeln auch - hier sind es natürlich
organische Säure-Komplexe).
Mit Salzsäure kann man sich also eine Menge Stufen ruinieren.
Was man jetzt am besten nimmt, ist schwer zu sagen, weil z.B. mit Laugen oder Ammoniak
eventuell Komplexe gebildet werden und was dann in so einer Schwermetall-Soße
mit dem gediegenen Silber passiert, weiss ich nicht. Zum Bleistift:
AgCl + 2 NH
3 -> [Ag (NH
3)
2 ]
+ + Cl
-Ob es ein dem Tetrahydroxo-Cuprat analoges Hydroxo-Argat (oder wie das heisst) gibt,
keine Ahnung (den ganzen Holleman-Wiberg will ich jetzt auch nicht lesen).
Ich würde eher eine nicht oxidierend Säure nehmen, also nicht Schwefelsäre, Salpetersäure
und wahrscheinlich besser kein Essig oder Oxalsäure, von wegen Komplexe.
Also doch Salzsäure. Ist ja auch am ungefährlichsten.
Apropos gefährlich -> Flusssäure

Gar nicht gut!
Erstmal ist AgF sehr leicht wasserlöslich, da reicht eventuell schon ein bisschen
Luftsauerstoff zum "anoxidieren" und schon löst sich die ganze Pracht
in Wohlgefallen auf.
Ausserdem:
Ich pantsche ja auch gerne rum, aber Flusssäure würde ich mich
nicht mal mit einer langen Stange nähern.
Ein Blick in ein besseres Toxikologie-Buch genügt - Fazit:
Als Gurgelwasser vollkommen ungeeignet.

Gruss,
Amir