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Autor Thema: Bericht aus Bonn  (Gelesen 2252 mal)

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Offline Geröllheimer

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Bericht aus Bonn
« am: 18 Aug 22, 01:08 »
Hallo,

dieses Ufo habe ich neulich aus einem Bach gefischt, bei Bonn. Dachte erst, das Material wäre harter Tonschiefer, es ist aber doch etwas härter, kann es mit einer Nadel kaum ritzen. Der Stein ist längs durchgebrochen. Die Vorderseite ist scheinbar geschliffen und poliert. Der Stein wiegt ca. 1300 Gramm.

Der Stein sieht kurios aus, das kommt auf den Fotos leider nicht hundertprozentig rüber.
Der Stein sieht mehr aus wie Steinmetz statt Steinzeit, so ein wenig wie der Abschluss links und rechts auf einer Park-Toreinfahrt, aber dafür ist der rundliche Teil nicht gleichmäßig genug gearbeitet. Es fällt schwer zu glauben, dass es kein Artefakt ist, aber falls ja, was soll es sein, und aus welcher Zeit? Vielleicht irgendeine Dekoration vom Mittelalter bis vielleicht 19. Jahrhundert? Denn ich wüsste nicht, was man in der Steinzeit damit hätte anfangen sollen. Falls man annimmt, dass die Rückseite genauso wie die Vorderseite ausgesehen hat, kommt man auch nicht viel weiter.

Offline vandendrieschen

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #1 am: 18 Aug 22, 02:41 »
Hallo,

dieses Ufo habe ich neulich aus einem Bach gefischt, bei Bonn.
Kann das fliegen? Ist das dann nicht ein UWO? (Unbekanntes Unterwasser-Objekt).

Hast du mal getestet, ob es magentisch ist? Und welche Farbe der Abrieb (Farbstrich) hat?

Offline Lynx

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #2 am: 18 Aug 22, 07:01 »
UFO = Unbekanntes Fund Objekt
oder Unbekanntes fischbares Objekt... :-)

Offline sulzbacher

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #3 am: 18 Aug 22, 09:36 »
Kann das Bronze sein?

Offline Geröllheimer

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #4 am: 18 Aug 22, 17:33 »
vandendrieschen@
Kann das fliegen?

Selbstverständlich kann es fliegen, aber es fliegt immer nur dann, wenn man nicht hinsieht.


sulzbacher@
Kann das Bronze sein?
Schätze, du hast recht. Habe daher den „Stein“ angeschliffen, siehe Fotos. Die Makroeinstellung hat erhebliche Probleme mit diesen glänzenden Stellen gehabt, aber ich denke, man kann auch so erkennen, das es Metall ist. Hätte ich nie gedacht, das dieser „Stein“ keiner ist, das gebe ich zu, denn Farbe und Gewicht passt sehr gut zu dem hier üblichen harten Tonschiefer. Außerdem sieht die gebrochene Rückseite täuschend echt nach Steinbruch aus. Bin aber auch Steinsammler und kein Bronzesammler.

Jedenfalls steht damit fest, das
1. Der Neandertaler bereits den Bronzeguss beherrschte.
2. Der Neandertaler bereits Villen bewohnte und
3. Der Neandertaler die Toreinfahrten zu seinen Villen mit Bronzedeko krönte.

Offline jkstar

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #5 am: 19 Aug 22, 07:15 »
Hallo, ich würde das Stück mal einem örtlichen Museum vor Ort in die Hand geben, vielleicht haben die jemand der sich damit auskennt. Eventuell ist das Stück älter als man denkt.

Gruß,Julian

Offline Geröllheimer

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #6 am: 26 Aug 22, 23:48 »
Hallo Miteinander,

noch ein kleiner Nachtrag. Habe heute im gleichen Bach bei Bonn, nur 100 Meter weiter, ein weiteres Bronzestück gefunden, siehe Bilder, in der rundlichen Struktur nicht ganz unähnlich dem ersten Bronzefund (siehe Anfangsbeitrag). Und wie beim ersten mal habe ich (ich gebe es zu) beim Finden nicht registriert, das es Bronze ist, hielt das für einen interessant geformten und gemaserten Stein, den ich zwecks späterer Untersuchung in den Rucksack steckte - wenn Bronze erstmal 3000 Jahre herumliegt, ist sie verteufelt schwer von Gestein zu unterscheiden. Hatte zu Hause erst nach Anschleifen Gewissheit.
Gut, die Sache ist nicht sehr spektakulär, aber ich frage mich, ob es sich bei diesen Funden damals einfach bloß um Bronzeschlacke gehandelt hat. Ob also diese Klumpen damals in der Bronzezeit vielleicht verhüttungstechnisch keinen weiteren Wert gehabt haben, ergo wertlose Bronzeschlacke gewesen sind, die einfach weggeworfen wurden. Dann müsste es allerdings auch anderswo Funde von Bronzeschlacke geben. Gibt’s das?

Gruß

Offline Geröllheimer

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #7 am: 26 Aug 22, 23:50 »
Hier nochmal eine andere Perspektive.

Offline stoanklopfer

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #8 am: 27 Aug 22, 06:37 »
Warum Bronzezeit? Bronze gibt es bis heute. Das Ding kann von irgendwann sein! Außerdem ist "Bronze" bisher nur eine Mutmaßung und in der Diskussion durch nichts belegt worden.

Volkmar

Offline guefz

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #9 am: 27 Aug 22, 09:16 »
Es wäre auch interessant, aus welchem Bach die Stücke stammen. Dann könnte jemand, der sich dort auskennt, das mal mit der Historie der Gegend abgleichen. Ohne weitere Informationen bleibt das wildes Raten.

Offline Geröllheimer

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #10 am: 27 Aug 22, 14:48 »
@stoanklopfer
Warum Bronzezeit? Bronze gibt es bis heute.

Richtig. Falls es Bronze ist, könnte es z. B. Bronzeschlacke aus dem Glockenguss sein, dann ist das Zeug vielleicht nur 100 oder 200 Jahre alt.


@stoanklopfer
Außerdem ist "Bronze" bisher nur eine Mutmaßung und in der Diskussion durch nichts belegt worden.

Das stimmt. Aber welches Metall soll es sonst sein? Das Metall ist ziemlich hart, das Anschleifen daher ziemlich mühsam. Kupfer fällt daher aus der Wahl (leider auch Silber oder Gold). Eisen ist es nicht, es gibt keinerlei Anzeichen für Rost. Stahl würde nicht diese dunkle Patina entwickeln, die ja doch ganz typisch ist für alte Bronze, die der Witterung ausgesetzt ist. Aber gleichzeitig hat diese Metallknolle große hellere Flächen, die beim Bronzeguss, zu mindestens beim Kunstbronzeguss, ganz unerwünscht gewesen wären. Beim Werkzeugbronzeguss wäre das allerdings egal.


@guefz
Es wäre auch interessant, aus welchem Bach die Stücke stammen.
Wie ich dort schon öfter festgestellt habe, ist der Bach jetzt schon für manche Leute allzu interessant. Er muss wirklich nicht noch interessanter werden.


@guefz
Ohne weitere Informationen bleibt das wildes Raten.
Ich weiß nicht, warum meine obige einfache und klare Frage, ob jemand schon mal Bronzeschlacke gefunden hat, „wildes Raten“ ist. Denn dann könnte man vergleichen.

Offline jürgen lange

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #11 am: 27 Aug 22, 16:03 »
Auf der rechtsrheinischen Seite von Bonn (Bonn-Beuel) gibt es eine Bronzegießerei seit 1999. Vielleicht hatten die ja Vorläufer?


Schönes Wochenende Jürgen L.

Offline vandendrieschen

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #12 am: 27 Aug 22, 16:18 »
Auf der rechtsrheinischen Seite von Bonn (Bonn-Beuel) gibt es eine Bronzegießerei seit 1999. Vielleicht hatten die ja Vorläufer?


Schönes Wochenende Jürgen L.
Richtig. Falls es Bronze ist, könnte es z. B. Bronzeschlacke aus dem Glockenguss sein, dann ist das Zeug vielleicht nur 100 oder 200 Jahre alt.
Oder nur 20 Jahre. Kann daher rechnerisch auch Bronzeschlacke von 1999 sein.

Ich weiß nicht, warum meine obige einfache und klare Frage, ob jemand schon mal Bronzeschlacke gefunden hat, „wildes Raten“ ist. Denn dann könnte man vergleichen.
Weil das nunmal bloßes Raten ist. Anhand Bilder kann man nichts genaues sagen. Dann vergleiche deine Stücke, wir können das nicht. Darum gibt es den Einsteigerguide, den man sich zuerst zu Gemüte führen soll. Nicht jede einfache Frage führt auch zum Ziel Und klar und einleuchtend sind die meisten Bestimmungsfragen die hier gestellt werden, keineswegs. Wir geraten immer in das gleiche Fragen-Antwortenkarussell.
« Letzte Änderung: 27 Aug 22, 16:28 von vandendrieschen »

Offline vandendrieschen

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #13 am: 27 Aug 22, 16:27 »
Kupfer fällt daher aus der Wahl (leider auch Silber oder Gold).
Wieso fällt Kupfer bei Bronze aus? Bronze besteht aus 60 Prozent Kupferlegierung. Wenn das nicht zutrifft, ist es was anderes.
-reines Kupfer ist weich
-Bronze weist dagegen eine hohe Festigkeit und Härte auf. Außerdem ist Bronze sehr korrosionsfest, sowie meerwasserbeständig und hat eine gute Leitfähigkeit für Wärme.

Trifft das oben nicht zu, kann es auch Messing sein.
-Messing hat eine mattgoldene Oberfläche. Die Farbe von Messing kann je nach der der Legierung zugesetzten Zinkmenge von rot bis gelb variieren.

Viele Grüße
Juliane

Offline Geröllheimer

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Re: Bericht aus Bonn
« Antwort #14 am: 27 Aug 22, 17:24 »
@vandendrieschen
Weil das nunmal bloßes Raten ist. Anhand Bilder kann man nichts genaues sagen.

Aha. Seltsam, das dann hier im Forum seit vielen Jahren jeden Tag x Bilder gepostet werden, zu denen seit vielen Jahren x Leute ununterbrochen Genaues sagen können und das auch tun. Sollte dir diese geringfügige Forumseigenschaft entgangen sein? Macht nichts, jedem entgeht mal etwas. Mir auch. Dauernd.



@vandendrieschen
Darum gibt es den Einsteigerguide, den man sich zuerst zu Gemüte führen soll.

Schau an, es gibt also immer noch Leute, die glauben, weil man ein Forum erst seit kurzem besucht, wäre man Einsteiger. Erstaunlich und lustig. Als nächstes kommt dann wohl der angebliche Zusammenhang zwischen Kompetenz und Beitragszahl. Ach wenn es doch nur so wäre, denn die Welt wäre dann eine bessere.



@vandendrieschen
Wieso fällt Kupfer bei Bronze aus? Bronze besteht aus 60 Prozent Kupferlegierung. Wenn das nicht zutrifft, ist es was anderes.
-reines Kupfer ist weich
-Bronze weist dagegen eine hohe Festigkeit und Härte auf. Außerdem ist Bronze sehr korrosionsfest, sowie meerwasserbeständig und hat eine gute Leitfähigkeit für Wärme.
Trifft das oben nicht zu, kann es auch Messing sein.
-Messing hat eine mattgoldene Oberfläche. Die Farbe von Messing kann je nach der der Legierung zugesetzten Zinkmenge von rot bis gelb variieren.


Ich kann den Sinn dieses Beitrags trotz wiederholten Lesens nicht erkennen. Bronze besteht auch nicht aus „60 Prozent Kupferlegierung.“ Erstens ist Kupfer selbstverständlich keine Legierung, sondern ein chemisches Element. Zweitens ist der Kupfergehalt von Bronze schwankend, abhängig von Zeit, Ort und Zweck des Bronzegusses. Du weißt einfach nicht, wovon du sprichst – trotzdem sprichst du. Das werde ich nie verstehen. Muss ich aber auch nicht.



@vandendrieschen
Trifft das oben nicht zu, kann es auch Messing sein.

Wie man oben klar sieht, sind die Anschliffe fast reinweiß, Messing kommt daher nicht in Frage. Oder sollten unsere Vorfahren etwa das Geheimnis gekannt haben, weißes Messing zu gießen? Dann allerdings durfte beim Einschmelzen kein Zink ins Kupfer gegeben worden sein, und dann wäre der Guss auch kein Messing geworden. Verflixte Metallurgie!


Also nochmal: Hat mal jemand Bronzeschlacke gefunden? Zum Vergleich mit obigen Bildern.

 

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