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Autor Thema: Quarz  (Gelesen 1492 mal)

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Offline MyHome

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Quarz
« am: 04 Nov 22, 22:19 »
N'abend,

ein anderer Fall, bei dem mir die Form so noch nie vorgekommen ist.
Härte 7, keine Reaktionen mit HCL ersichtlich.
Ich würde sagen es ist Quarz, aber in der Form? Das Mineral umschließt einen kompletten Hohlraum und hat nach innen flache, kleine Kristalle gebildet. Deren Form kann ich mit meinen Mitteln nicht wirklich erkennen, ohne dass ich etwas aufbrechen würde. Eine Druse im "klassischen" Sinn ist es aber auch nicht, weil hier das Muttergestein drum herum wäre, wie man es sonst kennt.
Kurzum: Ist jemandem solch eine Drusenform von Quarz schon einmal untergekommen?

Die Dichte liegt bei ca. 2,2g/cm³. Mit meinen Haushaltsmitteln (+Toleranz) ist das schon recht nahe bei den 2,65g/cm³ für Quarz.

Grüße,
Richard
« Letzte Änderung: 04 Nov 22, 22:29 von MyHome »

Offline Mineralroli

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Re: Quarz
« Antwort #1 am: 04 Nov 22, 22:38 »
Ist eine Quarzperimorphose, wahrscheinlich nach Calcit xx

Offline skibbo

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Re: Quarz
« Antwort #2 am: 05 Nov 22, 10:55 »
Muss nicht zwingend eine Perimorphose sein, es kann sich auch um eine "simple" Quarzdruse ohne Matrix handeln.

Offline ruebezahl

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Re: Quarz
« Antwort #3 am: 05 Nov 22, 14:04 »
Glück auf,

Nun ja, der Hohlraum ist schon ziemlich rechteckig. Oberflächenenergetisch ist das am zwanglosesten als Perimorphose erklärbar. Da tippe ich aber eher auf etwas Orthogonales, also kubisch bis orthorhombisch.

VG
Uwe

Offline MyHome

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Re: Quarz
« Antwort #4 am: 06 Nov 22, 19:02 »
N'abend,

das ist genau meine Frage: eine Quarzdruse ohne Matrix, macht das Sinn? Habe ich bislang noch nie gesehen.

Uwe: Kannst du mir den Zusammenhang zwischen der Form des Hohlraums und der Kristallstruktur bitte kurz erklären? -> Kann man an der "Dreiecksform" ableiten, welches Mineral im Inneren war und abgebaut wurde ?
Ich habe nochmal eine Frontalansicht gemacht, falls das hilft.

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildanzeige?pict=1452528597
Wenn ich mir das hier aber anschaue, könnte was dran sein...

Offline ruebezahl

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Re: Quarz
« Antwort #5 am: 06 Nov 22, 20:58 »
Glück auf,

Gewinkelte Hohlraumgrenzen sind energetisch ungünstig, sollten daher vorgeformter Natur sein, deswegen die Ansprache als Perimorphose von Quarz nach ***

Mir scheint das weiters ein rechtwinkliges Dreieck zu sein, das widerspräche trigonaler Symmetrie zwar nicht grundsätzlich, dann wären Kristallform des verschwundenen Minerals und diese Querschnittsproportionen aber recht speziell.

Das ursprünglich von  Quarz umschlossene, weggelöste Mineral sollte daher mit viel höherer Wahrscheinlichkeit dem entweder kubischen, hexa/tetragonalen oder zumindest orthorhombischen, allenfalls auch dem monoklinen Kristallsystem angehört haben.

Die Dreiecksform rührt wohl daher, dass ein Teil des Hohlraums diskordant mit weiterem Quarz ausgefüllt wurde oder der weggelöste Kristall aufgewachsen und unvollständig war.

Nach was dieser Quarz perimorph ist, bleibt allerdings Spekulation, über den Fundort könnte man das evtl. näher eingrenzen.

MfG
Uwe

« Letzte Änderung: 06 Nov 22, 21:55 von ruebezahl »

Online Chrisch

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Re: Quarz
« Antwort #6 am: 06 Nov 22, 23:01 »
Ist mir alles zu konstruiert, weil die Form zu unregelmäßig bzw. bei der Bildqualität nicht erkennbar: für mich ist das einfach Quarz, der in einem Hohlraum auf irgendetwas anderem aufgewachsen ist, was entweder weggelöst oder einfach mechanisch abgetrennt ist. Also auf der Außenseite nach irgendwelchen Kristallnegativen suchen! Quarzdrusen ohne Matrix sind nichts außergewöhnliches.

Gruß Chrisch

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Re: Quarz
« Antwort #7 am: 07 Nov 22, 11:45 »
Moin,

also die Matrix außen herum ist "weg". Gestern habe ich dann noch versucht die Negativstruktur mit Knetmasse zu bekommen, was aber aufgrund der sehr zähen Masse nicht wirklich gelingen wollte. Auffällig waren hier die flachen, rechteckigen Abdrücke im Quarz.
Weil man die Abdrücke von der "Matrix" auf Fotos so schlecht erkennen kann, habe ich sie noch einmal nachgezogen.
Aber ich befürchte, dass das nicht weiter hilft, außer man hat das Stück selbst in der Hand.
-> Quarz ist notiert. Das war ja auch meine eigentliche Frage  ;) Den Rest werden wir wohl so nicht klären können, denke ich. Aber wieder was gelernt  :)

Grüße,
Richard

 

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[erledigte Bestimmungen / completed determinations] Re: Koslenz ??? / FO nicht zuordenbar von Bruno80090 07 Feb 26, 18:29