Als Stiftungskapital würde ich von meinem Privatvermögen 2000€ zur Verfügung stellen.
Spätestens an diesem Punkt bekäme ich ein schlechtes Gewissen dir gegenüber.
Ich bin definitiv nicht lange (zeitlich und inhaltlich) genug dabei, um mich zum
'harten Kern' dieser Gemeinschaft zu zaehlen. Einige Forum-Postings, Gedanken-
austausch, im Lexikon zumindest derzeit eher als Tippfehler-Jäger als als Beitragender
zu neuen Inhalten unterwegs. Wenn du dann noch zusaetzlich zu den bereits von dir
uebernommenen Kosten (Domain, Server) und deiner nicht weniger kostbaren Zeit auch
noch eine nicht gerade geringe Summe deines Privatvermoegens beisteuern willst,
faende ich das zwar ziemlich bewundernswert, aber so ein 'Geschenk' sollte die Gemein-
schaft nicht von einem Einzelnen annehmen.
Gehen wir das Ganze mal etwas vorsichtiger an...
Gewuenscht ist offenbar die Bildung einer 'juristischen Person', die das Projekt an sich
von der Verantwortlichkeit einer einzelnen Person entkoppelt und die Verteilung der
zwingend notwendig zu erledigenden Aufgaben (Kassenwart, administrative Betreuung, ..)
an mehrere Personen gewaehrleistet.
Papierkrieg und Sitzungen mit verpflichtend persoenlicher Anwesenheit wollen wir
so weit wie moeglich vermeiden - schon aufgrund der geographischen Verteilung der
Teilnehmer sind regelmaessige Treffen quasi ausgeschlossen (es sei denn, man waehlt
saemtliche offiziellen Vertreter aus einer bestimmten Umgebung, was aber wiederum einen
Wechsel des Amtsinhabers unnoetig schwierig gestalten wuerde).
[ Hier waere vor allem zu klaeren, welche Rechtsformen eine derart dezentrale Organisation
zulassen. ]
Finanzierung: Die Gesellschaftsform muss zwingend selbsttragend sein, d.h. Finanzierung
durch 1. Sponsoren (bei entsprechender Gegenleistung in Form von Werbung, Sonder-
konditionen fuer 'Mitglieder', ..), 2. durch zu erhebende Mitgliedsbeitraege zwecks Deckung
der anfallenden Unkosten (Bereitstellung von Mehrwertdiensten fuer Mitglieder vermutlich
notwendig, warum sollte man sonst Mitglied werden?) und 3. Spenden. Gerade fuer Sponsoren
und Spender ist vermutlich eine steuerliche Verwertbarkeit ihrer Beitraege zur Gemeinschaft
zweckmaessig, insbesondere in Bezug auf die Anwerbung neuer Sponsoren ("Spenden Sie
uns, sie koennen das auch absetzen.."). Ein Verwendungszweck fuer auftretende Finanzueber-
schuesse sollte vornherein klar definiert werden.
Fuer mich klingt das bisher nach einem gemeinnuetzigen e.V., aber ich bin in der Hinsicht nicht
bewandert genug, um mir ein Urteil erlauben zu koennen.
Mit der Bitte um zweckmaessige Ergaenzungen/Korrekturen,
- Sebastian