Fossilien / Fossils / Fósiles > Thüringen

Verkieselter Aschetuff von Modelwitz/Priefel - Kieseltorf

<< < (2/3) > >>

jlies:
Das Stück von Sylvio gehört im Prinzip mit zum Hornstein, der um Modelwitz/Priefel gefunden werden kann und ist verkieselter Asche-Tuff. In der Abfolge liegt der schwarz-rötliche Hornstein unter dem ockerfarbenen Tuff, wobei der Hornstein eher sedimentären Ablagerungen in einem Gewässer entspricht und der ockerfarbene verkieselte Tuff den Ascheablagerungen in diesem Gewässer nach dem Ausbruch des Vulkans.
So habe ich es gestern von einem lokalen Sammler erklärt bekommen.

Aber nochmal zurück zum ursprünglichen Thema der "Vulkanbomben": In einem früheren Beitrag wurd von sehr ähnlichen Kugeln aus St. Egidien gesprochen. Hat jemand solche Kugeln und könnte hier mal Bilder posten? oder ging es da tatsächlich nur um die grün-rot-gefärbten Thundereggs von dort?

Danke und VG, Jörn.

Sargentodoxa:
Hallo Jörn
Schau dir doch mal genau das Foto von Silvio an. Es handelt sich dort um stark laminierten farbigen Kieseltorf. Max (Felsenmammut) war schon mit der Frage nach Holzresten auf der richtigen Spur. Man muss sich solche Sachen intensiv und genau unter dem Bino anschauen, ob noch etwas von Pflanzenzellen zu erkennen ist. Meist eben nur Pflanzenstruktur wie auch bei den meisten Sachen aus der benachbarten Kg. Nobitz.
Werner aus der Lausitz

jlies:
Hallo Werner,

du würdest das gesamte Stück als Kieseltorf bezeichnen? Das hieße, das sich auch hier die einzelnen Lagen aus Pflanzenmaterial aufgebaut haben (ähnlich wie bei den verfalteten Lagen aus Nova Paka)?

Mir liegen einige Stücke dieses Materials vor, Pflanzenreste konnte ich in ihnen noch nicht erkennen, habe aber auch schon Stücke mit sehr schönen Pflanzenachsen und Samenkapseln von dort gesehen.

Kannst du etwas zu sedimentärer Bildung ja/nein sagen?

Schaust du eigentlich mit einem 20fach Bino, oder empfiehlst du dafür eine stärkere Vergrößerung?

VG Jörn

Sargentodoxa:
Hallo Jörn
Genau das wollte ich damit sagen. Da mein Augenmerk nur dem pflanzlichen Inhalt gilt, kann ich über Bildung nichts sagen. Aber einige Literaturhinweise hab ich ja immer mitgeschrieben.
Meist sind es aber nur Geröllfunde und somit leider wenig aussagekräftig. Z.B. in der Kg. Nobitz waren diese permischen Hornsteine schon im Eozän (Tertiär) umgelagert worden. (lt. Dokumentation der Kiesgrube)
Werner

Mineraliensylvio:
Ich hätte hier noch ein deutlich besseres Foto von einem geschliffenen Stück.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln