Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Bestimmungsanfragen zu Schlacken/Gläsern/Kunstprodukten
Was könnte das sein?
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helga:
Hallo, im letzten Sommer habe ich bei einem Spaziergang auf einem Feldweg einen Stein entdeckt, der nur 3 cm groß und dabei 56 g schwer ist. Er ist auch stark magnetisch (also nicht selbst magnetisch, sondern wird stark angezogen). Er ist zum Teil silbrig und schwarz und rostig. Könnte das Schlacke sein? Vor allem, welches Metall ist der silbrige Anteil? Kann mir da jemand weiterhelfen?
LG Helga
Kupperdroll:
Hallo,Helga!
Auch hier ist es schwer,aus der Ferne genaueres zu sagen,Stichwort Einsteigerguide.Wo ist denn der Fundort genau ?Gibt es dort mehr von diesem Material ?
Ich würde es erstmal als ein techn. Produkt deklarieren.Ob nun Schlacke oder ein Zwischenprodukt oder techn. Zuschlagsstoff,kann so nicht ermittelt werden.Auf Grund deiner Beschreibung,würde ich den silbrigen Anteil als Eisen deklarieren.Es wird aber ein Streitobjekt sein.
helga:
Hallo Klaus, vielen Dank für Deinen Hinweis. Bei dem silbrigen Anteil dachte ich eigentlich nicht an Eisen (aber ich habe keine Ahnung, sonst hätte ich nicht gefragt), weil nur ein Teil des Steins wie Rost aussieht. Aber ich weiß nicht, wie unbehandeltes Eisen aussieht.
Nun zum Fundort: Da ich nur dort unterwegs bin, wo ich auch zufuß hinkomme, gibt es keine solche Fundstelle, wie Du das vielleicht vermutest. Alle Steine, die ich gefunden habe und die ich finde sind von Feld- oder Wegrändern in Mönchengladbach. Manchmal sind noch andere Steine da, manchmal nicht. Je nachdem, was man dort hingeschüttet hat. Selbst am Rand von Feldern findet man kaputte Kacheln, Schlacke, kaputte Ziegelsteine, Schutt usw. und daneben auch Steine. So richtig schön finde ich das nicht, was man da hinschüttet. Aber das scheint heutzutage üblich zu sein.
Diesen Stein habe ich auf dem Weg gegenüber von einem Feld unter einem Baum gefunden. Und zwar zwischen Ritterstraße und Schloss Rheydt. Es war kein anderer Stein in unmittelbarer Nähe zu sehen.
VG Helga
Kupperdroll:
Hallo,Helga,
Deine Fundortangabe bestätigt den allg. Verdacht des ,salopp gesagt,Wegebaus.Dafür ist das Material tauglich und passt ,mit dem anderen,zusammen.Woher nun genau,wird nie ermittelt werden können.Aber das Ruhrgebiet war doch eine Hochburg der Fe-Metallurgie und könnte somit Lieferant der Schlacken sein.
Auf Eisen komme ich laut deiner Beschreibung.Bei der Verhüttung von Cu-Schiefer setzte sich in den alten Schlackekästen oft Eisen(in Form von Linsen) ab.Auch auf den Schlackehalden,wo die Schlacke flüssig verstürzt wurde gab es Eisenabscheidungen,die,fälschlicherweise,als "Eisensauen" bezeichnet werden.Dort gibt es die ,von dir beschriebenen, Farben auf der Oberfläche.Untersuchungen ,von dem silbrigen Material, ergaben Fe-Gehalte von 50-75%.Und der von dir beschriebe Magnetismus,tritt ebenfalls auf.Ob es diese Stufe in der Eisenverhüttung so gibt,kann ich nicht sagen.Da kenne ich mich nicht aus.
MfG
helga:
Das ist ja sehr interessant. Vielen Dank.
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