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Granitsteinbruch bei Roding: Turonaufschluss

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Palatinat:
Ja, das ist er.

Dass da offensichtlich keiner reingeht, kann ich verstehen ob der 'Leerheit' (und, wenn es Sonne hat wie bei unserem Besuch, irrsinnigen Hitze weil das Gestein sich dermassen mit Wärme auflädt...).

Waren denn die Lebensbedingungen für Ammoniten dort so schlecht bis unmöglich? Oder wurden deren Überbleibsel schlichtweg so verdrückt und verschert, dass deswegen nichts mehr da ist.... ?




In der Nähe, bei Obertrübenbach, gibt es wohl einen verwandten Miniaufschluss, eine Kreidetransgression. Ist aber ein Geotop und zum Rumgraben tabu.

rapplerEx:
meinst Du Obertraubenbach???

Palatinat:
https://www.roding.de/freizeit-kultur-und-tourismus/freizeit-und-kultureinrichtungen/sehenswertes/geotop-obertruebenbach


ps: ein Kollege war da vor kurzem und meinte, dass die Stelle ziemlich zugewachsen sei. Wie es halt so ist: erst legt man was aufwendig frei, und dann kümmert sich niemand mehr.

Palatinat:
Mmmh, ich hätte mir jetzt doch etwas mehr an Konversation erwartet.... . immerhin bisher rund 1000 Anklicks, was ich für ne Menge halte...



Geomaxx:
Ja mei,
zu Obertrübenbach gibt's eigentlich nicht viel zu schreiben, ist halt ein schöner Aufschluss zum kreidezeitlichen Transgressionshorizont, also eher was für "klassische Geologie", paläontologisch gibt es in Teilbereichen schon eine interessante Küstenfazies mit allerlei Getier und natürlich einer vielseitigen Mikrofauna. Zur Regensburg-und Eibrunn-Formation hab ich in meinem ersten Post ja schon was geschrieben, drüber lagert noch die sandige Winzerberg-Formation.
Zur Mikropaläontologie gibt's einiges in der Bayerischen Staatsbibliothek, digital die schon etwas angestaubte Bearbeitung der Mikrofauna der oberpfälzer Kreide von J.G. Egger (1908), guckstu https://www.zobodat.at/pdf/Ber-Naturwiss-Ver-Passau_20_0001-0075.pdf, die Viecherl haben aber in der Zwischenzeit z.T. neue Art- und Gattungsnamen bekommen..
Zudem gibt es einen Exkursionsbericht im Vorfeld des 10ten Internationalen Kreide-Symposiums, Wien 2017, in dem unter anderem der Aufschluß Obertrübenbach und sein für den geologisch Interessierten durchaus interessantes (für Dein kollega offensichtlich langweiliges) Schichtprofil genauer beschrieben wird:
Guckstu https://www.zobodat.at/pdf/BerichteGeolBundesanstalt_121_0001-0115.pdf

Hoffe, Deiner Ungeduld in puncto Konversation einen Riegel vorgeschoben zu haben, ein zeitnaheres Antworten war mir leider nicht möglich, da ich tatsächlich noch was anderes zu tun habe ;)
Grüßle und Glück Auf,
GEOMAXX

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