Hallo Kay,
ich habe von 1995 bis 2005 bei Holcim (damals hießen sie noch Alsen-Breitenburg Zementwerke) in Lägerdorf gearbeitet und das Stück von einem Kollegen mit der Fundortangabe Saturn erhalten.
Die Grube Heidestraße (also das Areal, das westlich der ehemaligen lägerdorfer liegt) kann man mit Sicherheit als Fundstelle ausschließen.
Die Grube Heidestraße wurde, wenn ich mich richtig erinnere, erst ab ~2000 im Rahmen mehrerer Erweiterungen erschlossen.
Ich selbst habe in der Grube Saturn nie erfolgreich gesammelt (vielleicht waren die fündigen Horizonte schon abgetragen?),
kann aber sagen, dass alle Funde, die ich im Bereich der Gruben: Schinkel, Dammann und Heidestraße gemacht habe, sich grundsätzlich von dem abgebildeten Stück unterscheiden.
Meine persönlicher Erfahrung unterstreicht also die Angaben des ehemaligen Kollegen. Ich bleibe somit dabei, dass Saturn der richtige Fundort ist,
habe aber nichts dagegen, wenn das Stück unter Grube Saturn, Kronsmoor "firmiert".
Grundsätzlich sollte man sich die Frage stellen, ob das Differenzieren bis zur kleinsten kommunalpolitischen Einheit sinnvoll ist.
Ein Blick auf eine Karte mit Gemeindegrenzen zeigt, dass die Grube Saturn zu gleichen Teilen auf dem Gebiet der Gemeinden Kronsmoor und Breitenburg liegt.
Bei der Grube Heidestraße ist es so, das etwa 1/3 der Fläche zum Gebiet der Gemeinde Münsterdorf zählt.
Ein sinnvoller Ansatz benachbarte und geologisch zusammenhängende Fundstellen strukturiert zu organisieren, wäre aus meiner Sicht, die "Lägerdorfer Kreidegruben"
zusammenhängend unter der Verbandsgemeinde Breitenburg zu führen.
Zu dieser Verbandsgemeinde gehören u.a. die Ortschaften Lägerdorf, Kronsmoor, Münsterdorf und Breitenburg.