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Fotowettbewerb "künstliche Stufen bzw. Fälschungen"

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Ferdl:
Servus,

eine kleine Fälschung von der Johanneszeche, Fichtelgebirge.
Pseudomorph. nach Quarz
schön fein geschnitzt aus Talk
Größe 4 x 4 cm

Gruß
Ferdl

grauerstar:
Ich möchte ebenfalls zwei Fälschung zeigen.

grauerstar_1: Kupfer auf Matrix geklebt von der Taknar Copper mine im Iran, Größe: 7,5 x 3,5 x 1,5 cm
grauerstar_2 & 3: Vorder- und Rückseite einer Antimonitstufe aus Rumänien, ebenfalls geklebt; Größe: 10 x 5 x 5 cm

Robert

Haubi:
Bei diesem interessanten Thema will ich mich auch mal wieder beteiligen.

Nr.1 : ich beginne mit einem Klassiker, in einer alten Sammlung aus den 1930er Jahren fand sich eine hübsche Kleinstufe "ged.Silber xx von Schneeberg/Erzgeb."
Auf einem Stück Quarz ist eine Akanthit/Argentitkristallgruppe (evtl. pseudomorph nach Silber) sehr ästhetisch aufrecht stehend mit einer ockerfarbigen gipsartigen Masse in eine kleine Spalte eingeklebt.
Womöglich stammt beides sogar aus Schneeberg, die Montage ist aber doch sehr auffallend und dilletantisch gemacht. Zudem haben sich die "Silberkristalle" mit der Zeit gelockert und wackeln bedenklich...  Größe ca. 35 x 25 mm

Nr.2 : das wird mal ein Klassiker, Chromalaunkristalle perfekt gezüchtet auf ein Stück richtiges Gestein (nicht aufgeklebt !). Im Handel wurde dieses Stück an einen unbedarften Hobbymineraliensammler als "Fluorit aus Rußland" verkauft.
Größe des Stückes ca. 40 x 20 mm, der größte Kristall hat eine Kantenlänge von 15 mm.

Nr.3 : auch dieses hübsche Ding ist Fake: Dieser vermeintliche "Rhodochrosit aus Südafrika" entpuppt sich in Wirklichkeit als künstlicher Zinkit, vermutlich aus Polen. Größe ca. 20 mm, Kristalle sind ~ 5 mm groß.

Glückauf und Augenauf beim Mineralienkauf wünscht Haubi

Hintpete:
Hier eine dreiste Fälschung, die ich von einem chinesischen Händler bei den Mineralientagen München 2010 bekommen habe. Habe sie wegen der kuriosen Zusammenstellung mitgenomen.

steinfroilein:
Bei diesem interessanten Thema möchte auch ich mich gerne beteiligen.
Hier meine 3 Vorschläge:

steinfroilein 01 - rekristallisiertes Siliciumcarbid (RSiC) als Kristallstufe nach dem Acheson-Verfahren
Hatte beruflich mit Luxcera* zu tun und wollte auch informativ die "Vorstufe" davon sehen.
*Luxcera ist eine innovative Hochleistungskeramik und dient als rekristallisiertes Siliziumcarbid (RSiC) u.a. auch als Schmuckstein-Besatz, bekanntgeworden auch durch das Schmucklabel Montblanc als Manschettenknopfsteinbesatz und in einem Designerwettbewerb als "Sternenstaub". Der Schmuckstein selbst wurde 2006 erstmals vorgestellt.  Rekristallisiertes Siliciumcarbid dürfte meines Wissens nach nur selten als Stufe im Handel erhältlich sein. Hatte ich 2015 direkt vom Züchter bzw. dessen Vertrieb erworben.

steinfroilein 02 - Verneuilsynthese, synthetisch Spinell grün Erinit rd. fac. 18,00 mm geschliffen aus einer Verneuilbirne.
Die Verneuilbirne stammt von RSA le Rubis und wurde geschliffen von Dalloz Lapidaire Industrie SA Septmoncel/France.

steinfroilein 03 - Cubic Zirconia, künstliches Produkt, KSZ = kubisch (yttrium) stabilisiertes Zirconiumoxid aus dem Kalttiegelverfahren (skull-melting method) als Einkristall (Teilstück) und geschliffen, facettiert sowohl als Kleinware 1,00mm bis hin zum damals zum Zeitpunkt des Erwerbs größtmöglichen 60mm Rundschliff und Tropfenschliff 50x25mm, Extraanfertigung auf meinen Wunsch für Vitrinenzwecke.

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