Der zweite Fund ist wirklich eigenartig, keiner der Fachleute konnte bisher etwas anfangen damit. Das nur schwach kantengerundete Stück besitzt 3 längere Seitenflächen, alle 45mm lang. Es stammt aus der Kiesgrube Saalhausen in Südbrandenburg, wo sowohl nordische Geschiebe als auch Elbgerölle vorkommen. Als Geschiebe ist mir so etwas noch nicht untergekommen (was nichts heißen muss).
Zwei Seiten zeigen ovale Anschnitte eines Fossils; um längliche Kernbereiche ist teilweise eine Zellentextur erkennbar, die sich um 90 Grad gedreht offensichtlich in Gestalt von Röhren fortsetzen. Was könnte das denn sein - Korallen (eher fraglich), Kieselalgen? HCl-Test negativ. Zwischen den einzelnen Aggregaten ist eine dichte und glasglänzende Masse als "Zwickelfüllung" erkennar. Kennt jemand Vergleichbares, z.B. aus der Sächsischen Kreide?
Grüße,
Karlov