https://www.lithomania.dehttps://www.mineral-bosse.deDie 60. Rhein-Neckar-Mineralienbörse

Autor Thema: Sphaghnum-Torf  (Gelesen 1656 mal)

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline Lexikon

  • Neuer User ohne Beiträge
  • Beiträge: 0

Offline Stefan

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 11.327
  • Kleine Funde, große Geschichten
    • Mineralienatlas - Fossilienatlas
Sphaghnum-Torf
« Antwort #1 am: 10 Sep 23, 16:07 »
Die Unterteilung von Torf ist biologisch sicher von Bedeutung.

Macht dies im geologischen Umfeld Sinn? Sphaghnum-Torf als Gestein anzulegen wirkt für mich erst mal falsch.
Gibt es hierzu andere Meinungen?

Viele Grüße
Stefan

Offline vandendrieschen

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.032
  • ⛏(❛ .❛ ✿)
Re: Sphaghnum-Torf
« Antwort #2 am: 10 Sep 23, 19:37 »
Zitat

Macht dies im geologischen Umfeld Sinn?
Nein. Nur dass Torf aus Torfmoosen, die im Bereich von Hochmooren bis zu 4 m mächtige Torflager aufbauen.

Offline giantcrystal

  • ******
  • Beiträge: 2.356
Re: Sphaghnum-Torf
« Antwort #3 am: 11 Sep 23, 00:01 »
Kaustobiolithe...? oder eher Mineraloide ??

Glückauf

Thomas

Offline Stefan

  • Administrator
  • *****
  • Beiträge: 11.327
  • Kleine Funde, große Geschichten
    • Mineralienatlas - Fossilienatlas
Re: Sphaghnum-Torf
« Antwort #4 am: 11 Sep 23, 00:24 »
Kaustobiolithe...? oder eher Mineraloide

Das ist eher nicht die Frage. Vielmehr ist die Frage ob wir nach bestimten "Torf-Arten" unterscheiden. Hochmoore und Niedermoore haben sicher eine andere Zusammensetzung. Ich denke nur dies geht etwas zu weit und hat vielleicht weniger etwas mit Geologie als mit Botanik zu tun. Interessant könnte es werden wenn bestimmte Mineralien nur in bestimmten  Torfumgebungen vorkommen. Ein Refikit oder Fichtelit wird wohl weniger in einem "Sphaghnum-Torf" zu finden sein.

Grüße
Stefan

Offline felsenmammut

  • ******
  • Beiträge: 1.391
Re: Sphaghnum-Torf
« Antwort #5 am: 11 Sep 23, 03:41 »
Glück Auf!

Es gibt Argumente dafür und dagegen, Torfe nach der biologischen Hauptkomponente zu unterscheiden. Überträgt man die Argumente auf andere Gesteine, ist es leicht Widerspüche und Inkonsistenzen zu finden. Ursachen dafür sind oft historisch begründet, da zu keiner Zeit alles Wissen vorlag, um ein schlüssiges Gesamtkonzept bei der Benamung vorzunehmen.

Um etwas auszuholen, hier ein paar wichtige Kriterien, um Gesteinen Namen zu geben:
- Art und Menge der Phasen (z.B. Minerale, organisches Material), chemische Zusammensetzung
- Gefüge (Struktur und Texture der Phasen, Porenvolumen,...) einschließlich großräumiger Merkmale wie Brekziierung
- Bildung, Entstehung, geologischer Kontext

Moore können sich in ihrer biologischen/pflanzlichen Zusammensetzung unterscheiden. Das Torf-bildende Material wird sich dann auch in der pflanzlichen Zusammensetzung und im Gefüge unterscheiden. Bei den Steinkohlen werden auch viele Unterscheidungen vorgenommen. Einige Unterschiede lassen sich auf die Zusammesetzung der Kohle aus den Kohlephasen Fusit, Clarit, Vitrit und Durit zurückführen.

Viele Gesteine tragen den gleichen Stammnamen. Sie werden aber z.B. über die Stratigrafie, Geographie, geologischen Kontext abgegrenzt, was sich zum Teil in Namensprä- und suffixen niederschlägt. Es wäre daher nicht abwegig bei Torf auch eine weitere Unterteilung vorzunehmen.

Es gibt kein festgelegtes, einheitliches Kriterium, wie unterschiedlich Gesteine sein müssen, damit sie verschiedene Namen tragen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
« Letzte Änderung: 12 Sep 23, 05:59 von felsenmammut »

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge