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Vesuvian von Hindubagh

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oliverOliver:
jup, das wäre sehr plausibel!

edit: ich hab entsprechend den Eintrag mal mit einem "?" versehen - den Hinweis auf diese Diskussion hatte ich ja eh schon eingefügt.

p.s.:
von der Geologie her, wenn sich das dort rein auf die Ophiolite mit einer Serpentinit-Paragenese beschränken würde, würde sich Vesuvianit ja nicht gerade aufdrängen (wenn auch Marmor öfters in Kontext von bzw. im Kontakt mit Serpentiniten auftritt).

Allerdings bereichtet eine relativ neue Publikation ja auch von Skarn im Muslimbagh-Gebiet - damit könnten wir der Sache schon näher kommen:
Hänni H.A., Franz L., Wang, H.A.O. (2018) Anorthite Skarn with Dispersed Chromium-Hydrogrossular from Muslim Bagh Area, Pakistan. The Australian Gemmologist 28 (11-12), 286-292.
Aber eben nur von der "Area", was ja nicht heißen muss, dass sich das auf den Chromitabbau bzw. den entsprechenden Ophiolitkomplex bezieht.

christof schäfer:
Die Abhandlung im Anhang beschreibt grünen Vesuvian von Taleri bei Hindubagh.
Dort wurden offenbar vor 1960 Klüfte mit grünem Vesuvian ausgebeutet.

Uwe Kolitsch:
+ eine "correction" 3 Jahre später:
http://www.minsocam.org/ammin/AM48/AM48_1176.pdf

oliverOliver:
danke Uwe, super!   :)
Damit ist klar, dass sich das vorige paper eh auf den (bzw. die) nachmaligen Chromit-Abbau(e) bezieht, und dort gesichert Vesuvianit vorkommt! (hab also das "?" wieder entfernt)
ga
oliver

oliverOliver:
P.s. - eine Kurzzusammenfassung aus meiner Sicht (bzw. mein persönliches Resümee aus der Diskussion):
Bilgrami schreibt 1960, dass schon früher die oberflächig zutage tretende Kontaktzone von Sammlern auf der Suche nach Vesuvianit (Idiokras) weggesprengt worden war („Unfortunately the area was visited early by amateur mineral collectors, who indiscriminately used explosives to obtain idocrase crystals”). 1963 merkt er dazu an: „The field work for that paper was done during the summer of 1952”. Die (frühe) intensive “Idiokras”-Sammeltätigkeit inklusive Sprengungen dürfte also schon in den 1940er(?)- bis spätestens Anfang der 1950er-Jahre stattgefunden haben. Von dem her ist es erklärbar, dass die Stufen (immer noch) unter Hindubagh laufen – die offizielle Umbenennung in Muslimbagh fand ja angeblich erst in den 1970er?-Jahren statt (glaube ich mich zu erinnern, das im Lauf der Recherche irgendwo gelesen zu haben – finde die Stelle jetzt nicht mehr), jedenfalls deutlich später.
Im Text von 1963 schreibt er: „Since then several mining companies have carried out extensive prospecting operations for chromite, asbestos and vesuvianite. These mining operations have exposed many of the contact areas …”. Das heißt zwar nicht dezidiert, dass es sich dabei um exakt die gleiche konkrete Fundstelle handelt, von der er 1960 schrieb – aber ganz offenbar um das selbe Gebiet, in dem schon zuvor nach „Idiokras“ geschürft worden war (und eben nachmalig der Chromitabbau stattfand).
Es spricht also m.E. nichts dagegen, die „mit zu den weltbesten gehörenden“ Vesuvianite von Hindubagh dem Ophiolithkomplex/Chromitabbau von Muslimbagh zuzuordnen – das ist ohnehin immer noch ein (für europäische Verhältnisse) riesiges Gebiet von zumindest 80 km2.

Trotzdem noch Unstimmigkeiten:
- 1960, konkrete Fundstelle Taleri Mohammad Jan: angeblich „seven miles northwest of Hindubagh“ – der Ophiolithkomplex erstreckt sich aber hauptsächlich südöstlich von Hindu-/Muslimbagh.
- 1960: „S. A. Bilgrami, †“ --> „Correction“ 1963 aber dto. von S.A. Bilgrami – jedoch ohne Kreuzsymbol hinter dem Namen!! (sein gleichnamiger Sohn? oder wurde er 1960 von der Redaktion irrtümlich für tot erklärt??)

Edit:
Und noch ein paar Links zu Bildern im Netz:
https://e-rocks.com/item/cr14527/vesuvianite  (von 2007 – „new finds”, unter Muslimbagh)
https://www.ebay.de/itm/145452704996  (offenbar älterer Fund, unter Hindubagh)
https://www.alamy.com/vesuvianite-minerals-asia-pakistan-baluchistan-hindubagh-image472990488.html?imageid=0FC45256-1EBC-4D90-857E-F736CEA7391E&p=1913092&pn=3&searchId=8447a4baa9706b94713919368dd7949c&searchtype=0

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