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Fotos sind nach dem Stacken überbelichtet?
Lynx:
Hallo Richard
vielleicht noch ein bisschen was ergänzend zum schwarzen Rand und ähnlichen Themen.
Der schwarze Rand definiert eine scharfe kontrastreiche Kante, die relativ zum gesamten Bild immer gleich liegt Die Softwar wird diesen Kontrast immer sehr stark gewichten und letztlich sowohl den Ort als auch die Farbe entsprechend angleichen versuchen.
Zerene (und wohl auch bei den anderen Progarmmen) stellt die Bilder vor dem Stacking gleich, das heisst per Software wird der Frabumfang/Tonwertumfang aller Bilder angeglichen. Wie genau der Algorithmus dazu funktioniert, weiss ich leider nicht. Allerdings kann ein einzelnes Bild im Stack, das andere Tonwerteinstellungen/Farbabgleich hat ,dazu führen, dass der ganze Stack falsch gerechnet wird Und dieser Fehler kann beim einzelnen Bild unterschiedliche Ursachen haben. Bei meinen Lumineszenzbildern hatte ich meiner Nikon am Anfang zu sehr vertraut und die hatte bei einzelen Bildern dann einen anderen Weißabglich bevorzugt (oder wegen einer automatischen Horizonteinstellung sogar Hoch- statt Querformat eingestellt ;D). Die Stacks waren unbrauchbar.
Es gibt aber immer pathologische Bilder, wie z.B. quasi monochrom rot leuchtender Topas ( Bild Nr 1667078411 ). Da findet die Software kaum Kontraste mehr und die Stacks werden flau....
Zum Zuschneiden der Bilder und Anpassen der Farbeinstellungen lohnt es sich, die Stapelverarbeitung von Lightroom anzuschauen. Das klappt damit für mich recht gut.
Gruß, Martin
P.S: Bei mir liegts an erster Stelle am Objektiv, das leider einiges an Bildfehlern einbringt, und an zweiter daran, dass ich die Stacks von Hand mit dem Feintrieb eines Mikroskopständers mache - das wird leicht zu grob....
MyHome:
Hallo zusammen,
:)
@Norbert
--- Zitat ---Ich würde dazu die Einzelbilder in PS alle übereinander legen, mit dem Auswahlrechteckwerkzeug den Bereich so einschränken,
dass der schwarze Ring nicht dabei ist, freistellen und die Bilder wieder einzeln speichern, um diese dann über ZS oder HF zu stacken.
--- Ende Zitat ---
Ja genau! Ich hätte nur nicht gedacht, dass der schwarze Rand diesen Einfluss hat. Vielmehr dachte ich, dass sich PS dann besser "orientieren" kann, wo der Fokus liegt. Aber egal, ich lag daneben. Wie du es hier dann beschreibst, genauso habe ich es auch gemacht. :D Nur habe ich die Bilderebenen (noch) nicht einzeln wieder gespeichert, um Sie in ZS oder HF zu importieren. Ich bin zwar viel am WE unterwegs, werde aber das mal probieren, solange noch die 30Tage Lizenz zum testen bleibt.
Aber quasi genauso habe ich es auch gemacht. Alle Tutorials beschreiben diesen Vorgang auch so.
--- Zitat ---Mit einer Powershot G12 am Mikroskop zu arbeiten, ist ambitioniert und macht mich neugierig.
Ich nehme an, dass Du im manuellen Belichtungsmodus mit festem Focus aufnimmst und die stackingschritte über den Feintrieb des Mikroskops machst.
--- Ende Zitat ---
Die gute G12 habe ich schon ein paar Jährchen und habe bislang nur Panorama Aufnahmen im Urlaub usw. mit ihr gemacht. Durch dieses Projekt erst merke ich, was für eine kleine "Leistungsmaschine" ich da habe :). Wirklich toll!
Meine ersten Versuche waren im manuellen Modus, weil nur hier die Einstellungen zur Blende usw. manuell eingestellt werden können. Dann anfangs mit Autofokus, dann mit deaktiviertem Autofokus -> Fokus über den Feintrieb des Mikroskops (nicht über die Kamera selbst!). Ich habe mich etwas angenähert. Meine weiteren Versuche waren dann schon mit Blende, Focus Bracketing und auch mit der Iso. Vor allem letzteres muss ich mir nochmal anschauen. Ich werde, wie gesagt, noch experimentieren müssen, welche Blende usw. -in meinem Fall- am besten sind, jetzt da ich ja Bilder hinbekomme. Es sollen ja keine Hochleistungsaufnahmen werden, aber scharfe Bilder wären wünschenswert und die letzten sahen doch schon gut aus (im Vergleich zu der vorher generierten modernen Kunst) ;D
--- Zitat ---Die G12 kann ja auch RAW.
--- Ende Zitat ---
Mit RAW habe ich noch nicht gespielt. Erstmal ging es mir den Vorgang zum laufen zu bringen. Dein Vorgang wäre also unabhängig von den Programmen so: RAW->16-bit Tif->Tifs Bearbeiten->Tifs Stacken und als Tif/JPG/... abspeichern, richtig?
Camera Raw habe ich in CS4 nicht, ich arbeite zwar nicht professionell aber ambitioniert seit rund 20 Jahren mit PS, bislang hat es meinen Anforderungen genügt. ;)
Es gibt bestimmt eine freie Software mit der ich die CR2-RAW-Dateien in Tifs wandeln kann. Ist auf meiner ToDo-Liste! Danke für die Bestätigung RAW zu nutzen.
--- Zitat ---Entscheidend für gute Stacks ist gutes Rohmaterial!
Viel Spaß beim Experimentieren
--- Ende Zitat ---
Richtig und Danke! Nach zig Versuchen hatte es dann ja mal geklappt. Das war echt toll ;D
@Björn
--- Zitat ---mir scheint das Licht bei den Einzelbildern zu "hart", das kann viele Probleme verursachen, auch beim Stacken.
Versuche es doch mal mit einer diffuseren Beleuchtung (also z. B. mattes Plexiglas oder Pergamentpapier o. ä. zwischen Lampe und Mineral positionieren).
--- Ende Zitat ---
Richtig auch bei dir. Du hast absolut Recht. Ich vermute, dass daher auch die Spiegelungen kommen. Aber nachdem bei meinem flexilux die Glühbirne und der Lüfter nicht liefen, habe ich mir auf die Schnelle einen simplen LED-Ring bestellt, der auch leider nicht sitzt -> Klebeband. Wie gesagt, mein erster Mikroskop und Luft nach oben! 8)
Ich habe die Lösungen von allen mal auf den Bildern hier https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildtechnik-Vergleich-2020/isbjoern angeschaut. Du hast da ja auch Papier zur Rundumbeleuchtung dabei. Werde mir also was einfallen lassen, wie ich das unter meinem Mikroskop hinbekomme. Vielleicht hilft auch schon milchige Folie auf dem LED-Ring und ein zusätzlicher Papierring um das Mineral herum. :) Auf der Arbeit bei Schadensanalysen machen die Kollegen Fotos auch mit Papier um das Objekt herum. :)
@Martin
--- Zitat ---Der schwarze Rand definiert eine scharfe kontrastreiche Kante, die relativ zum gesamten Bild immer gleich liegt.
--- Ende Zitat ---
Daran liegt es wohl, weil der Algorithmus das gesamte Bild, auch die komplett schwarze Fläche, nutzt. Ich nehme an, dass je geringer der Kontrast ist, siehe bei den einzelnen Kristallen deines roten Topas, wird das Stacken immer schwieriger, oder?
Von sowas bin ich noch weit entfernt, aktuell mache ich eher Makros ;) ;D Aber interessehalber: Ist dann die Belichtungszeit der maßgebliche Einfluss bei Lumineszenz-Bildern?
Das war jetzt etwas Text :)
Schöne Grüße,
Richard
Lynx:
--- Zitat von: MyHome am 17 Jan 24, 17:43 ---Aber interessehalber: Ist dann die Belichtungszeit der maßgebliche Einfluss bei Lumineszenz-Bildern?
--- Ende Zitat ---
Hoi Richard
da sind die Lumineszenzbilder meist eher dankbar, weil häufig (außer eben bei den pathologischen Fällen) Kontraste eher groß sind. Wichtig sind gute Beleuchtungsquellen und Filter....
Pathologische Fälle: das Rot des Topas kommt von Cr3+ mit scharfen Emissionsbanden um 683 nm. Im Bild wird dies nur noch als reines Rot dargestellt. Cr ist als Leuchtzentrum sehr effizient, da genügt wenig. Die Topas-kristalle leuchten dann sehr gleichmässig und recht hell. Also bleibt am Ende in den Bilddaten nicht mehr viel übrig - außer roten Pixeln ohne Kontrast..... Und korrekt darstellen läßt sich das auf den meisten Monitoren eh nicht, dort leuchten die roten Pixel um 615-620 nm- weit weg von den Chrom Linien.
Gruß, Martin
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