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Autor Thema: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?  (Gelesen 23214 mal)

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #30 am: 09 Oct 24, 20:38 »
Hallo Günter,

was hältst du von Waschbenzin zum Lösen?
Hat bei mir bisher immer gut funktioniert. Auch die z.T. harten Massen aus verhärtetem Kit kriegt man damit, aber immer noch eine mühevolle Arbeit, mit dem Zahnstocher und einer wenn möglich einer Bürste entfernt.

Grüße,
Richard

Offline marc-r

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #31 am: 10 Oct 24, 09:23 »
Moin,
der Tread ist zwar uralt aber für mich aktuell. Ich habe bisher sehr wenig mit Kitt befestigt, stehe aber jetzt vor einem kleinen Problem.
Der Mineralienkitt, ich glaube TerostatVII, den ich von einem Sammlerkollegen bekommen habe bleibt zwar toll weich aber genau das ist das Problem!
Wenn ich damit z.B. meine Fadenquarze oder Einzelkristalle befestigen will, kippen diese nach einem Tag einfach um, weil der Kleber zu weich ist und bleibt.
Diese Stücke verlaufen nunmal nicht senkrecht und selbst das scheint bei einigen Stücken schwierig.
Heißkleber ist mir zu riskant, denn die filigranen Dinger bekomme ich im Falle eines Falles ja nie wieder los.
Wer hat einen Tipp?

Das ist einer der Gründe, warum ich seit einiger Zeit mit Heißkleber arbeite - gerade weil sich manche Stüfchen / Micros nicht vernünftig mit Kitt positionieren lassen!
Mit Heißkleber (ich benutze den kleinen "Klebestift" von Bosch mit über Ama... nachgekauften Klebestiften) lassen sich die Stücke auch in abenteuerlichen Positionen (aufrecht oder sehr schräg) aufkleben.

Zur Haltbarkeit sei gesagt - je nach Gestein deutlich besser als Kitt, gerade bei porösen/krümeligen Oberflächen benötigt man mehrere Versuche, bis es hält. Ein Ablösen der Stufen war mir bisher immer möglich - ich finde, es ist sogar einfacher und rückstandsfreier möglich als bei Stufen, die sehr lange schon im Kitt saßen...

Zur Optik - viel viel besser als die Klumpen aus Kitt!! Zum einen lässt sich für ein haltbares Ergebnis der Heißkleber so anwenden, dass er nicht zu sehen ist (nur der unterste Teil der Stufe im Kleber). Zum anderen gibt es das Klebematerial farblos und in schwarz. Gerade der schwarze Kleber ist m.E. super, wenn man Stüfchen in den gängigen Mineralboxen mit schwarzem Boden montiert.

Zum Kitt muss ich noch anfügen, dass der "neue" Terostat zwar nicht ölt und auch kaum aushärtet, ich benutze ihn auch weiterhin, wenn es schnell gehen muss.
Aber gerade bei schöneren Stufen, die einer besonderen Montage bedürfen - Heißkleber!!

Und noch als letzte Bemerkung zu Kitt-Nutzung:
Ältere Sammlungen kann man riechen ...und wenn es ölhaltiger Kitt war, hat man gerade bei MM und KS auch gerne mal das ganze Stück verölt. Schweinerei beim säubern!
Und der optische Eindruck bei Kitt ist oft einfach "bah pfui" - mehr ist nicht besser, Fingerabdrücke des Besitzers will auch keiner sehen, Katzenhaare, Staub und Kekskrümel im Kitt sind auch "interessant" (alles schon so gesehen !!).

VG & GA
Marc

Offline Schorsch

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #32 am: 10 Oct 24, 10:57 »
Hallo zum Thema,
jeder hat so seine (schlechten ) Erfahrungen mit dem Kitt, ich die meinen. Kitt altert, Stück fällt ab, Stüfchen im Kitt versenkt, verschmierte Dosen, mit Etiketten verklebte Dosen, bei delikaten Stüfchen beim Andrücken Schaden usw...
Also habe ich meine eigene Methode "erfunden".
Ich verwende dünnen schwarzen Karton (im Handel in allen Farben 70x50cm) schneide mit Lineal und Teppichmesser Streifen, bei quadratischen Dosen Breite bzw Tiefe mal Höhe, davon mit Schablone Streifen schneiden Breite der Dose, diese in Mitte Tiefe-Höhe knicken, fertig, klingt kompliziert, ist aber denkbar leicht. Nächster Schritt: Auf dem angewinkelten Streifen (Boden) ein Tröpfchen Leim (Vinavil), Stüfchen draufstellen, (mit Pinzette bei kleinsten Stüfchen ), nach 20 Min trocken. Klebt 100% auf jedem Material.
Fazit: absolut stoßfest, (wem ich nicht schon mal ein Döschen aus der Hand gefallen?), schöner Kontrast und kein störender Überboden, kein kippen, (da Rückwand/Seite), leicht wieder löslich ( bleibt etwas Karton am Stüfchen, mit warmen Wasser leicht zu entfernen). Die Streifen können auf der Außenseite und Boden mit kl. Etiketten beschriftet werden, freie Sicht nach allen Seiten, Dosen weiter verwendbar da unbeklebt, usw...
 Aber jeder wie er mag, also eventuell ausprobieren, dann urteilen.
Viel Spass also, und lG, Schorsch

Offline vandendrieschen

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #33 am: 10 Oct 24, 11:16 »
schneide mit Lineal und Teppichmesser Streifen, bei quadratischen Dosen Breite bzw Tiefe mal Höhe, davon mit Schablone Streifen schneiden Breite der Dose, diese in Mitte Tiefe-Höhe knicken, fertig, klingt kompliziert, ist aber denkbar leicht.

kein kippen, (da Rückwand/Seite)

Die Streifen können auf der Außenseite und Boden mit kl. Etiketten beschriftet werden, freie Sicht nach allen Seiten, Dosen weiter verwendbar da unbeklebt, usw...
Hä? Schablone Tiefe-Höhe wie Dose. Kann beschiftet werden. Trotzdem Sicht nach allen Seiten? Hast du mal ein Foto davon?
   
Achos du meinst, nur Boden und Rückseite sind bedeckt? (x)
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« Letzte Änderung: 10 Oct 24, 11:26 von vandendrieschen »

Offline Schorsch

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #34 am: 10 Oct 24, 16:42 »
Hallo Jule,
genau erfasst, nur Boden und Rückseite, die Rückseite dient dabei als Stütze sollte mal ein Döschen aus der Hand fallen, und die Rückseite und Boden kann außen mit kl. Etiketten versehen werden, eine saubere und einfache Sache.
Leider kann ich kein Foto einstellen, da ich zu doof dazu bin. Bin am Sonntag zur Börse in München, kann ein Muster mitbringen.
LG, Schorsch

Offline ZEO

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #35 am: 10 Oct 24, 18:41 »
Hallo Georg,
danke für diesen Erfahrungsbericht. Ich werde das ausprobieren.
Wegen Sonntag in München, bist Du an einem Stand anzutreffen?

Grüße
Jürgen

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #36 am: 11 Oct 24, 15:06 »
Hallo zusammen,

@marc-r
Zitat
Zur Optik - viel viel besser als die Klumpen aus Kitt!! Zum einen lässt sich für ein haltbares Ergebnis der Heißkleber so anwenden, dass er nicht zu sehen ist (nur der unterste Teil der Stufe im Kleber).
Ich habe jetzt auch bei vielen Stufen den teils uralten Kitt entfernt und werde, falls erforderlich nur Heißkleber einsetzen. Heißkleber war das Mittel meiner Wahl auch bei bisherigen Stufen, bei denen ich diese auf Sockel geklebt hatte.

Nur ist das Problem wirklich, das/den Kitt rückstandlos abzubekommen. Das ist teilweise eine echte Herausforderung oder nicht möglich.

Wir sind dieses Jahr sehr wahrscheinlich auch auf der Messe. Ist schon krass, dass es jetzt wieder 4 Hallen sind.

Offline Schorsch

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #37 am: 11 Oct 24, 17:14 »
hallo Jürgen,
dieses Jahr eigentlich nicht, werde aber öfters bei den Micromounter anzutreffen sein, da mich mehr das Gespräch als die Mineralien interessiert,
 oder bei den Sammlervitrinen,....
LG Schorsch

Offline Schorsch

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #38 am: 11 Oct 24, 17:36 »
Hallo Richard,
das alte Leiden mit dem Kitt, der war nie meine Option, da er, wenn man nicht oft gebraucht inzwischen hart geworden ist, fettet und häufig  das Stüfchen abwirft. Und die Optik, wie weichgekauter Kaugummi.
Heißkleber muss man halt immer erst aufheizen, dagegen ist Vinavil handlich, praktisch und fast unsichtbar, da ein kl. Tropfen genügt.
Falls man das Stüfchen abmachen will, bleibt lediglich etwas Karton an Objekt und falls dies stört kann man mit warmen Wasser den Leim leicht
lösen.
Wiedersehen in München bei den MM
Grüße, Schorsch

Offline ruebezahl

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #39 am: 12 Oct 24, 01:20 »
Glück auf Schorsch,

     Auf dem angewinkelten Streifen (Boden) ein Tröpfchen Leim (Vinavil), Stüfchen draufstellen, (mit Pinzette bei kleinsten Stüfchen ), nach 20 Min trocken. Klebt 100% auf jedem Material.
Fazit: absolut stoßfest, (wem ich nicht schon mal ein Döschen aus der Hand gefallen?), schöner Kontrast und kein störender Überboden, kein kippen, (da Rückwand/Seite), leicht wieder löslich ( bleibt etwas Karton am Stüfchen, mit warmen Wasser leicht zu entfernen). Die Streifen können auf der Außenseite und Boden mit kl. Etiketten beschriftet werden, freie Sicht nach allen Seiten, Dosen weiter verwendbar da unbeklebt, usw...

Gut durchdachte Konstruktion! Wichtig ist hier nach meiner Einschätzung aber auch die Eignung des Klebstoffs. Du verwendest Leim (Vinavil). Bis  zu welchem Stufengewicht hält das? Wie sind Deine Langzeiterfahrunger damit?

Viele Grüße Uwe


Offline loismin

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #40 am: 12 Oct 24, 08:02 »
Hallo Georg.

Das würde mich auch interessieren  mit deinem System und von den MM ern bis zu unserem Stand wäre auch nicht weit  ;)

Lois

Offline Schorsch

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #41 am: 12 Oct 24, 09:38 »
Guten Morgen,
Hallo Uwe,
ich  habe Erfahrung mit Leim, bin Tischler, der hält bombenfest. Der größte Vorteil ist, man kann selbst Stückchen in Reiskorngröße festmachen, ohne vom Leim was zu sehen (wird übrigens nach trocknen durchsichtig).
Lois, wir sehen uns sicher, bringe ein Muster mit.
PS. Hatte schon einmal für die Lithothek eine Beschreibung abgegeben, eine Reaktion ist ausgeblieben.
Bis dann, Schorsch

Offline Superstrahler

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #42 am: 15 Oct 24, 22:18 »
Ich nehme BluTack White zum Befestigen meiner Kleinstufen auf Acrylsockel.
Jemand Erfahrungen damit? Ich bin sehr zufrieden. Lösbar, stabil, kein Kriechen.

Hatte vorher dass:
https://www.mineral-bosse.de/Befestigungskitt-44850
Furchtbar, faserig, arbeitet ewig nach, verzieht sich, kriecht und die Stufen kippen um.

Offline vandendrieschen

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Re: Mineralienkitt - welcher wird empfohlen?
« Antwort #43 am: 15 Oct 24, 22:31 »
Ja, das hatte ich auch. Das Zeug ist hart wie Beton oder Knete. Nehme deshalb das von Krantz. Für Sockel Heißkleber.

 

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