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Autor Thema: Cu-Blüte  (Gelesen 687 mal)

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Offline Lexikon

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Cu-Blüte
« am: 17 Jul 24, 23:20 »
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Deutschland/Sachsen-Anhalt/Mansfeld-Südharz, Landkreis/Gerbstedt, Stadtgemeinde/Glückhilfschächte (Glückhilfschacht)
Cu-Blüte

Offline oliverOliver

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Cu-Blüte
« Antwort #1 am: 17 Jul 24, 23:20 »
hallo
2 Fragen zu diesem Bild:
1. Kupferblüte wäre laut Lexikon "fasriger Cuprit (Chalkotrichit)" - kann das jemand bei diesem Bild verifizieren? (ich seh da nur "grünes" und traue mir keine Zuordnung zu).
2. Das Bild war offenbar ursprünglich einem alten/nicht mehr existierenden Lexikonpfad zugeordnet (Deutschland/Sachsen-Anhalt/Mansfelder Land/Siersleben/Kupferschiefer), scheint jetzt aber unter Gerbstedt/Glückhilfschächte auf, obwohl Gerbstedt/Siersleben als Fdst-Seite existiert. Die Frage ist: ist Glückshilfe korrekt, oder würde es zu Siersleben gehören? Diese Frage wird sich vermutlich kaum noch klären lassen, da Michael M (mima) anscheinend schon länger nicht mehr hier aktiv ist - aber vielleicht kennt ja jemand die betreffenden Fundstellen so gut, dass doch eine Eingrenzung möglich ist.
ga
oliver

Offline felsenmammut

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Re: Cu-Blüte
« Antwort #2 am: 18 Jul 24, 02:07 »
Glück Auf!

Die traditionellen, deutschen Mineralbezeichnungen sind in vielen Fällen nicht eineindeutig einem IMA-anerkannten Mineral zugeordnet, auch wenn manchmal starke Präferenzen zu erkennen sind. Mir ist Kupferblüte auch schon im Zusammenhang mit Chalkanthit begegnet, wobei ich den Ursprung der Kombination von Chalkanthit mit Kupferblüte nicht weiter verfolgt oder hinterfragt habe. Es ist ja auch denkbar, dass der Schreiber des Etikets oder hier des Bildbeitrags weniger bewusst und absichtlich, sondern mehr aus einer Laune oder Unachtsamkeit heraus Kupferblüte geschrieben hat und damit die womöglich gegebene Eineindeutigkeit zwischen Kupferblüte und Chalkotrichit verletzt hat. Chalkanthit und Chalkotrichit haben ja den gleichen Prafix, was leichter zu Flüchtigkeitsfehlern führt. Oder das aufgrund einer Fahrlässigkeit irgendwann das falsche Etikett, zwar mit dem immernoch richtigen Fundort, aber nun falschen Mineralnamen, zu dem Stein kam.  Ich weiß auch nicht, ob Kupferblüte eventuell noch für weitere Minerale verwendet wurde und wird. Die Reihe an Hypothesen ließe sich fortsetzen.

Auf dem Bild ist kein Chalkotrichit zu erkennen. Auch wenn er vielleicht auf der Stufe vorhanden sein sollte, so ist das Bild dafür nicht aussagekräftig. Oder die Bildbeschreibung müsste auf den gegebenfalls unter einem grünen Überzug vorhandenen Chalkotrichit hinweisen. Oder die Bezeichnung Kupferblüte bezieht sich tatsächlich auf das grüne Kupfersekundärmineral, womit auf dann auf das Problem in dem vorherigen Absatz zu verweisen ist.

Zu der Fundstellenzugehörigkeit müssen sich andere mit mehr Ortskenntnis äußern.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline oliverOliver

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Re: Cu-Blüte
« Antwort #3 am: 18 Jul 24, 13:15 »
hallo Max,
danke für deine Ausführungen - dann werde ich das Bild ohne Mineralzuordnung belassen.
Und bezüglich FO warte ich mal ab und hoffe .....
ga
oliver

Offline vandendrieschen

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Re: Cu-Blüte
« Antwort #4 am: 18 Jul 24, 16:15 »
Hallo, das ist doch Malachitüberzug wie er auf den Manfelder Kupferschiefern vorkommt. Malachit wird gern auch als Kupfer(blüte) bezeichnet, obwohl das "falsch" ist, richtiger wäre Kupfergrün oder Kupferspat (wobei das auch wieder die kompakte Form eines Malachit bezeichnet).

Offline Kupperdroll

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Re: Cu-Blüte
« Antwort #5 am: 18 Jul 24, 16:45 »
Hallo,

Ich will mal versuchen, hier etwas aufzuräumen:

Kupferblüte: im Brockhaus vom Anfang der 90er Jahre wird bei diesem Begriff auf Cuprit verwiesen.
Chalkotrichit: ist eine fein nadelige Varietät von Cuprit, siehe hier https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Chalkotrichit.

Somit haben Max und Jule Recht.
Ich kann jetzt nicht erkennen, ob es sich um Malachit handeln könnte. Aber es gibt solche grünen Krusten.

Nun zum FO Glückhilf-Schächte: Die dortigen Angaben sind korrekt. Nur die polit. Zuordnung hat sich geändert. Diese Schächte bzw. deren Haldenreste befinden sich südl. der Gemeinde Welfesholz. So: im Januar 2010 kam es zu einer Neuordnung. Die Hauptgemeinde ist Gerbstedt, der 12 Ortschaften untergeordnet wurden, darunter Welfesholz und Siersleben, siehe hier https://www.stadt-gerbstedt.de/verzeichnis/index.php?kategorie=66. Das müsste mal von den Admins im MA angepasst werden.

So, ich hoffe, etwas Erhellung gebracht zuhaben.

MfG

Offline Chrisch

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Re: Cu-Blüte
« Antwort #6 am: 18 Jul 24, 17:24 »
So richtig wie Malachit sieht mir das aber auch nicht aus, irgendwie zu "glasig". Auf Kupferschiefer finden sich als Haldenneubildung oft eher sulfathaltige Sekundärminerale. Gerade die ins Hellbläuliche gehenden Bereiche erinnern mich an Devillin oder Serpierit, also wäre Brochantit o.ä. für den grünlichen Belag evtl. auch nicht auszuschließen, ohne die "Tante Annalyse" ist das aber generell schwierig...

Gruß Chrisch

 

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