Glück Auf!
Das sehe ich recht gelassen.
- Wie so viele andere Gesteine sind auch die hier genannten Kandidaten oftmals sehr heterogen und variabel in ihrer Zusammensetzung und das bereits in kleinräumigen Entfernungen. Es bleibt Spekulation ob das vorliegende Stück einen größeren Gesteinsverbund repräsentiert und damit eines unter vielen gleichartigen Stücken ist und ohne herauszuragen als erstbestes Belegstück mitgenommen wurde oder ob es eine herausragende Annomalie war, die dazu ermunterte mitgenommen zu werden.
- oft genug ist der Plagioklasanteil unauffällig verteilt im Gefüge und für das bloße Auge nicht wahrnehmbar. Die bereitgestellten Nahaufnahmen sind durchaus gut, aber ich will mir nicht erlauben, anhand der Bilder Plagioklas zu erkennen oder sicher ausschließen zu wollen. Dazu sind mir schon zu viele vor allem feinkörnige Amphibolite untergekommen, bei denen der Feldspat in der gemessenen Menge nicht einmal mit dem Mikroskop auf einer frischen Bruchfläche als solcher zu erkennen war. Da sind dann immer andere Minerale mit ebenso guter Spaltbarkeit in der Nähe. Und wenn die meisten Minerale mit einer guten Transparenz daherkommen, verwischt auch der Farbkontrast.
- ohne Fundort wäre ich auch mit der pauschalen Ansprache der Pyroxene vorsichtig. Aus eigener Erfahrung ist da schon manche, durch die Farbgebung verführte Pyroxenhoffnung an dem Amphibolmessergenis zerschellt.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut