Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Unbekanntes Mineral / Gestein
eddi:
Hallo Gemeinde,
ich brauche mal eure Hilfe, bin sicher ihr könnt mir helfen.
Der Fundort ist auch nicht bekannt.
Das Stück misst 9x5x4 cm.
Der Härtetest mit einem Quarzkristall ergab ca. Härte 7, wobei an beiden Stücken leichter Abrieb erkennbar war.
Unter dem Bino sind die braunen Einsprenglinge hellbraun und klar. Die grünen Bereiche sind durchscheinend.
Ich könnte mir vorstellen, dass es sich um Quarz handelt, die Einsprenglinge sind aber wohl kaum Rauchquarz.
Grüße und Glückauf
oliverOliver:
hallo
das geht wohl eher in Richtung Eklogit / Granatpyroxenit.
Das intensiv grüne dürfte wahrscheinlich ein Pyroxen sein (Cr-Diopsid? oder eher Omphacit?), das (rötlich-)"bräunliche" ist vermutlich Granat, das dunkler grüne entweder ebenfalls ein Pyroxen, oder evtl. ein Amphibol (wenn etwas retrograd), und das weißlich-farblose könnte tatsächlich ein Quarzanteil sein.
Schade dass es keinen FO dazu gibt ....
ga
oliver
felsenmammut:
Glück Auf!
ich würde auch Granatamphibolit in die Reihe der Kandidaten aufnehmen.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
oliverOliver:
hallo Max,
wäre möglich - aber sollte Amphibolit nicht definitionsgemäß einen deutlichen Feldspat/Plagioklas-Anteil aufweisen? Einen solchen kann ich hier nicht erkennen (der könnte sich zwar unter den weißlich-farblosen Anteilen verbergen, aber irgendwie sehen mir die nicht "feldspatig" aus).
ga
oliver
felsenmammut:
Glück Auf!
Das sehe ich recht gelassen.
- Wie so viele andere Gesteine sind auch die hier genannten Kandidaten oftmals sehr heterogen und variabel in ihrer Zusammensetzung und das bereits in kleinräumigen Entfernungen. Es bleibt Spekulation ob das vorliegende Stück einen größeren Gesteinsverbund repräsentiert und damit eines unter vielen gleichartigen Stücken ist und ohne herauszuragen als erstbestes Belegstück mitgenommen wurde oder ob es eine herausragende Annomalie war, die dazu ermunterte mitgenommen zu werden.
- oft genug ist der Plagioklasanteil unauffällig verteilt im Gefüge und für das bloße Auge nicht wahrnehmbar. Die bereitgestellten Nahaufnahmen sind durchaus gut, aber ich will mir nicht erlauben, anhand der Bilder Plagioklas zu erkennen oder sicher ausschließen zu wollen. Dazu sind mir schon zu viele vor allem feinkörnige Amphibolite untergekommen, bei denen der Feldspat in der gemessenen Menge nicht einmal mit dem Mikroskop auf einer frischen Bruchfläche als solcher zu erkennen war. Da sind dann immer andere Minerale mit ebenso guter Spaltbarkeit in der Nähe. Und wenn die meisten Minerale mit einer guten Transparenz daherkommen, verwischt auch der Farbkontrast.
- ohne Fundort wäre ich auch mit der pauschalen Ansprache der Pyroxene vorsichtig. Aus eigener Erfahrung ist da schon manche, durch die Farbgebung verführte Pyroxenhoffnung an dem Amphibolmessergenis zerschellt.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut
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