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Autor Thema: Grünes Mineral in Konglomeratgestein / Schlackenbeton  (Gelesen 2343 mal)

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Shard

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Servus,

ich habe am Illerursprung ein Konglomeratgestein (falls es nicht doch Beton ist) in dem ein grünes Mineral eingebettet ist und hoffe hier kann mir jemand mit der Bestimmung helfen.
Das Konglomerat war so groß, dass ich es nicht mitnehmen konnte und zertrümmern musste. Dabei ist der grüne Stein ebenfalls gesprungen.

Der grüne Stein ist sehr hart und lässt sich mit Metall nicht ritzen. Er ist schwach durchscheinend (Detail 1) und  inhomogen (Detail 2; sieht aus wie Schlieren).

Hat jemand eine Idee was das für ein Mineral ist?

Gruß Shard
« Letzte Änderung: 16 Aug 25, 17:54 von oliverOliver »

Online stoanklopfer

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #1 am: 27 Apr 25, 04:08 »
Das grüne ist eine Glasschlacke, das ganze ziemlich sicher Beton.

Volkmar

Shard

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #2 am: 27 Apr 25, 18:35 »
Servus,

vielen Dank für deine Einschätzung!

Gruß Shard

Offline vandendrieschen

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #3 am: 27 Apr 25, 20:34 »
Ja, ist Beton mit Schlacke drin.

Shard

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #4 am: 28 Apr 25, 12:07 »
Servus nochmal,

ein paar Fragen hätte ich noch. Im Beton sind mehrere Poren/Luftblasen zu erkennen. Gibt es das nur im Beton oder kommt das auch in Konglomeratgestein vor? Woran erkennt ihr den Beton?

Gruß Shard

PS: Ich Stelle die Expertise nicht in Frage. Das Stück ist Beton. Punkt. Ich möchte hier aber nicht nochmal mit einem Betonklumpen vorstellig werden, deshalb Frage ich so doof. ????

Offline vandendrieschen

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #5 am: 28 Apr 25, 13:08 »
Natürlich entstandene Gesteine haben eine andere Zusammensetzung. Im Beton ist ja Zement enthalten, was aus Sand und feingemahlenen Kalkmergel besteht. Heb dir das Ding auf, als Vergleichsstück.

Offline oliverOliver

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #6 am: 28 Apr 25, 18:43 »
Zitat
ist ja Zement enthalten, was aus Sand und feingemahlenen Kalkmergel besteht

nein - der Sand kommt erst beim Abmischen des Betons dazu ...  ::)

Und wie für fast alles heutzutage gibts da sogar eine Erklärung mit Diagramm  >:D

https://betonsuisse.ch/Wissen/Betonwissen/Produktion-und-Verwendung/Was-es-zur-Betonherstellung-braucht/

Offline Chrisch

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #7 am: 28 Apr 25, 20:31 »
Vor allem reicht nicht das Mahlen, sondern entscheidend ist der Brennprozeß, denn sonst passiert später gar nix...  ???

Gruß Chrisch

Shard

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #8 am: 28 Apr 25, 20:51 »
Danke für den Tipp und die Infos.

Gruß Shard

Offline vandendrieschen

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #9 am: 28 Apr 25, 21:41 »
Ich hab doch nur die Zusammensetzung beschrieben. Ob der Sand nach oder vor den Zement rein kommt, ist doch egal. Beton ist doch das Endergebnis.

Offline ruebezahl

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #10 am: 28 Apr 25, 22:22 »
Glück auf,

Hinzu kommt (nur ganz grob):

Zement wird im Beton erst durch die Zugabe von Wasser zum Bindemittel. Es entstehen dann aus den Komponenten des gebrannten Mergels Calcium(alumo)silikathydrate, feine nadelförmige Kristalle, welche sich untereinander und mit den Zuschlägen verzahnen und so den Beton verfestigen. Durch diese Hydratationsreaktionen erwärmt sich zudem das Gemisch.

Insgesamt eine höchstkomplexe industrielle Technologie, die Heerscharen von Technikern,
Facharbeitern,  Ingenieuren, Chemikern, Mineralogen und Anderen von der Abschlussarbeit bis zur Pension beschäftigt.

Freundliche Grüße
 Uwe




« Letzte Änderung: 28 Apr 25, 22:33 von ruebezahl »

Offline oliverOliver

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Re: Grünes Mineral in Konglomeratgestein
« Antwort #11 am: 01 May 25, 23:18 »

ein paar Fragen hätte ich noch. Im Beton sind mehrere Poren/Luftblasen zu erkennen. Gibt es das nur im Beton oder kommt das auch in Konglomeratgestein vor?


Also Blasen im eigentlichen Sinn gibt es v.a. in anthropogenen Materialien (Beton, Schlacke), aber - zwar seltener, aber doch - auch in natürlichen, z.B. in Tachylit (sh. https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Bildanzeige?pict=1744366000 ), und selbst in Quarzkristallen kommen hin und wieder Gas- und Flüssigkeitseinschlüsse vor (sh. unter Enhydros: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Enhydros; wenn Fluid mit Gasblasen, dann als "Libelle" bezeichnet: https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Libelle )

Im Konglomerat gibt es aber, soweit ich weiß, keine Blasenbildung. Allerdings können herausgefallene oder herausgewitterte Klasten dort Blasen vortäuschen - das sollte aber bei genauer Betrachtung zu unterscheiden sein (falls der Abdruck bzw. die Wand der "Höhlung" nicht sebst zu stark erodiert ist).

Glück Auf
oli

p.s.:
als Beispiel für (junges/pleistozänes) Konglomerat, bei dem die Abdrücke herausgefallener Komponenten an "Blasen" denken lassen könnten:

Österreich/Oberösterreich/Steyr, Statuarstadt/Steyr, Katastralgemeinde
Grünes Mineral in Konglomeratgestein / Schlackenbeton
« Letzte Änderung: 02 May 25, 20:49 von oliverOliver »

 

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