Hallo Sammler
Betreff: Reizwort Börse:
Die Mineralienbörsen, vor Allem die großen internationalen Börsen werden von den Einen verteufelt, von den Anderen hochgejubelt. Ich gehöre eher zu Ersteren, sind es doch diese, welche die kleinen lokalen und regionalen Börsen benachteiligen. Sie schaufeln tonnenweise Material auf die Verkaufsstände und wem ist es zu verargen, dass man eher dazu neigt sich per Kauf eine Sammlung anzulegen als sich die Mühe zu machen selbst im Dreck zu wühlen. Dem ich nichts entgegenzusetzen, nur haben sich viele Sammler den Händlern angeschlossen uns vertreiben auf den lokalen Messen ausländische Massenware und glauben somit reich zu werden. Das ist dann allerdings jedem seine Sache, aber dadurch werden einheimische Mineralien benachteiligt, deren Nachfrage sinkt und es sind nur noch Topstücke gefragt und dies nur von einem bestimmten Sammlerschicht. Da ich seit 30sig Jahren eine kleine Mineralienbörse organisiere kann ich davon ein Lied singen.
Für die heutige Sammlergeneration sind diese Börsen natürlich von Nutzen, gibt es doch immer weniger sammelbare Fundstellen und wer nicht einen Steinbruch in der Nähe hat oder im Gebirge wohnt wir sicher abwägen was preisgünstiger ist eine lange Anfahrt zu Fundstellen zu machen oder die nächste Börse anzupeilen. Und der Vorteil liegt natürlich darin dass sich jeder nach seinem Geschmack und Geldbeutel bedienen kann. Ein negativer Aspekt wird beim Kauf von (hauptsächlich bei Massenware) von ausländischen Händlern außer Acht gelassen, die Herkunftbezeichnug ist häufig dürftig und oft nicht nachvollziehbar.
Mein Fazit zu den großen Börsen, im Besonderen jener der Munichshow ist die Vielfalt der grandiosen Fundstücke aus aller Welt, wie man sie vor 50zig Jahren bestenfalls in den großen Museen bewundern konnte.
"Glück Auf" von Schorsch