Glück Auf!
die Mischreihe Andradit-Grossular sehe ich auch in mir bekannten und vorliegenden Analysen an Granaten aus Tirpersdorf. Die Zusammensetzung bei den Messungsergebnissen, die mir vorliegen, ist stets nahe am Andradit. Es gibt von Steffen Pestel eine Veröffentlichung, die auch noch einmal klarstellt, dass wohl viele der großen gestreckten und fälschlicherweise als Vesuvian bezeichneten Kristalle eigentlich Klinozoisit sind (wenn ich das richtig in Erinnerung habe; siehe auch Beitrag von 'Topas'). Ebenso nur aus der Erinnerung hervorgekramt, vermute ich, dass die Fundstelle in einem der Bücher von H. Vollstädt zu Fundstellen im Vogtland erwähnt ist. Bei den Bildern 1572801680 und 1247520487 sehe ich kein Problem, diese zu Klinozoisit hin zu korrigieren. Bei dem Bild 1584869615 besteht eine kleine Unsicherheit. Generell würde ich aber auch hier anhand der Transparenz und Größe der Kristalle stark zu Klinozoisit tendieren. Es gibt aber auch echten Vesuvian an der Fundstelle. Alle mir bekannten und analysierten Vesuviane von dem Feldaufschluss nahe Tirpersdorf zeigen ein sehr gut ausgebildetes vierseitigs, quadratisches Prisma. Manchmal sind untergeordnet {110} (oder {100}) Flächen zu sehen. Die Endflächen sind dominierend als einfaches Basispinakoid ausgebildet (, was es eben schwierig macht, die Prismaflächen als {110} oder {100} einzuordnen). Vesuviane sind ebenso wie die Klinozoisite stark längs (entlang der c-Auchse, auf den Prismaflächen) gestreift. Alle mir bekannten und auch analysierten Vesuviane bilden kleine Einzelkristalle, Kristallgruppen bis Kristallrasen oder -teppiche. Einzelindividuen sind dabei nur bis wenige Millimeter groß.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut