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Autor Thema: Brandrücken/Koralpe (Ktn), Spodumenbergbau - Lithium  (Gelesen 7457 mal)

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Offline oliverOliver

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Zum Thema gabs Ende Mai auch einen ORF-Bericht – mit ein paar ebenfalls bemerkenswerten Passagen:
https://kaernten.orf.at/stories/3258518/
z.B.:

„Nach der Aufbereitung in Saudi Arabien werde das batteriefähige Lithium wieder dem europäischen Markt zugute kommen, so Wanke:“

„Aus dem Berg gebracht werden soll das Lithium nicht vor dem einst um 70 Millionen Schilling aus Steuergeld errichteten Traudistollen, sondern gegenüber“

„Dadurch, dass die ganzen Trassen für Stromversorgung, Gasversorgung neu gewählt wurden,“

„Wanke sagte, als Nachtrag sei nun der Energiekorridor eingebracht worden, der fast 20 Kilometer lang sei.“


Also von „zumal versichert wurde, dass der Abbau geräuscharm und umweltschonend über die Bühne gehen würde.“ (in dem von Staubi verlinkten Wienerzeitung-Beitrag) scheint da nicht viel übrigzubleiben …..

Offline ruebezahl

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Glück auf,

Zum Lagerstättentyp habe ich auf die Schnelle erstmal nur das hier gefunden.

https://www.mineralienatlas.de/?l=11563

In den Pressemitteilungen wird dieser Punkt nämlich völlig ausgespart.

Ein weiterer Punkt:

Viel Spekulation. Kuxscheinblasen sind aber schon lange lange vorbei.

Rohstofferschließung bis hin zum Angebotsprodukt) ist für Privatkapital (wie groß auch immer) ohne langfristige Abnahmeverträge (mit wem auch immer) zur eigenen kalkulierten Inputdeckung  (wie hoch auch immer) plus Renditeversprechen uninteressant.

Die tückische Asynchronität zwischen Erschließungsdauer und Markterfordernissen und politischen Gängen hat den Bergbau über Jahrhunderte gepeinigt und viel Kapital unproduktiv umverteilt. Der heutige Rohstoffweltmarkt trägt diesen Risiken schon lange Rechnung.

Es kann dann höchstens sein, dass man ohne Investitionsabsicht öffentliche Mittel im Visier hat(te).

Viele Grüße Uwe






Offline 2045

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Vielleicht kann man den neuen Beitrag an den schon seit vielen Jahren laufenden anhängen/umhängen.
Dann kann der Verlauf des (Nicht) Abbaues schön verfolgt werden.
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,3638.msg52333.html#msg52333

Die von mir dort im Jahr 2017 angeführten zwei Hauptprobleme sind vermutlich noch immer nicht gelöst.
Das Transportproblem sicher überhaupt nicht.
Bezüglich des Aufbereitungsproblems kenne ich keinen aktuellen Stand.

Vor allem die nicht gelöste Aufarbeitung war nach dem ersten Versuchsabbaues durch die Fa. Minerex einer der Hauptgründe für die Aufgabe und den Verkauf der Rechte um damals 1 Schilling(!) an das Kärntner Bergbauunternehmen.

Die Lagerstätte weist ja zwei verschiedene Lithiumpegmatite auf. Einerseits den grobkörnigen mit den sehr großen Spodumenkristallen, sehr gut sichtbar.
Und dann den feinkörnigen Spodumenpegmatit, wo eben der Spodumen feinkörnigst im Pegmatit verteilt ist und nicht mit freiem Auge sichtbar ist. Dieser Typ macht aber einen sehr großen Teil der Lagerstätte aus, und da muss eine Methode gefunden werden, den Spodumen oder gleich das Lithium wirtschaftlich heraus zu bekommen. Es wäre ja auch geplant, die restlichen Materialien (Feldspat, Glimmer,...) zu verwerten. Zu dem Zweck muss aber das ganze Material ins Tal gebracht werden, bzw. nach derzeitigem Stand sogar nach Saudi-Arabien geführt werden. Die nicht pegmatitischen Gesteine waren beim Versuchsbergbau bzw. dann in weiterer Folge auf der Halde nur ein sehr geringer Teil, der überwiegende Teil war Spodumenpegmatit in beiden Ausbildungen.
LG Markus

Offline oliverOliver

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Zitat
Vielleicht kann man den neuen Beitrag an den schon seit vielen Jahren laufenden anhängen/umhängen.
Dann kann der Verlauf des (Nicht) Abbaues schön verfolgt werden.

ja, und es gibt ja noch weitere threads dazu. Da muss ich aber erst kontrollieren, ob sich da eh nix zeitlich überschneidet - sonst haben wir beim Zusammenführen einen "Salat".

https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,52358.0.html (14.10.2020)
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,27279.0.html (28.5.2011-19.10.2013)
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,47733.0.html (25.10.1018-27.10.2018)
und eben den von Markus verlinkten:
https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,3638.0.html (22.2.2005-03.6.2023)

edit:
die ersten drei sind also Parallalstränge zum vierten - alle zusammen geht also nicht. Aber ich könnte die ersten 3 zusammenhängen, und dieses aktuelle Thema mit dem vierten - dann gäbe es wenigstens nur zwei Threads zu diesem Thema, anstatt gleich fünf .....

edit 2:
Vorschlag von Markus umgesetzt.

edit 3:
und die drei anderen threads sind jetzt auch nur mehr einer: https://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,27279.0.html
« Letzte Änderung: 05 Aug 24, 14:27 von oliverOliver »

Offline vandendrieschen

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Rohstofferschließung bis hin zum Angebotsprodukt) ist für Privatkapital (wie groß auch immer) ohne langfristige Abnahmeverträge (mit wem auch immer) zur eigenen kalkulierten Inputdeckung  (wie hoch auch immer) plus Renditeversprechen uninteressant.

Die tückische Asynchronität zwischen Erschließungsdauer und Markterfordernissen und politischen Gängen hat den Bergbau über Jahrhunderte gepeinigt und viel Kapital unproduktiv umverteilt. Der heutige Rohstoffweltmarkt trägt diesen Risiken schon lange Rechnung.

Es kann dann höchstens sein, dass man ohne Investitionsabsicht öffentliche Mittel im Visier hat(te).

Viele Grüße Uwe
Ich versteh nur Bahnhof.

Offline ruebezahl

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Glück auf Jule,

Rohstofferschließung bis hin zum Angebotsprodukt) ist für Privatkapital (wie groß auch immer) ohne langfristige Abnahmeverträge (mit wem auch immer) zur eigenen kalkulierten Inputdeckung  (wie hoch auch immer) plus Renditeversprechen uninteressant.

Die tückische Asynchronität zwischen Erschließungsdauer und Markterfordernissen und politischen Gängen hat den Bergbau über Jahrhunderte gepeinigt und viel Kapital unproduktiv umverteilt. Der heutige Rohstoffweltmarkt trägt diesen Risiken schon lange Rechnung.

Es kann dann höchstens sein, dass man ohne Investitionsabsicht öffentliche Mittel im Visier hat(te).

Viele Grüße Uwe
Ich versteh nur Bahnhof.

Für Dich   ;D

Man buddelt nicht einfach was aus ,nur weil Lithium drin und Lithium in ist  ;D

Bevor Du Kapital in eine Rohstofferschließung steckst, solltest Du gut ausgerechnet haben, welchen (Kapital)aufwand Du betreiben musst (Pacht, Abbau, Lagerung, Aufbereitung, Transport, Energie, Personal, Umweltauflagen etcpp.) und dann sicherstellen, dass Du, wenn Du in sagen wir mal 3 Jahren liefern kannst,  sichere und rentierliche Abnehmer hast.

Viele Grüße Uwe
« Letzte Änderung: 05 Aug 24, 19:11 von guefz »

Offline oliverOliver

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Re: Brandrücken/Koralpe (Ktn), Spodumenbergbau - Lithium
« Antwort #21 am: 21 Nov 24, 19:32 »
Manchmal fragt man sich, warum es in Ö überhaupt eine UVP gibt, wenn dann ohnehin für nichts eine benötigt wird - nicht einmal für den (geplanten) Lithiumabbau:

https://kaernten.orf.at/stories/3282135/

Offline ruebezahl

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Re: Brandrücken/Koralpe (Ktn), Spodumenbergbau - Lithium
« Antwort #22 am: 21 Nov 24, 21:11 »
Glück auf,

Soweit ich aus D meine Einordnung auf A übertragen kann, ist es noch unterste Ebene. Aus der verlinkten Nachricht:

Lithiumabbau nicht „automatisch“ genehmigt
Damit sei der Lithium-Abbau aber nicht „automatisch" genehmigt, hieß es aus dem Büro Schuschnig. Der Projektwerber müsse nun sämtliche Bewilligungen nach dem Bundes- und Landesrecht erwirken. In diesen zahlreichen Bewilligungsverfahren würden sämtliche Auswirkungen des Vorhabens umfassend geprüft.


Allerdings erscheint mir fast alles in dieser Meldung ziemlich allgemein, um nicht zu sagen schwammig. Es fehlt die Fachinformation.

Dann sind noch die Einsprüche abzuwarten. Vielleicht werden mit diesen ja noch echte Sachpunkte öffentlich.

Viele Grüße Uwe

Offline oliverOliver

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« Letzte Änderung: 06 Dec 24, 15:11 von oliverOliver »

Offline oliverOliver

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