Glück Auf!
im vorliegenden Fall stehe ich auf Seiten der Zustimmung, dass es sich petrographisch um einen Rhyolith handelt. Die durch Differentiation einst gebildeten Sphärolithe sind stabiler und verwitterungsbeständiger als die Matrix. Die Matrix zeigt hier deutlich Schwächen in ihrer strukturellen Integrität. Man kann annehmen, dass eine mindestens teilweise Umwandlung hin zu Tonmineralien erfolgte. Ein dichtes Rissnetzwerk kann in Rhyolithen vorkommen. Da es die bevorzugte Wegsamkeit für Lösungen ist, gehen viele postgenetische Umwandlungsprozesse von ihnen aus. Das kann zur Bildung von stabilen Mineralphasen führen, die zudem eine gute Polierbarkeit haben. Letztlich hat man Sphärolithe und ein Rissnetzwerk mit akzeptabler guter Festigkeit und Polierbarkeit und eine in ihrer mechanisch wenig beständige Matrix wie beim vorliegenden Stück.
Mit freundlichen Grüßen
Das Felsenmammut