Hallo "arsenfreunde",
also wie ich das so sehe, ist die Sache etwas komplizierter. Stark vereinfacht gesagt: Erstens: AsH3 bildet sich nur im aziden reduzerenden Milieu, und ist höchstens eine Nebenraektion bei unserer Fargestellung( wenn überhaupt)
.
Zweitens: Die Bildung von As2O3 aus As und O2 ist so einfach nicht. Andernfalls würden alle Arsenbrocken binnen kurzer Zeit weiss werden.
Tatsächlich bildet sich aber bei Feuchtigkeit mit H2O, Luftsauerstoff und As die Arsenige Säure H2AsO3. Diese Saüre zerfällt aber schnell wieder in As2O3, H3AsO4 und H20. Die H3AsO4 ist aber auch kein Paradebeisppiel für Stabilität in dem Millieu und zerfällt wierder. Der Mechanismus ist relativ komplex, weswegen wir mal die Nebenreaktionen aussen vor lassen. Was aber zu der Fragestellung wichtiger ist, ist das das bei der Eingangsreaktion aufgenommene Wasser wieder frei wird. Dieses Wasser kann nun nicht so schnell verdunsten (kalter feuchter Keller) als neues Wasser aus der Luft zur Oxidation der ged. Arsen aufgenommen wird. Es rinnt am Stein runter und entzieht sich damit der erneuten Verwendung bei der Arsenoxidation. Die Pfütze bildet sich. Gleichzeitig wird aber, da alle diese Reaktionen auch teilweise reversibel sind, die Rückraegtion unterbrochen. Legt man z.B. ein Arsenstück in Wasser zund verschleißt das ganze in einem Glaskolben, so hat man 100Jaher Spass am Arsen. Die Reaktionen finden statt, solange O2 im Wasser da ist. danach pendelt die die Konzentration von Arsen im Wasser auf einen Wert ein und keine weitere Raektionen finden mehr statt. In der Natur, wo aber immer mehr sauerstoff und Wasser zugeführt wird, verrotten die Brocken ganz langsam unter Bildung von Arsenolith und Arsenaten.
Nun stellt sich die Frage, warum Arsen in der Wohnung im Döschen nicht auch Wasser aus der Luft entzieht und ebenso oxidiert wird.
Da kommt die schon eingangs erwähnte Kondensation ins Spiel. Erst wenn sich genügend Wasser auf dem Arsen niederschlägt kann die Reaktion starten. Sie startet sehr langsam, denn eigentlich ist dafür auch eine saure Umgebung notwendig. Diese saure Umgebung baut sich erst langsam auf. Somit passiert beim Waschen erst mal nichts. Bleiben die Stücke aber längere Zeit nass, startet die Raektion ganz langsam, da sich eine saure Schicht über dem Arsen aufbaut (höhere Konzentration von H2AsO3).
So ganz richtig ist es übrigens nicht, daß sich Arsen in trockenen Sammlungsräumen nicht umwandelt. Das tut es schon, nur so langsam, daß wir es nicht bemerken.
GA
Ulrich