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Eisenkalk?

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Falk:
Den Stein habe ich am Schönberg bei Freiburg gefunden. Ist das ein Eisenkalkstein? Der Carbonattest mit Säure war positiv. Strichfarbe ist rotbraun mehr ins rötliche gehend. Härte 3 bis 4.

stoanklopfer:
Das scheint ein grober Sandstein bis Feinkonglomerat zu sein, mit eingearbeiteten roten Tonscherben. Der Karbonattest reagiert wahrscheinlich auf calcitisches Bindemittel. Dürfte aus dem Rotliegenden oder Buntsandstein stammen.

Falk:
Perfekt, Danke. Mit Sandstein aus dem Perm hatte ich nicht gerechnet. In der Umgebung befand sich tiefroter Boden was ein tolles Rotpigment gab. Hatte vermutet, dass diese Gesteinsart für den roten Boden verantwortlich ist.

smoeller:
Hallo,

Perm sicher nicht, es gibt in dem Gebiet kein anstehendes Perm. Eerst weiter nördlich auf dem Schwazwald und evtl.  2 km tief im Rheingraben versenkt.

Das ist laut geologischer Kate entweder mittlerer Jura (Dogger) oder Oligozän. Als ich das Foto sah, dachte ich gleich an einen Oolith (Rogenstein) aus.  em Jura, bestehend aus Calcit. Teilweise haben sie auch Fossilien wie Seelilien und Muscheln. Die Rotfärbung kommt daher, dass die Gesteine bei der Verwitterung Eisen freisetzen (Hämatit,Limonit).
Es gibt aber auch Eisenerze in diesen Schichten. Wahrscheinlicher ist allerdings eine Verwitterung im Eozän und Oligozän, die das ganze Gebiet erfasste und zur Bildung roter und gelber Eisenoxide (sogenanntes Bohnerz) führte, die man um Müllheim beobachten kann. abei hat sich hier aus dem Kalk oberflächlich Limonit ode Hämatit gebildet, der die Farbe verursacht

Glück Auf!
Sebastian

stoanklopfer:

--- Zitat von: smoeller am 14 Jun 25, 21:20 ---... dachte ich gleich an einen Oolith (Rogenstein) aus  dem Jura, bestehend aus Calcit. ...

--- Ende Zitat ---

Ich sehe deutlich Gesteinsbruchstücke und v.a. Tonscherben. Wie soll das mit einem Oolith vereinbar sein?

Volkmar

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