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Autor Thema: Stein wie Ton  (Gelesen 1936 mal)

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Offline LuisFabio

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Stein wie Ton
« am: 02 Mar 25, 09:32 »
Hallo! Habe noch einen Stein gefunden.
Er klingt beim rüberstreichen wie Ton und hört sich auch anders an als andere Steine wenn ich sie wo drauf hämmer.
Ist aber ein stein.auch von der Donau.
Sind solche anfängerfragen eigentlich erwünscht oder muss ich mir erstmal ein paar gute Bücher kaufen : - D

Offline oliverOliver

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #1 am: 02 Mar 25, 12:56 »
hm, hast du eine Maßangabe zur Detailaufnahme (erstes Bild), bzw. wie lang/groß sind die hellen "Striche" ?

Habe zwar Vermutungen, bin mir aber noch nicht ganz schlüssig ...

Offline LuisFabio

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #2 am: 02 Mar 25, 13:33 »
So ca 0,2-0,4 mm

Offline stoanklopfer

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #3 am: 02 Mar 25, 13:57 »

Offline LuisFabio

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #4 am: 02 Mar 25, 14:28 »
Cm

Offline oliverOliver

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #5 am: 02 Mar 25, 15:03 »
ok.
Anscheinend ist das eine SiO2-reiche Lage aus einem Sedimentgestein, die aufgrund der größeren Härte gegenüber der Matrix in dieser Form herausgewittert (und abgerollt) ist.
Chert-artig sahs mir ja schon auf dem 2. Foto aus - wobei ich beim 1. Foto wegen der helleren "sparrenartigen" Inklusen auch noch einen Vulkanit mit Feldspäten (bzw. ein ophitisches Gefüge) in Erwägung gezogen habe.

Eventuell sind die helleren Linien kieselige Schwammnadeln (Spicula), wobei die zwar mit 4 mm Länge recht groß wären (gibts aber in dieser Dimension) und v.a. recht unscharf abgegrenzt - was aber bei schlechtem Erhaltungszustand (evtl. diagenetische Überprägung) auch vorkommen kann. Ganz glücklich bin ich mit dieser Interpretationsmöglichkeit noch nicht, und wie ein typischer Spiculit siehts mir irgendwie auch nicht aus (gibt ja aber auch atypische) - vielleicht sind die hellen "Striche" doch mineralische Bildungen ....

p.s.:
vielleicht kannst du ja mal ein Ende abschlagen und ein Detailfoto des frischen Bruchs zeigen ...
« Letzte Änderung: 02 Mar 25, 15:09 von oliverOliver »

Offline LuisFabio

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #6 am: 03 Mar 25, 08:33 »
Der Stein klingt wie Metall und ein bisschen hohl wenn man ihn auf einen anderen Stein klopft. Werde ihn mal aufschlagen

Offline vandendrieschen

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #7 am: 03 Mar 25, 10:11 »
Hallo,

da wird nichts hohl sein oder metallisch. Der helle klong klong Klang ist typisch für verkieselte Geschiebe.
Der Querschnitt wird genauso wie hier aussehen nur in frisch

Offline LuisFabio

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #8 am: 03 Mar 25, 11:13 »
Aha wieder was dazu gelernt. Dankeschön : -)

Offline LuisFabio

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #9 am: 13 Mar 25, 18:52 »
Letztens war ich im Steyrtal. Dort haben ganz viele Steine so geklungen

Offline oliverOliver

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Re: Stein wie Ton
« Antwort #10 am: 13 Mar 25, 19:09 »
ja, auch im Steyr-Schotter gibts Hornsteine und "kieselige" Partien in Sedimentgesteinen - die Steyr kommt ja auch aus den nördlichen Kalkalpen, die großteils aus mesozoischen marinen Sedimentgesteinen bestehen.

 

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