Bitte daran denken, dass die schneeweißen "Sodalith xx " zwar schön sind, aber sicher kein Sodalith mehr. Diese xx sind röntgenamorph und Ihre chem. Zusammensetzung entspricht nicht mehr einem Sodalith. Sie werden in der Vulkaneifel-Datenbank unter "amorphe, ehemalige-Sodalith xx? " aufgeführt.
Hier Kurzer Auszug aus der Datenbank:
Sodalith xx (amorph)
Farbe: weiß- oder milchig-trüb
Beschreibung des Minerals von Eifelfundorten (auch Wannenköpfe):
Neben farblos-transparenten, isometrischen oder auch prismatisch gestreckten, eindeutig bestimmten Kristallen in Tongesteinseinschlüssen, die eindeutig als Sodalith bestimmt wurden, treten in diesen Einschlüssen auch amorphe, nicht mehr als Sodalith anzusprechende Kristalle auf.
Es sind schneeweiße oder auch milchig trübe, isometrische Kristalle, die genau wie der Sodalith oft als Rhombendodekaeder ausgebildet sind. Ihre gut determinierten Flächen sind entweder glatt oder auch rau. Andere gut ausgebildete, milchig-trübe Kristalle sitzen vorzugsweise an Pseudobrookit-Kristallen. Diese Kristallbildungen sind in allen untersuchten Fällen röntgenamorph. Auch die chemische Zusammensetzung entspricht nicht mehr einem Sodalith. Es ist aber zu vermuten, dass alle diese Bildungen ehemalige, jetzt aber umgewandelte Sodalithe waren. Deshalb werden die entsprechenden Bilder dieser Bildungen auch hier unter Sodalith gezeigt.
Diese milchig trüben, schneeweißen, oft leicht gelbstichigen und teils skelettierten, isometrische Kristalle, welche im Allgemeinen als Sodalith aufgeführt werden, sind röntgenamorph. Sie finden sich relativ häufig in den Drusen der Toneinschlüsse. Als Besonderheiten in ihrer chemischen Zusammensetzung fallen die nur sehr geringen Gehalte Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium und das Fehlen von Chlor und Schwefel auf. Dafür sind relativ hohe Aluminium- und Silizium-Gehalte und manchmal ein geringer Vanadium-Gehalt charakteristisch. Vermutlich ist letzterer für die leichte gelbliche Färbung verantwortlich.
MfG Günter Blaß