Am Samstag kam es in der Sierra Minera de Cartagena–La Unión zu einem tödlichen Unfall bei der Mineraliensuche in einer stillgelegten Mine. Der Verunglückte war Pedro T. M., 67 Jahre, wohnhaft im Stadtteil Los Dolores (Cartagena) und aktives Mitglied einer mineralogischen Sammlergruppe.
Die Gruppe begab sich am Samstagmorgen zum Cerro de San Ginés de la Jara, in der Diputación El Beal, wo sich die ehemalige Manganmine „Haití“ befindet. Dabei handelt es sich um ein weit verzweigtes, mehrstöckiges Grubengebäude mit zahlreichen Stollen, Abbauräumen, engen Durchlässen („Gateras“) und Schächten, das bei Sammlern wegen Calcit- und Barytfunden bekannt ist.
Gegen 12 Uhr mittags bemerkten zwei Begleiter aus El Llano del Beal und Los Belones, dass Pedro nicht mehr auffindbar war. Sie verließen daraufhin die Mine und setzten einen Notruf über 112 ab.
Die anschließende Rettungsaktion gestaltete sich äußerst schwierig. Der Verunglückte hatte sich mehrere Dutzend Meter tief durch verschiedene Ebenen und enge Hohlräume bewegt. In einer kleinen, schwer zugänglichen Kavität kam es zu einem Steinschlag, bei dem er eingeschlossen wurde und tödliche Verletzungen erlitt.
Zunächst versuchten die Einsatzkräfte, über eine der Hauptbocaminas (horizontaler Haupteingangsstollen) vorzudringen. Aufgrund der Länge des Weges und der engen Passagen entschieden sich die Spezialisten jedoch für einen alternativen Zugang: Über einen mehrere Meter tiefen Belüftungsschacht („Respiradero“) seilten sie sich in eine näher gelegene Galerie ab, um die Unglücksstelle zu erreichen.
An der Rettung waren rund 30 Einsatzkräfte beteiligt, darunter Policía Local, Guardia Civil, Feuerwehr, Protección Civil Cartagena sowie spezialisierte Berg- und Höhlenretter. Erst gegen 21 Uhr konnte der Leichnam geborgen werden. Der Einsatz wurde kurz vor Mitternacht beendet.
Mitglieder der mineralogischen Gruppe zeigten sich tief betroffen und betonten, dass man sich der Risiken bewusst sei, Unfälle in alten, nicht gesicherten Bergwerken jedoch nie vollständig auszuschließen seien. Bereits 2005 kam es in der Region Portmán zu einem ähnlichen tödlichen Unfall unter vergleichbaren Umständen.
Eine übersetzte Zusammenfassung eines Artikels auf laverdad.es auf dessen Verlinkung ich wegen der überladenen und aufdringlichen Werbung hier verzichte.
Anmerkung: Bewundernswert wie wenig hysterisch die Spanier mit dem Unglück umgehen.