Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Ag5Hg4 - welches Amalgam-Mineral?
Collector:
Meines Wissens gibt es zur Zeit kein Mineral mit dieser Formel, zumindest nicht bei den von der IMA / CNMMN anerkannten Mineralien.
Das eventuell nächstliegende Mineral wäre chemisch Paraschachnerit Ag3Hg2 .
gruß
collector
McSchuerf:
Wo ist die Volltextsuche? Ist das das normale Suchefeld auf der Startseite?
Jedenfalls danke Collector für den Tipp..ich habe das selbe raus..Paraschachnerit kommt dem am nächsten.
Das ist ja eine schöne Sache bei Mindat.org. :)
Gruß Peter
McSchuerf:
also ein Paraschachnerit-ähnliches Ag-Amalgam..na ja..die Antwort, die mir Mindat.org nun präsentierte, befriedigt mich auch nicht gerade sonderlich....keine Ahnung wie ich das nun wirklich einordnen soll :-\ :P ::)
@Philip,
ja, ich habe extra auch noch ein 2. Mal nachgeschaut. In der von mir angegebenen Lapis-Quelle steht die o.g. Formel schwarz auf weiß.
Gruß Peter
McSchuerf:
Meine Anfrage hatte ich wohl doch schon 2001 gestellt (grad wieder gefunden .. :)) mit der damaligen Antwort vom 'Stollentroll'..nur will ich mich nicht auch noch 2005 schon wieder mit der 'Gemenge-Theorie' abfinden müssen. Es muss doch inzwischen neue Erkenntnisse geben. :-X
--- Zitat ---Hallo Robin,
hier ein Auszug aus meiner Diskussion mit Stollentroll im Schatzsucherforum (unter Suchfunktion: 'Bad Ems' eingeben) - Antwort Stollentroll:
''... nach dem, was aus den vorliegenden Informationen zu entnehmen ist, ist die Substanz wahrscheinlich nicht (!!!) röntgenografisch untersucht worden.
Wenn eine Formel vorliegt, heißt daß, das eine chemische Analyse durchgeführt worden ist. Wenn eine röntgenografische Analyse vorhanden wäre, dann wären (meistens) auch das Kristallsystem und die Gitterkonstanten bekannt. Diese Daten liegen offenbar nicht vor, wären aber für die Identifizierung entscheidend.
In der Datenbank, die international zur Auswertung und zum Vergleich von Röntgendaten benutzt wird, ist keine Verbindung Ag5Hg4 vorhanden.
Daß 5 Silberatome mit 4 Quecksilberatomen eine Verbindung eingegangen sind, die eine definierte, von anderen Amalgamen unterschiedliche Phase darstellt, die dann ein neues Mineral sein würde, ist aus der Formel nicht abzuleiten. Ohne strukturelle Daten ist das eine völlig unbewiesene Behauptung. Die Formel repräsentiert also nur eine mitllere (!!!) und idealisierte (!!!) chemische Zusammensetzung, sagt aber sonst nichts weiter aus.
Wichtig wäre auch weder eine idealisierte Formel noch eine Strukturformel sondern die Analysendaten mit ihrer Schwankungsbreite. Daß das Material inhomogen ist, geht ja schon aus der Aussage "Durchschittszusammensetzung" und "Domänen" hervor. Die Frage ist nur, wie stark die Schwankung ist. Möglich ist offenbar auch, daß mehrere Minerale in mikroskopischen Verwachsungen vorliegen.
Wenn man Ag5Hg4 nicht auf eine Summe von Ag+Hg=9 Atome sondern auf 2 umrechnet, erhält man (Ag1.11 Hg0.89).
Bemerkenswerterweise liegt diese Zusammensetzung zwischen der von Schachnerit (Ag1.1 Hg0.9) und der von Paraschachnerit (Ag1.2 Hg0.. Nach neuen Untersuchungen sind Schachnerit und Paraschachnerit vermutlich sogar identisch und die chemische Zusammensetzung schwankt offenbar. Offen wäre dann die Frage des Namens.
Ein Mineral mit der Zusammensetzung Ag5Hg4 ist von der IMA zumindest bis etwa Mitte 2001 nicht anerkannt worden (d.h. auch bei den bisher noch nicht veröffentlichten, aber bis dahin schon anerkannten Mineralen ist es nicht dabei).
Wenn der Lapis eine Formel Ag5Hg4 nennt, bedeutet daß nicht automatisch, daß das bei der IMA eingereicht wurde. Da gibt es keinen notwendigen Zusammenhang.
Drittens: Was soll eine "realisierte Stukturformel" sein?
Viertens: ich halte Brancko Rieck keineswegs für einen stümperhaften Amateur, habe das nie behauptet und würde das nie behaupten. Ihm ging es vielleicht nur darum zu zeigen, daß der vermeintliche Moschellandsbergit keiner ist.
Fazit: Die Gitterkonstanten (bzw. Röntgendaten) sind für eine Identifizierung unbedingt notwendig, liegen aber offenbar nicht vor.
Ich halte es nicht für ein neues Mineral sondern für eines der bekannten Amalgame oder ein Gemenge bekannter Amalgame.
Glück Auf
der Stollentroll...''
Soviel zu meinem Streitgespräch und zu einer der Antworten vom Stollentroll auf meine Fragen!
Ich habe dann auch wieder weiter debattiert aber das führt letztendlich zu nichts und ich denke mal dass er z.T. doch recht hat..
Jedenfalls steht jetzt auf meinem Etikett: 'Nicht näher bestimmtes Amalgam unbekannter Zusammensetzung oder Gemenge aus versch. Amalgamen'...jedenfalls bis auf weiteres...
Gruß Peter
--- Ende Zitat ---
uwe p.:
peter, wenn dir die auskunft es hadelt sich um moschellandsbergit/kongsbergit dendriten nicht reicht, dann wende dich an herrn steffen michalski, von dem ich das stück habe bevor ich es mit dir tauschte.
von dieser fundstelle kommt kein weiteres amalgam vor (kongsbergit ist ja de facto auch kein eigenständiges amalgam), es handelt sich also aller wahrscheinlichkeit um moschellandsbergit
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