Hallo Rainer.
Sehr interessant und danke für die Bilder.
Ist sicher eine nette Überraschung, wenn man so eine vollständige Kugel ausbuddelt.
Die Krümmung ist geringer - die Kugel müsste demnach größer gewesen sein.
Wie wurden die gezündet? Ich nehme an, die Kugeln wurden mit groben Mörsern abgefeuert,
aber wie wurde die Sprengladung im Innern gezündet?
Und wie konservierst Du diese Stücke?
Bei meinem Eisenfund ist in den vergangenen Tagen
interessanter grüner "Rost" aufgetreten (habe da eine Vermutung).
Das gelbe Material ist mir vorher auch nicht aufgefallen.
BG
Thomas
Bei meiner ersten Kugel machte ich tatsächlich einen gewaltigen Luftsprung vor Freude. Mit dem Klappspaten 40cm tief in die Erde gebuddelt, dann immer das Risiko Eisenschrott zu finden, oder gefährliche Sachen aus neueren Kriegen.
Eine intakte Hohlkugel ist natürlich ein super seltener, einmaliger Fund.
Meine ist eine 12-Pfünder, sie würde von Kanonen abgefeuert. Mörser gab es da sicher auch, aber so gut kenn ich mich da nicht aus.
Sie wurden mit Schwarzpulver gefüllt, das Loch mit einem Holzpfropfen verschlossen. In dem Pfropfen befand sich mittig eine Art Lunte, welche beim Abschuss sich selbst entzündete.
Die Kugeln wurden flach geschossen, meist springend mit einem Aufprall am Boden vor dem Feind. Irgendwann explodierte sie, ohne das wirklich genau sagen zu können.
Wenn beim Bodenkontakt die Lunte erwischt wurde, ging sie manchmal aus.
Die Konservierung von Eisenfunden mache ich folgendermaßen:
Einlegen in demineralisiertes Wasser, die Kugel hatte ich ein halbes Jahr im Bad. Natürlich das Wasser regelmäßig wechseln..
Das Demi-Wasser entzieht dem Eisen die Salze, welches es von Boden im laufe der Zeit aufgenommen hat.
Nach der Entsalzung habe ich sie in Paraffin eingekocht.
Die grünen und gelben "Minerale" an Deinem Stück können durch das Umfeld entstanden sein. Gülle, Kunstdünger, Salz.