Hi Jens,
Die Hauptgemengteile von Grauwacke sind Quarz (das bis zu 50% einer Probe ausmachen kann) und Feldspat (um 35%). Illit und Muskovit kommen ebenfalls häufig vor; Grauwacke enthält jedoch keinen Kaolinit.
Zu den wichtigsten Nebengemengteilen gehören Glimmer (komplexe Silikate mit Kalium und Aluminium), Chlorit und verschiedene eisenhaltige Minerale wie Pyrit.
Die größten Grauwackenkörner können einen Duchmesser von 5 mm erreichen. Die Matrix ist so feinkörnig, dass man ihre Bestandteile mit bloßem Auge nicht erkennen kann.
Grauwacke ist also ein Sedimentgestein mit mittelgroßen Körnern ähnlich wie bei Sandstein, ist aber älter als dieser und enthält Feldspat.
Struktur: geschichtet, massig;
Textur: schlecht sortierte, scharfkantige Körner in feiner Matrix;
Dichte 2,6.
Zur Härte:
Normalerweise führt eine solch gemischte Zusammensetzung zu einem lockeren, brüchigen Gestein. Bei Grauwacke hingegen ist der Grad der Verfestigung so hoch, dass äußerst harte Komplexe entstehen. Die Verfestigung ist auf Druck und Hitze (d.h. eine Art 'milder Metamorphose') zurückzuführen, aber Grauwacke gehört trotzdem unbestritten zu den Sedimentgesteinen und nicht zu den Metamorphiten.
Fazit:
Also handelt es sich möglicherweise um ein Tongestein (Ton), d.h. Oberbegriff für die Gruppe klastischer Sedimentgesteine. Denn diese kommen hauptsächlich schwarz, blau, braun, dunkelgrün grau oder rot vor (siehe braun und rot bei Deinem Sediment!).

Hauptgemengteile sind dabei die Tonmineralien, in der Hauptsache Kaolinit; Nebengemengteile sind dann Feldspäte, Quarz und Glimmer.
Textur: plastisch verformbar;
Struktrur ist plattig, geschichtet.
Korn: sehr fein;
Dichte auch 2,6. - wie bei Grauwacke.
Manche Tonablagerungen sind aus Granit entstanden, das nach Verfestigung durch die Aktion hydrothermaler Fluide umgewandelt wurde. Bei diesem Vorgang werden die Feldspäte in Kaolinit oder Dickit umgewandelt!
Die Härte von Kaolinit und Dickit beträgt 2-2,5. Die Härte von Illit dagegen beträgt 'nur' 1-2!

Gruß Peter