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Winkelpyrit

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Uwe Kolitsch:
> Die Bezeichnung Winkelpyrit ist unter Sammlern üblich

Höre ich zum ersten Mal.

Stimme aber Lois zu. Vielleicht in Anführungszeichen setzen?

FrankD:

--- Zitat von: loismin am 11 Mar 26, 15:36 ---
Wie man es dann in der Beschreibung nennt ist ja doch dann egal .



--- Ende Zitat ---

Ich wüsste es aber doch gern, auch wenn es egal ist, da es ja aber üblich, mir aber auch völlig unbekannt ist.
Bin halt neugierig, nur so lerne ich noch was dazu, oder?

Klaus Schäfer:
Also ihr könnt Euch vielleicht in Rage reden ...

Sammler benutzen Begriffe, auch ohne daß es Einwirkungen in der (wissenschaftlichen) Literatur hat. Sprache entwickelt sich durch sprechen.

Der Begriff "Winkelpyrite" wird von Sammlern benutzt, die in der Altlay oder in Bundenbach nach Pyrit suchen und eben diese neben ganz gewöhnlichen Pyriten finden. Eine differenzierende Namensgebung tat Not.

Es gibt viele weitere Begriffe, die von Sammlern genutzt werden und im Internet nicht auffindbar sind. Ein wunderbares Beispiel ist "Bienrose". Dieses Wort wird im Raum Baumholder/Freisen für Melaphyr genutzt. Es gibt wohl einen Zusammenhang mit der Imkerei, da Melaphyr an Waben erinnern kann. Dieser wunderschöne, bildlich fassbare Begriff wird leider nur lokal verwendet und taucht in Fachbüchern nicht auf.

Ein weitertes Beispiel wäre der Begriff "Wegeler". Er kommt von wackeln, sich bewegen und bezeichnet einen Parallaxeneffekt bei Achaten, der durch abwechselnd undurchsichtige und durchsichtige Chalcedonbänder entsteht. Eine sich wild kräuselnde Strukur verwirrt je nach Blickwinkel den Betrachter des Steines. Dieser Begriff wurde durch regionale Sammler vor langer Zeit im hiesigen Raum eingeführt. Überkorrekte Achatsammler in den USA haben, um die richtige Lautsprache im Amerikanischen bemüht, den Begriff mit "Wagler" amerikanisiert. Leider schwappt diese durch den Stille-Post-Fehler entstandene falsche Schreibweise wieder nach Europa zurück und der "Wagler" verdrängt den "Wegeler".

Sammler in den französischen Alpen benennen geschlossene Gwindel - also eine kristallographische Seltenheit - mit Vorliebe "sucre" aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit banalen Zuckerwürfeln. Auch hier fehlt, neben ein paar Bildbeschreibungen, ein Zitat in einem maßgeblichen Werk. (Allerdings habe ich bislang nur wenige auf französisch verfasste mineralogische Sachbücher studiert).

Ich bin gerne bereit, mir eine subjektive Sicht auf diese Thematik und die Gewichtung meiner Argumente nicht allein im wissenschaftlichen Bereich tarieren zu wollen vorhalten zu lassen. Wer meine Arbeiten kennt, weiß, dass ich die saftige Prosa dem trockenen Diskurs vorziehe.

Nähere Ausführungen zu diesem Thema gibt es persönlich an diesem Wochenende auf der Mineralienbörse in Niederwörresbach. Ich würde mich freuen, auf Kombattanten zu treffen.

Gruß von Klaus


Bruno80090:
Hallo zusammen,

Solange die Mineralienbestimmung stimmt, sind Kommentare willkommen und frei. Ein bisschen Poesie hat noch niemandem geschadet.
Ich verstehe diese ganze Aufregung nicht, wenn wir manchmal mit noch absurderen Dingen konfrontiert werden...
MFG,
Bruno

FrankD:

--- Zitat von: Klaus Schäfer am 11 Mar 26, 17:54 --- Ich würde mich freuen, auf Kombattanten zu treffen.



--- Ende Zitat ---

Wer macht den Sekundanten?
Nee Spaß beiseite.
Ich habe nur gefragt da auf die "Gebräuchlichkeit" des mir völlig unbekannten Begriffes hingewiesen wurde.
Finde es etwas schade dass a: gleich abgebügelt (Loismin) und b: von in Rage reden gesprochen wird.
Dabei wollte ich nur was "Gebräuchliches" lernen und habe nach weiteren nachvollziehbaren Anwendungsfällen gefragt.

Gibts hier Platzhirsche?

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