Liebe Gipsfreunde!
Regt Euch über Namensgebung auf, wenn Ihr wollt, es geht doch wohl um die Entstehung von kristallinem Gips in Tonen, sei es als Einzelkristalle, sei es als - ggf. rosenförmige - Aggregate von Einzelkristallen.
Die Lehrmeinung, die ich an den mir bisher zugänglichen Fundstellen immer bestätigt gefunden habe, ist die, daß Pyrit oder Markasit zu Schwefelsäure und Eisensulfat verwittern und diese Sulfationen mit dem Kalkgehalt des Tones zu Gips reagieren. Da die Verwitterung und Sulfatbildung langsam stattfinden, findet auch das Kristallwachstum diffusionskontrolliert und langsam statt. Daher gibt es wenige größere anstatt vieler kleiner Kristalle. Der "nicht mehr vorhandene" Markasit kann durchaus in Form unscheinbarer Knollen von Jarosit oder ähnlichen ockerfarbenen Mineralen vorliegen. Manchmal, aber nicht immer, kristallisieren darauf sogar die Gipskristalle, manchmal gibt es Berührung mit einem unscheinbaren Knöllchen, manchmal sind die Kristalle auch völlig frei.
Auch mich würde die Fundstelle interessieren.
Gruß Grauwacke