Hmm, da gibt es gleich ein paar Fehler zu korrigieren :
Zitat aus der von McSchuerf genannten Publikation :
"Die türkisch-österreichische Hochschul-Kooperation hat für den Auftraggeber Aktas - die Firma hält die alleinigen Schürfrechte für Meerschaum in der Türkei - als Praktikum ein Projekt zur Darstellung der Anwendungs- und Vermarktungsmöglichkeiten gestartet."
Das die Firma Aktas die alleinigen Schürfrechte für Meerschaum in der Türkei hat, ist sehr zu bezweifeln. Viele Familien bauen beim Dorf Beyazaltin (deutsch = Weißes Gold) bei Eskisehir in Kleinstgruben den Meerschaum ab. Mit Schächten oder besser Schächtchen, die gerade mal 1 x 2 m messen, dafür aber bis 100 m tief sind. Ganz typischer Kleinstbergbau, wobei die bis 40 oder auch 50 cm großen Knollen dann direkt von diesen Familien verarbeitet werden, bzw. nach Eskisehir selbst verkauft werden.
und weiter :
"Meerschaum ist ein Magnesium-Silikat (Sepiolith), das in seiner schwammigen, weißen Form wohl seine Entdecker an die Gischt im Meer erinnert hat."
Leider auch falsch.
Der Name Meerschaum ist eigentlich nur die Übersetzung von SEPIOlith. Die griechischen Fischer der Antike nannten die schaumige Innenstruktur des Tintenfischskelettes (der sogenannte "Schulp") so. Daher auch der Name Sepion für den Tintenfisch. Dieser Name wurde dann später auf den ähnlich schaumigen Meerschaum übertragen. So stehts auch schon im Mineralienatlas.
Noch etwas :
Unterscheiden muß man natürlich zwischen Sepiolith in seiner meist massig - pulvrigen Form, wie er etwa als Industriemineral im großen Stil in Spanien abgebaut wird und so wohl auch in den genannten Mindat - Fundstellen gemeint ist, und der wesentlich festeren und auch wesentlich selteneren schnitzbaren Varietät Meerschaum.
Glück Auf
der türkeireisende Thomas