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Autor Thema: Neue Fundstellen für türkischen Sepiolith?  (Gelesen 4561 mal)

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Offline McSchuerf

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Hallo,

weiß zufällig jemand ob es seit letztem oder vorletztem Jahr evtl. neue Vorkommen von türkischem Sepiolith auch außerhalb von Eskishehir gab?

Offenbar läuft ja momentan auch einiges in Richtung 'Meerschaum-Projekt'..siehe hier z.B...

http://www.fh-sbg.ac.at/News_Detail.82.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=147&tx_ttnews%5BbackPid%5D=58

... im Atlas ist bisher jedenfalls nur der bekannte Hauptfundpunkt angegeben ..

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Sepiolith

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 15 Nov 05, 14:21 von McSchuerf »

Offline McSchuerf

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Re: Neue Fundstellen für türkischen Sepiolith?
« Antwort #1 am: 15 Nov 05, 14:23 »
Evtl. ist hier mehr abgebaut worden?

http://www.mindat.org/loc-43836.html

http://www.mindat.org/loc-43837.html

Bekannte Fundstelle in Mindat.org ..

http://www.mindat.org/loc-30742.html
« Letzte Änderung: 15 Nov 05, 14:25 von McSchuerf »

Offline giantcrystal

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Re: Neue Fundstellen für türkischen Sepiolith?
« Antwort #2 am: 15 Nov 05, 16:13 »
Hmm, da gibt es gleich ein paar Fehler zu korrigieren :


Zitat aus der von McSchuerf genannten Publikation :

"Die türkisch-österreichische Hochschul-Kooperation hat für den Auftraggeber Aktas - die Firma hält die alleinigen Schürfrechte für Meerschaum in der Türkei - als Praktikum ein Projekt zur Darstellung der Anwendungs- und Vermarktungsmöglichkeiten gestartet."

Das die Firma Aktas die alleinigen Schürfrechte für Meerschaum in der Türkei hat, ist sehr zu bezweifeln. Viele Familien bauen beim Dorf Beyazaltin (deutsch = Weißes Gold) bei Eskisehir in Kleinstgruben den Meerschaum ab.  Mit Schächten oder besser Schächtchen, die gerade mal 1 x 2 m messen, dafür aber bis 100 m tief sind. Ganz typischer Kleinstbergbau, wobei die bis 40 oder auch 50 cm großen Knollen dann direkt von diesen Familien verarbeitet werden, bzw. nach Eskisehir selbst verkauft werden.

und weiter :

"Meerschaum ist ein Magnesium-Silikat (Sepiolith), das in seiner schwammigen, weißen Form wohl seine Entdecker an die Gischt im Meer erinnert hat."

Leider auch falsch.

Der Name Meerschaum ist eigentlich nur die Übersetzung von SEPIOlith. Die griechischen Fischer der Antike nannten die schaumige Innenstruktur des Tintenfischskelettes (der sogenannte "Schulp") so. Daher auch der Name Sepion für den Tintenfisch. Dieser Name wurde dann später auf den ähnlich schaumigen Meerschaum übertragen. So stehts auch schon im Mineralienatlas.

Noch etwas :

Unterscheiden muß man natürlich zwischen Sepiolith in seiner meist massig - pulvrigen Form, wie er etwa als Industriemineral im großen Stil in Spanien abgebaut wird und so wohl auch in den genannten Mindat - Fundstellen gemeint ist, und der wesentlich festeren und auch wesentlich selteneren schnitzbaren Varietät Meerschaum.


Glück Auf

der türkeireisende Thomas
« Letzte Änderung: 15 Nov 05, 16:17 von giantcrystal »

Offline giantcrystal

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Re: Neue Fundstellen für türkischen Sepiolith?
« Antwort #3 am: 15 Nov 05, 16:22 »
Übrigens können sich alle interessierten (Mineraliensammler  ::) ) ein Stück Meerschaum von der Firma Aktas kostenfrei zusenden lassen.

Hier klicken und den Text lesen :


http://www.meerschaum.at/einstueckmeerschaum.htm


Viel Spass beim Schnitzen !

Thomas

« Letzte Änderung: 16 Nov 05, 16:01 von giantcrystal »

Offline McSchuerf

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Re: Neue Fundstellen für türkischen Sepiolith?
« Antwort #4 am: 15 Nov 05, 17:29 »
Hallo Thomas,

ich danke Dir für die Richtigstellung ('Meerschaum' ist tatsächlich = Sepiolith) und die interessante Ergänzung. ;)

.. übrigens 'sepia' kommt aus dem griech. für Sepia und 'lithos' für Stein ...aufgrund seiner Farbe und Porigkeit ... Sepiolith.

Gruß Peter
« Letzte Änderung: 15 Nov 05, 17:33 von McSchuerf »

Offline giantcrystal

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Re: Neue Fundstellen für türkischen Sepiolith?
« Antwort #5 am: 16 Nov 05, 16:03 »
Sorry

hatte den Link in meinem letzten Eintrag nicht ganz richtig eingetragen.

Hier gibts kostenfrei ein Stück Meerschaum :

http://www.meerschaum.at/einstueckmeerschaum.htm

Thomas

Offline giantcrystal

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Re: Neue Fundstellen für türkischen Sepiolith?
« Antwort #6 am: 18 Nov 05, 18:44 »
Das Rätsel um den neuen Fundort für türkischen Sepiolith ist gelöst.

http://www.arcadiagrouptr.com/

Wie ich schon vermutet habe, handelt es sich bei der Lagerstätte bei Polatli um massiv - pulvrigen Sepiolith, der als
Industriemineral gewonnen wird, ca. 10.000 Tonnen pro Jahr

Glück Auf

Thomas

Offline McSchuerf

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Re: Neue Fundstellen für türkischen Sepiolith?
« Antwort #7 am: 18 Nov 05, 20:28 »
Hallo Thomas,

na, dann bin ich ja jetzt erleichtert, dass sich das so schnell aufgeklärt hat .. dann sind 'unsere Zahlen' ja dann auch plausibel gewesen... ;D..
*nicht näher jetzt darauf eingehender Peter*.. ;D :D

Ich erkläre das Thema dann damit für beendet. :)

Gruß Peter

 

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