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Autor Thema: Ammonit Pleuroceras / Jura / Nähe Altdorf  (Gelesen 25579 mal)

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Offline Reynolds

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #45 am: 09 Dec 05, 15:49 »
Zitat
ps: was für nen Druckluftstichel hast Du?
- hab leider kein Druckluftstichel  :-\
und was sagt der PräpProfi zu Marpol?  ???  & Danke für die Tipps :o
Gruß Reynold  :D :D

und: woher bekomme ich denn die Sachen  ???

Zitat
Lithfin MN HMK S 35 -matt (Möller-chemie)
Polyvinylbutyral (Mowital und Pioloform), uneingeschränkt geeignet
Polymethylacrylate wie Paraloid B 72 oder B67 oder Osteofix, uneingeschränkt geeignet
« Letzte Änderung: 15 Jul 13, 14:20 von oliverOliver »

Offline Soenke

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #46 am: 09 Dec 05, 16:05 »
Das Rember Steinpflegemittel ist beim "Frankenfossil" erhältlich, über http://www.frankenfossil.de/Inhalt/angebote/werkzeug/konservierung.html oder http://www.frankenfossil.de ;)

Gruß
Sönke

Offline Reynolds

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #47 am: 09 Dec 05, 18:44 »
 :D AH, ok!

Pioloform, Paraloid und Mowital = http://www.kremer-pigmente.de/intl.catalog/ebindem04.htm

sehr schön!  :D

Offline Reynolds

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #48 am: 21 Dec 05, 19:17 »
Hi Kollegen  ;)

noch ein kleiner Nachtrag & eine Frage. Joachim hatte ja ziemlich am Anfang gefragt:

Zitat
anhand des Bildes müsste es sich doch um einen Phragmocon handeln? oder täuscht das?

und Coen meinte:
Zitat
Da meist der Venter erst auf der Wohnkammer "spinatumtypisch" mächtig wird, ist die Bestimmung sehr schwierig.

jetzt hab ich im Richter (1994) ein Foto gefunden (siehe Bild LINKS [aus RICHTER, 1994]) und es heißt im beschreibenden Text:
Zitat
die Hälfte des letzten Umganges gehörte zur Wohnkammer

--> sieht man ja auch daran, dass die Lobenlinien aufhören (stimmts?) - So... bei meinem Pleuro gibt es 2 Auffälligkeiten:
1) das Material ändert sich ab der Stelle, die ich mit dem Pfeil im Bild RECHTS gemarkert habe - zur Öffnung hin ist teilweise Schale vorhanden und es ist alles ein wenig "blättrig" - nach dem Pfeil (zum Nabel hin) ist das Material schön homogen und auch die Färbung ist dunkler.

2) gibt es eine "Bruchstelle" - genau wo der Pfeil (RECHTES BILD) draufzeigt. Kann es sein, dass genau an dieser Stelle der Übergang von Wohnkammer zum Phragmocon ist? Ich habe einige Pleuros in Altdorf an der selben Fundstelle gefunden, die alle nur zum Teil erhalten waren. Nämlich fehlten immer die inneren Windungen. Könnte es sein, dass durch die Bruchstelle bei meinem Pleuro, das Phragmocon mit Sedimentmaterial ausgefüllt wurde und er deswegen (fast) komplett geblieben ist? Und wenn auch bei meinem Pleuro, die Hälfte der letzten Windung Wohnkammer ist - würde eswiederum doch für einen Pleuroceras hawskerense sprechen (wie Soenke meinte)

Ich weiß: ist alles hoch spekulativ - aber auch saumäßig spannend  :D  :D

Gruß
Reynold

Offline Soenke

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #49 am: 21 Dec 05, 23:26 »
Ich denke, Du hast mit Deiner Theorie, das die Wohnkammer ab der eingefallenen Stelle beginnt, recht.
Es gibt aber auch Pleuroceraten ohne derartige "Beschädigung", deren Kammersystem vollends mit Sediment ausgefüllt wurde. Da muss die Macke also nicht der Grund sein. Richtig ist aber in jedem Fall, dass man oft nur Wohnkammern findet, das Phragmokon ist meist platt. Sucht man jedoch im anstehenden Gestein, sieht man nicht nur, wie beim bloßen Aufsammeln, die Wohnkammern, sondern auch die plattgedrückten Phragmokone.

So... in dem Sinne, gute Nacht,
Sönke ;)


Offline Profipräp

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #50 am: 22 Dec 05, 08:32 »
Hallo,
was ist denn Marpol genau? Ist das ein Wachs? Sowas ähnliches hab ich schon mal ausprobiert: anstatt eine Oberfläche zu polieren, hab ich MN-Politur von Lithofin genommen. Sah am Anfang wirklich toll aus (wie poliert), aber nach einem Jahr (da hab ich das Stück mal wieder in die Finger bekommen) war es nur noch matt und unansehlich. Ist glaube ich was ähnliches wie farblose Schuhcreme. Also langfristig bin ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden. ausserdem schrumpfen Wachse gewaltig (Kann ich am eingetrockneten Rest in der Dose erkennen).
Soviel dazu
Gruß
profipräp

Coen

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #51 am: 22 Dec 05, 09:36 »
Also bisher habe ich mit Marpol keine solchen Erfahrungen gemacht. Ein Stück war etwas matt geworden, da habe ich es einfach nochmal aupoliert ohne dabei neuen Wachs aufzutragen. Der Rest strahlt noch wie am ersten Tag ;)
Vom Eintrocknen habe ich auch noch nichts bemerkt. Gut... ich weiß jetrt nicht, was in 10 Jahren ist. Aber in der von dir beschriebenen kurzen Zeit (1 Jahr) ist keinesfalls irgendwas unansehlich geworden. :)

Zu dieser Wohnkammergeschichte. Die von dir markierte Stelle müsste in der Tat das Ende der Wohnkammer und damit der Beginn des Phragmokons sein.
Die von dir beschriebene Beschädigung wird jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach ein eingedrücktes Segment des Phragmokons sein.
Es kommt relativ häufig vor, dass die Ammoniten genau am Phragmokonansatz plattgedrückte Segmente haben. Ich fang mich gerade an zu fragen, warum das so ist. Jedenfalls hab ich es sehr oft beobachtet...

Offline Reynolds

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #52 am: 22 Dec 05, 10:58 »
Hi  :)

und vor allem würde mich interessieren, welche Erklärung es für den "Material-Unterschied" zwischen Wohnkammer und Phragmocon gibt  :-\ - der ist wirklich auffallend...  ???

Gruß
Reynold

An Profipräp: in Marpol ist auf alle Fälle Silikon drin - die genaue Bestandteilliste poste ich demnächst  :D

Offline Soenke

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Re: Ammonit /Nähe Altdorf
« Antwort #53 am: 22 Dec 05, 18:56 »
Der Erhaltungsunterschied kann unter Umständen wie folgt zusammenkommen:
Die Wohnkammer läuft mit Sediment voll, die Kammern hingegen bleiben unverfüllt. Durch Feuchtigkeit und irgendwelche darauf aufbauenden Mineralisationsprozesse wird der Ammonit nach und nach mit Pyrit oder anderem Material ausgekleidet, bis ein massiver Pyritsteinkern entsteht.

Gruß
Sönke ;)

 

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