Fossilien / Fossils / Fósiles > Österreich / Austria
bescheidene Hölzer aus Österreich ..........
oliverOliver:
hier noch Details:
oliverOliver:
hier mein zweitbestes Holz aus der SMFF ( ca. 22 x 9 x 6 cm; Horner Becken) - leider mit frischem Längsbruch vom Pflug !
ohne den blöden Bruch (noch dazu an der stärksten Stelle !) wär es vermutlich mein bestes ..... >:(
oliverOliver:
auch ein - für hiesige Verhältnisse - recht schönes (also bescheidenes) Stück aus der SMFF (ca. 13 x 6 cm, Horner Becken)
oliverOliver:
besser erhaltene Stücke aus der SMFF zeigen in der Regel eindeutige Merkmale von Schwemmholz, wie die oft zu beobachtende charakteristische "Brettchenform" und die typische Oberflächenstruktur (Fotos 1+2, ca. 13 x 7 cm, Horner Becken).
Beim gezeigten Beispiel ist im Querschnitt (Foto 3, Vergrößerung) die Struktur gut erkennbar - wäre also zur näheren Bestimmung geeignet.
Leider bin ich bezüglich Holzartenbestimmung ein absoluter Laie !! :(
Es scheint sich aber um ein ringporiges Laubholz zu handeln ....
oliverOliver:
Hier ein unscheinbares, aber sehr interessantes und eventuell paläogeografisch bzw. für die Paläo-Landschaftsmorphologie wichtiges Stück aus der HMF (siehe AW 32).
Es ist stark abgerollt und verrundet, wurde also intensiv transportiert, und stammt daher offenbar ursprünglich NICHT aus der HMF.
Es belegt, dass – was ohnehin logisch ist – in der HMF auch ältere, Kieselholz führende Sedimente aufgearbeitet und sekundär resedimentiert worden sind.
Das Stück zeigt Merkmale der SMFF-Hölzer – allerdings ist hier Vorsicht angebracht !
Es ist z.B. unbekannt, wie in diesem Gebiet die – theoretisch voraussetzbaren – älteren Hölzer aussehen bzw. aussahen, denn die Hochfläche des heutigen Waldviertels war großteils auch im Mesozoikum und beginnenden Tertiär Festland, aber die Sedimente aus diesen Zeitabschnitten sind dort beinahe zur Gänze wieder erodiert.
Siehe:
F. F. Steininger und R. Roetzel, Mesozoikum (Erdmittelalter). In: F. F. Steininger (Hrsg.), Erdgeschichte des Waldviertels, SchrR. Waldviertler Heimatbund 38, Horn-Waidhofen/Thaya 19992, 73 f.
Außerdem könnte das Holz auch aus einem völlig anderen Gebiet stammen, zieht man das große Einzugsgebiet der „Urdonau“ in Betracht. Für eine gesicherte Zuweisung (falls eine solche überhaupt möglich sein sollte) eines Ursprungs aus der SMFF müsste das Holz von einem Paläobotaniker untersucht werden.
Sedimente der SMFF sind im südwestlichen Verbreitungsgebiet der HMF (Unterlauf bzw. Mündungsgebiet des Flusses während des Oligözäns, siehe AW 37) nicht oder zumindest nicht obertägig anstehend erhalten (erodiert und/od. von jüngeren Sedimenten überdeckt ?), ihr ehemaliges Vorhandensein wurde durch lithologische Merkmale der Melker Sande erschlossen. Falls das Stück wirklich primär aus der SMFF stammen sollte, wäre es ein indirekter Beweis für diesen oligozänen Unterlauf, denn es stammt aus dem südlichsten Manhartsberggebiet unmittelbar östlich des Unter(st)en Kamptales, also jenes Gebietes, wo die jüngere „Urdonau“ den ehemaligen Verlauf des älteren „Horner Flusses“ querte.
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