Von mir dann mal ein Gedicht

"Mutters Weihnachten"
Es ist wieder Dezember, jedes Jahr das Gleiche,
es ist das Fest des Friedens, für Arme und Reiche!
Mancher macht sich eine Freude, auf diese und auf jene Weise,
der eine laut, der andere leise.
Der Mann der kriegt das Weinachtsgeld, und schimpft auf die Frau,
die es nicht zusammenhält.
Es wird überlegt, was schenkt man den Kind, was dem Mann?
Es soll ja praktisch sein, was man auch gebrauchen kann!

Ich hetze durch die vollen Geschäfte im Dauerlauf,
es ist schon anstrengend mit dem Weinachtskauf.
Plötzlich hab ich was gesehen und stürze drauf los,
aber der Preis, was mach ich bloß?

Für das Geld wollte ich zwei Geschenke kaufen.
Oh, welch ein Jammer, es ist zum Haare raufen.
Ich wende mich ab und rase in den nächsen Laden -
Preise vergleichen kann ja nicht schaden.
Abends komm ich mit leeren Taschen und kaputten Nerven nach Hause
und mach erstmal`ne Kaffeepause.
Hierbei überlege ich, was machst du für ein Weinachtsessen
und die Süßigkeiten darfst du auch nicht vergessen!
Machst du Pute, Gans oder Braten,
das wird noch mit der Familie beraten.
Der eine will dies, der andere das,
so macht das überaubt keinen Spaß.

Es folgt dann noch der Weinachtsputz - vieleicht besuchen uns ja Verwante -
und die sehen jeden Schmutz!
Fang ich an mit dem guten Geschirr, dann Fenster putzen und Gardinen waschen,
schnell noch ein Blick nach oben, ist da noch ein Spinngewebe zu erhaschen?
Total kaputt lieg ich abends auf dem Sofa, die Familie kommt nach Hause.
Die erste Frage: Hast du was, du siehst so komisch aus?
Was machst du nur, hast du noch nicht mit dem Einkaufen angefangen?
Haste den ganzen Tag nur hier herrumgeangen?
Ich denk mir mein Teil und hol tief Luft,
keiner sieht den Glanz in der Wohnung und riecht den Meister-Proper-Duft!
Am nächsten Tag mach ich mich wieder auf die Beine,
kaufe Lebensmittel und Süßigkeiten, aber Geschenke hab ich noch keine!
Vom Weihnachtsgeld ist schon einiges dahin,
ja, wo ist es geblieben, viel nachdenken hat wenig Sinn!
Nun müßen noch die Geschenke her,
bei den Preisen fällt mir das Einkaufen schwer.

Für Vater, wie immer, Hemd, Schlips und Socken
und ein Fläschchen, sonst bleibt die Kehle trocken.
Und da sind ja noch die Kinder,
haben die auch genug zum Anziehen für den Winter?
Sind sie größer, kriegen sie ein Fernseher oder das Silberbesteck -
rums - ist das ganze Weihnachtsgeld weg.
Vollgepackt geht`s heute heim,
schnell alles verstecken, es soll ja nichts zu finden sein!

Nun ist es geschafft, ich mein es wär ein Traum,
da fällt mir ein, wir haben ja noch keinen Baum!
Soll er grün sein oder blau, keiner weiß es so genau.
Wir gehen in den Wald, finden einen und machen ein Zeichen dran,
so, das es jeder sehen kann!
Am nächsten Tag wollen wir ihn holen, doch er ist weg,
sich aufzuregen hat auch keinen Zweck.

Es gibt viele Leute, die suchen einen Baum
und einen makierten übersieht man kaum!
Also müßen wir einen neuen finden
und uns sofort auf den Buckel binden.

Zu Hause wird er sofort in die kühle Garage gestellt
damit er sich auch bis Weihnachten hält.
Einen Tag vor dem heiligen Abend holen wir die Kiste mit dem Baumschmuck hervor,
aus dem Radio klingt feierlich Musik von einem Kinderchor.

Die Kerzen dran, eine Kugel hier, eine da -
Immer das Gleiche, wie jedes Jahr.
Dann packen wir noch die Geschenke ein,
es soll ja für jeden eine Überraschung sein.
Plötzlich sagt der Mann, es versteh einer die Welt,
gib mir mal den Rest vom Weihnachtsgeld!

Er will noch schnell mal was kaufen-
aber wo von, nichts ist mehr da, es ist zum Haareraufen.
So muß er auch noch zur Kasse gehn -
alles dreht sich ums Geld, es ist nicht mehr schön.
Ich geh in die Kirche, bereite das Essen vor,
im Radio singt noch immer der Kinderchor.
Die Weinachtsteller muß ich auch noch vorbereiten,
was sind das nur für hektische Zeiten.
Das Telefon klingelt, die Schwägerin ist drann
und meint, sie wollen uns am 1. Weihnachtstag besuchen,
also backe ich auch noch einen Kuchen.
Im Radio singt immer noch der Kinderchor und ich steh in der Küche auf der Stelle,
denk an den 2.Weihnachtstag - da rücken wir der Verwandschaft auf die Pelle!
Dann laß ich mich bedienen und brauche nicht zu hetzen,
da können die anderen mal für mich wetzen.

Erschöpf liege ich abends im Bett,
hoffendlich ist die Gans nicht zu fett!
Müde und kaputt stehe ich am Heiligen Abend auf -
dieser Tag ist ein einziger Dauerlauf.
Schnell noch ein paar Dinge einkaufen, rasch putzen,
noch den Rest waschen, man muß doch den Tag nutzen!
Nun in die Wanne, die Haare noch stylen,
derweil meine Augen nach der Uhr schon peilen.
In einer Stunde soll Bescherung sein -
der Rest der Familie sitzt in der Küche und ist schon fein.
Jeder legt schnell seine Geschenke unter den Baum,
der feierlich leuchtet. Es ist ein Traum.
Zusammen gehen wir ins festliche Wohnzimmer rein,
denn Weihnachten soll ein Fest der Familie sein.
Die Geschenke sind ausgepackt, eh man`s gedacht,
da sagt der erste schon, Mama ich hab Schmacht!
Raus aus dem Sessel, ran an den Herd,
eine gesunde Mutter ist schon was wert!
Ist das Essen dann getan, guckt man sich was im fFernsehen an.
Ich muß aber erst spülen, mach das Geschirr wieder blank
anschließend kommt alles in den Schrank.
Sagt einer, Mutter nun setz dich doch mal hin
oder hast du für Weihnachten gar keinen Sinn.
Dankbar schaue ich meine Familie an,
schön das ich jetzt auch mal sitzen kann!

Beim Gläschen Wein schlaf ich am Fernsehen ein.
Ein Rippenstoß - aber Mama, muß das am Heiligen Abend sein ?
Am Bildschirm spricht man vom christlichen Gedanken,
ich steh auf, meine Beine schwanken!
Leise sag ich " Gute Nacht"
und keiner konnte verstehen was mich heute so müd gemacht.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein wunderschönes Weinachtsfest im Kreise eurer Lieben.
Eure Rosi